Spiel der Woche

17.10.2016

Günzburg atmet kräftig durch

Es schadete dem Niveau der Partie, dass beide Mannschaften auf jede Menge Akteure verzichten mussten. Günzburg wird demnächst auch Andreas Müller (hier am Ball) ersetzen müssen, denn er sah in der Nachspielzeit die Rote Karte.
Bild: Ernst Mayer

Trotz einiger Absenzen feiert der Fußball-Kreisligist einen Heimerfolg. Für die viel zu harmlos auftretenden Wiesenbacher dagegen brechen wohl schwere Zeiten an

Der FC Günzburg bleibt auf dem Weg nach oben – die SpVgg Wiesenbach dürfte bis auf Weiteres im Tabellenkeller der Kreisliga West festhängen. Das sind die beiden Resultate aus einem 2:1-Sieg der Günzburger in einem mehr als mäßigen Fußballspiel, das am Samstag vor gut 150 Zuschauern im Günzburger Auwaldstadion lief.

Beide Mannschaften traten verletzungsbedingt arg gerupft an. Florian Liebknecht, Fabian Ortlieb, Andreas Buchta, Niki Hab, Ronny Miess – all diese Namen suchte man vergebens in der Aufstellung der Kreisstädter und wird es wohl auch noch länger tun. Auffüllen muss Trainer Marco Chessa diese Lücken mit Spielern der zweiten Mannschaft und der A-Jugend. Ähnliches gilt für die SpVgg. Nun noch ein tückisch schlüpfriger Rasen – und schon sind alle Komponenten für ein dürftiges Fußballspiel beisammen.

Dazu entwickelte sich die Sache im Auwald, wo sich die Gastgeber von Beginn an zwar bemühten, gegen die sehr tief stehenden Gäste jedoch lange Zeit kein Mittel fanden. Wiesenbach agierte ausschließlich mit langen Bällen aus der Abwehr heraus. Aber die Kick-and-rush-Methode führte zu keinerlei Gefahr vor dem Kasten des FC Günzburg.

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Die Heimelf lieferte in den ersten 45 Minuten sicher die schlechteste Leistung der bisherigen Runde ab und konnte nie zu einem kontrollierten Aufbau finden. Erst in den zweiten 45 Minuten wurde die Partie ansehnlicher. Gleich hatten die FCG-Anhänger den Torschrei auf den Lippen, als Maximilian Lamatsch nach einem herrlichen Solo den frei stehenden Erhan Celepci bediente, der jedoch kläglich vergab (47.). 20 Minuten später machte es derselbe Spieler besser. Ein langer Ball von Andreas Nerdinger erreichte Lukas Hab, der kurz vor dem Torwart schön auf Celepci querlegte und der vollendete diesmal zur Führung.

Danach tat Günzburg nicht mehr als notwendig und bestrafte sich damit beinahe selbst. Denn als eine Viertelstunde vor Schluss ein harmloser Einwurf der Gäste für Uneinigkeit in der Günzburger Abwehr sorgte, nutzte Thomas Gornig den Blackout zum überraschenden Ausgleich.

Günzburg zog nun noch einmal das Tempo an, wurde wieder feldüberlegen und belohnte sich drei Minuten vor Schluss. Pascal Sahlmen spielte sich über rechts durch, flankte nach innen, wo Nerdinger mit seiner Abnahme zunächst am Gästekeeper scheiterte. Den Abpraller verwertete Lamatsch dann abgeklärt zum Siegtreffer.

In den letzten Minuten der Partie stand der ansonsten gut leitende Unparteiische im Fokus. Erst zeigte Marco Röthlein dem Wiesenbacher Andreas Heininger Gelb-Rot (89.), dann zückte er zum allgemeinen Unverständnis noch blank Rot gegen den Günzburger Andreas Müller (90.+3).

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