Kampfsport

18.03.2018

Ein Lebenswerk wird gewürdigt

Seit 50 Jahren gibt es das Budo-Center Europa. Zu dem Anlass kamen viele Kampfsportler nach Burgau, um den Gründer, Großmeister Jakob Beck (Bildmitte vorne), für sein Lebenswerk zu gratulieren.
Bild: Ernst Mayer

Das Budo-Center Europa feiert in Burgau seinen 50. Geburtstag. Viele Weggefährten kommen, um seinem 86-jährigen Gründer Jakob Beck zu gratulieren.

Burgau Eine Feierstunde zu Ehren von Jakob Beck, Gründer und Präsident des Budo-Center Europa, hat es anlässlich des 50-jährigen Bestehens dieses traditionsreichen Kampfsportverbandes gegeben. Gäste in der Dreifach-Turnhalle in Burgau waren unter anderem Bürgermeister Konrad Barm, viele alte Freunde sowie ehemalige Weggefährten.

1968 gründete Beck das Budo-Center Europa als „Internationale Lehrstätte für Taekwondo, Allkampf, Bo-Jitsu und Jiu-Jitsu“. Schon einige Jahre vorher hatte er in München beim koreanischen Großmeister Kwon Jae-Hwa mit dem intensiven Training von Taekwondo begonnen. In der Folge legte Beck viele hochrangige Prüfungen bis einschließlich 3. Dan unmittelbar bei General Choi Hong-Hi, dem „Vater des Taekwondo“, ab. Danach wurde er selbst zu einem maßgeblichen Wegbereiter des koreanischen Kampfsports.

Was Beck auszeichnet, ist die Entwicklung und Begründung eines neuen Selbstverteidigungssystems namens Allkampf. Die Idee war, die effektivsten Elemente aus den bekannten asiatischen Selbstverteidigungsdisziplinen herauszulösen und sie zu einem modifizierten und effizienten Stil neu zusammenzufassen. Heute wird das aus dem Kampfsport nicht mehr wegzudenkende Allkampf-System auch in anderen Budo-Verbänden gelehrt. Selbst bei der Polizeiausbildung findet es Anwendung, weshalb Beck seit 1987 den Titel eines Ehrenkommissars h.c. der bayerischen Polizei trägt.

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Beck wurde 1931 in der von zahlreichen Volksdeutschen (den sogenannten „Donauschwaben“) besiedelten Region Batschka geboren. Der Geburtsort Obrovac (ehemals Oberndorf) liegt im heutigen Serbien nahe der ungarischen Grenze. 1944 musste die Familie vor der anrückenden russischen Armee fliehen, bevor sie in Burgau eine neue Heimat fand.

Barm würdigte die Verdienste von Beck in seinem Grußwort. Eine Laudatio hielt Uwe Gürtler, einer der langjährigen Schüler des Großmeisters. Umrahmt wurde die Veranstaltung von verschiedenen hochklassigen Vorführungsteilen.

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