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Interview

25.08.2018

„Die haben uns manchmal fast schwindlig gespielt“

Stand beim kuriosen 4:4 im Tor: Balthasar Zahler, Abteilungsleiter des SV Röfingen.
Bild: Ernst Mayer

Als Röfingen/Konzenberg II eine 4:0-Führung verspielt, ist Balthasar Zahler als Torwart dabei. Er erinnert sich

Wissen Sie, was die deutsche Fußball-Nationalmannschaft und die zweite Mannschaft der SG Röfingen/Konzenberg gemeinsam haben, Herr Zahler?

Wenn ich mich richtig erinnere, hat die Nationalmannschaft auch schon mal eine 4:0-Führung vergeben und nur 4:4 gespielt.

Richtig. Das war am 16. Oktober 2012 im WM-Qualifikationsspiel in Berlin gegen Schweden. Während jedoch die Elf von Jogi Löw seinerzeit 55 Minuten benötigte, um 4:0 zu führen, lag Ihre Mannschaft im Spiel der B-Klasse West 4 gegen den SC Altenmünster II bereits nach 30 Minuten 4:0 vorn. Sie standen im Tor. Waren Ihre Vorderleute so heiß an diesem tropischen Sonntag?

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Um ehrlich zu sein: Altenmünster war von der ersten Minute an die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen. Aber wir haben sehr gut verteidigt, waren kämpferisch sehr stark und haben dann auch Glück gehabt, indem uns der Gegner durch Fehler die Kontertore ermöglicht hat.

Haben sich Ihre Teamkameraden nach dem klaren Vorsprung zu sicher gefühlt oder haben sie alle sportlichen Tugenden zur Halbzeit in der Kabine gelassen?

Würde ich nicht so sagen. Trotz der klaren Führung war uns schon bewusst, dass uns noch ein hartes Stück Arbeit erwartet. In der Halbzeit mussten wir dann zwei Mann für die erste Mannschaft abtreten und allmählich verließen uns auch die Kräfte. Zudem hatten wir urlaubsbedingt auch den einen oder anderen im Team, der fast kein Training hat. Dagegen standen im Team des SC Altenmünster zwei, drei Akteure, die in der vergangenen Saison noch der Aufstiegsmannschaft angehörten. Die haben uns manchmal fast schwindlig gespielt.

Man sagt, es hätte sogar noch total in die Hose gehen können. Stimmt das?

Ich denke, beide Mannschaften waren froh über das Remis. Für uns war es zwar anfangs eine gefühlte Niederlage, aber mit ein bisschen Abstand können wir mit dem Punkt schon zufrieden sein. In der ersten Halbzeit konnte ich sogar noch einen Elfmeter parieren. Von den Chancen her wäre ein Sieg des SC Altenmünster jedenfalls nicht unverdient gewesen.

Fühlten Sie sich da als Torwart einsam und verlassen?

Nein, keinesfalls. Ich kann meinen Vorderleuten keinen Vorwurf machen, zumal wir auch von Anfang an um jeden Grashalm gekämpft haben, bis uns dann die Kräfte verlassen haben.

Glauben Sie, dass Ihre Mannschaft das Geschehen verdaut hat, bevor es an diesem Sonntag zum Schlusslicht nach Peterswörth geht?

Ganz sicher. Denn wir müssen uns nichts vorwerfen, schließlich haben wir es einer spielerisch starken Mannschaft nicht leicht gemacht.

Sie haben sich zur Winterpause im Interview mit unserer Zeitung überaus positiv zur Bildung der Spielgemeinschaft mit dem FC Konzenberg und dem SC Mönstetten geäußert. Diese besteht nun seit zwei Jahren. Sowohl die Kreisklassen- als auch die B-Klassen-Mannschaft der SG sind nun aber nicht optimal in die neue Saison gestartet. Bleiben Sie trotzdem bei Ihrer Meinung?

Klar. Sie können mich anrufen, wenn ich mal in Rente bin und die Antwort wäre immer noch die gleiche. Wichtig ist uns aber nicht in erster Linie, dass die erste Mannschaft der Spielgemeinschaft gut dasteht oder gar aufsteigt. Viel wichtiger ist uns, dass wir auch im Juniorenbereich wieder besser bestückt sind. Aktuell ist es erfreulich, dass wir außer einer F- und E-Jugend auch eine C- und D-Jugend stellen können, die unter der SG-Flagge auflaufen wird.

Die erste Mannschaft bestreitet am Sonntag in Peterswörth die Generalprobe für das Derby gegen den TSV Burgau eine Woche darauf. Wie ordnen Sie Ihr Team aktuell ein und wo erwarten Sie es zum Saisonende?

Puh! Aktuell ist es so, dass wir uns vielleicht zu viel vorgenommen haben und den zweiten vor dem ersten Schritt machen wollten. Aber wir wissen, was wir können. Ich hoffe, dass wir gegen Peterswörth ein gutes Spiel machen, um dann gestärkt ins Derby gehen zu können. Interview: Alois Thoma

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