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Fußball

07.08.2017

Geschnitzt aus ganz besonderem Holz

Auch angesichts eines deutlichen Rückstands kämpften die Ziemetshauser, was das Zeug hielt. Hier spielt Florian Klimm den Ball am Neugablonzer Markus Scholl vorbei.
Bild: Ernst Mayer

Bezirksligist TSV Ziemetshausen lässt sich auch durch einen 0:3-Rückstand nicht zermürben. Am Ende ist gegen den Favoriten aus Neugablonz sogar ein Sieg drin. Doch der Punktgewinn geht in Ordnung

Solche Fußballspiele sieht man nicht sehr häufig. Alleine schon die Anzahl von acht Toren beim 4:4 zwischen dem TSV Ziemetshausen und dem BSK Olympia Neugablonz ist außergewöhnlich. Auch der Spielverlauf war alles andere als alltäglich. Die Gäste aus Neugablonz führten nach 23 Minuten scheinbar uneinholbar 3:0. Als der Ziemetshauser Norbert Maier mit einer etwas überzogenen Roten Karte vom Platz gestellt wurde (er hatte im Mittelfeld ein Foulspiel begangen), sahen viele TSV-Fans schwarz. „Eigentlich könnten wir jetzt schon nach Hause gehen und Kaffee trinken“, war nur einer der Kommentare. Doch dass das Team des TSV Ziemetshausen aus einem ganz besonderen Holz geschnitzt ist, bewies die Truppe wieder einmal eindrucksvoll. Ziemetshausen holte auf, glich aus, drehte die Sache vollends – und musste sich nach einem Gegentor kurz vor Schluss doch mit einer Punkteteilung begnügen.

Das Spiel begann für die Platzherren recht verheißungsvoll. In der dritten Minute warf Gästekeeper Dennis Staroweit den Ball Michael Klimm vor die Füße, der Angreifer war allerdings zu überrascht und zögerte zu lange. Die nächste gute Gelegenheit für den TSV ließ Andreas Endres aus. Sein Heber wurde sichere Beute von Staroweit. Direkt nach dieser Aktion begann der Neugablonzer Lauf. Mit zwei Treffern (10. und 16.) brachte Benjamin Maier die Gäste in Führung. Für das dritte Tor der BSK sorgte Alexander Weber. Nach der Roten Karte von Maier zeigten die Ziemetshauser ihre kämpferischen Eigenschaften. In der 39. Minute jagte Andreas Endres den Ball aus 20 Metern in Richtung Tor, das Spielgerät ging an die Unterkante der Latte und sprang von dort aus hinter die Linie. Nur eine Minute später brachte Benjamin König einen Freistoß in den Gästestrafraum, Stefan Endres stand goldrichtig und netzte per Kopf ein.

Nach einem Foul auf Höhe der Mittellinie sah der Neugablonzer Mittelfeldspieler Agostino Delleira die Ampelkarte (42.).

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Nach der Pause entwickelte sich wieder ein rasantes Spielchen. In der 66. Minute sorgte Nicolas Fendt für den Ausgleich. Sein Treffer hat die Bezeichnung Traumtor durchaus verdient. Der Offensivspieler setzte sich auf der rechten Außenbahn durch und schlenzte den Ball von der Strafraumecke ins lange Eck. Nach einem Konter vergab Andreas Fendt völlig freistehend vor Torwart Staroweit (81.). Doch in der 85. Minute machte Endres es besser. Nach einem herrlichen Spielzug traf der Stürmer aus kurzer Distanz zur erstmaligen Führung. Der Sieg? Nein, denn nach einem Eckball in der 88. Minute traf der Neugablonzer Innenverteidiger Markus Scholl per Kopf zum insgesamt gerechten Ausgleich.

TSV Ziemetshausen Leisenberger, A. Endres (89. Hafner), F. Klimm, Hillenbrand, S. Endres (50. Miller), Fendt, M. Klimm, Pietsch, Greiner, König 92. Reiter), Maier

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