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Fußball

13.09.2019

Wieder drei Punkte für den Primus?

Am 21. April 2018 hat der TSV Ziemetshausen zum bisher letzten Mal ein Liga-Spiel verloren. In der laufenden Runde konnte Abteilungsleiter Georg Stötter bereits sieben Dreier anzeigen – einer davon gelang in Wiesenbach.
Bild: Ernst Mayer

Der TSV Ziemetshausen ist bisher einsame Spitze in der Kreisliga West. Schafft’s jetzt ein Aufsteiger, den Seriensieger zu stoppen? Ellzee erwartet Offingen zum Wegweiser-Duell

30 Mal hat’s am vergangenen Sonntag in den sieben Spielen der Fußball-Kreisliga West geklingelt. Sicher nicht alltäglich. Die Ergebnisse haben jedenfalls dafür gesorgt, dass die Teams in der Tabelle noch näher zusammengerückt sind. Bis auf zwei Ausnahmen – ganz oben und ganz unten. Während nämlich Spitzenreiter TSV Ziemetshausen von Sieg zu Sieg eilt, reiht sich beim Träger der roten Laterne, dem SSV Neumünster-Unterschöneberg aus dem Landkreis Augsburg, Niederlage an Niederlage. Keinen einzigen Punkt hat der SSV bisher zuwege gebracht und am Sonntag kommt sicher auch keiner dazu. Da hat das Team spielfrei.

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Dagegen unternimmt mit Türk GB Günzburg ein weiterer Verein einen Versuch, die Siegesserie des Tabellenführers und Meisterschaftsfavoriten TSV Ziemetshausen zu stoppen. Ob es dem Aufsteiger gelingt? Jedenfalls haben sich die Günzburger bestens in der Kreisliga eingelebt. Sie belegen nach acht Spieltagen den sehr guten siebten Tabellenplatz und sind seit vier Spieltagen ohne Niederlage. Zwar waren die Gegner nicht unbedingt übermächtig, aber auch gegen Neumünster und vor allem gegen Großkötz muss man erst gewinnen.

Nun taucht im Auwald ein scheinbar übermächtiges Team auf. In der Saison 2017/18 hat Ziemetshausen zum letzten Mal ein Liga-Spiel verloren. Damals kickte man noch in der Bezirksliga. Und dorthin will die Truppe von Christian Jaut so schnell wie möglich wieder hin.

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Ganz oben auf der Liste der interessanten Partien steht diesmal auch das Süd-Derby SV Mindelzell gegen SpVgg Wiesenbach. Bei den Zellern liegen Licht und Schatten bisher dicht beisammen. Guten Leistungen und überraschenden Punktgewinnen stehen weniger prickelnde Tage gegenüber. Nach der klaren Niederlage in Thannhausen sollte nun wieder gepunktet werden, um nicht in untere Regionen abzusacken.

Wiesenbach dürfte da einiges dagegen haben. Die Schwarzbächler erleben zur Zeit ein Deja Vu. Denn im vergangenen Jahr, genau zur selben Zeit, warf der damalige Trainer Andreas Hofmann in Wiesenbach überraschend das Handtuch. Und nun hat ebenso überraschend Stefan Walke sein Arbeitsverhältnis mit der SpVgg beendet. Wieder übernehmen Thomas Gornig und Christoph Schiller die sportliche Leitung. Das hat 2018 hervorragend geklappt. Mit dem 4:0 Sieg gegen Offingen hat die SpVgg damals sportlich die richtige Antwort gegeben. Nun will man nachlegen.

Nachlegen möchte auch die TSG Thannhausen. Der Bezirksliga-Absteiger scheint langsam, aber sicher in Fahrt zu kommen. Das 3:0 gegen Mindelzell macht jedenfalls Mut. Nun haben die TSG-Spieler ein weiteres Heimspiel gegen die SSV Glött vor Augen. Im heimischen Mindelstadion ist man in dieser Saison noch ungeschlagen und lieferte auch immer gute Leistungen ab. Glött hingegen ist auswärts eher schwach (lediglich ein Punkt konnte bislang erkämpft werden) und könnte der richtige Gegner sein, um eine Serie an der Mindel zu starten.

Zwei spannende Duelle stehen im Günztal an. Die SpVgg Ellzee, arg gerupft nach der 0:5-Pleite bei Spitzenreiter TSV Ziemetshausen, trifft auf den TSV Offingen, der beim 0:4 gegen Wiesenbach seinen Fans auch nicht gerade das Gelbe vom Ei präsentierte. Beide Teams dürften auf Wiedergutmachung aus sein, was auf eine interessante Partie in Wattenweiler hoffen lässt.

Ein paar Kilometer weiter nördlich kreuzen sich die Wege des FC Grün-Weiß Ichenhausen und des VfL Großkötz. Grün-Weiß kann mit bisher neun Punkten zufrieden in die Zukunft blicken, wohingegen der letztjährige Aufsteiger aus Großkötz in der zweiten Saison zu kämpfen hat. Trainer Gerd Wiedemann jedenfalls weiß, dass sich der VfL personell absolut nicht mit der Masse des Kreisligisten messen kann. Wohl auch nicht mit dem Aufsteiger-Team aus Ichenhausen. Kötz wird also versuchen, sein Heil in Kampfkraft und Leidenschaft zu suchen. Grün-Weiß ist eher für die technisch feine Klinge bekannt. Eine spannende Konstellation.

Ähnlich wie den Kötzern geht es der SG Reisensburg-Leinheim in dieser Saison. Abgänge, Ausfälle, Verletzungen – alles nicht optimal. Trotzdemstecken sie an der Donau den Kopf nicht in den Sand. „So wie es ist, ist es eben – da müssen wir durch“, sagt Sportchef Philipp Schmid. Er sieht in jedem Fall genug Potenzial in der Truppe von Trainer Uli Bunk, um nicht allzu tief in den Abstiegsstrudel zu rutschen. Dazu kämen Punkte gegen den FC Lauingen gerade recht. Die Lauinger haben sich soeben mit einem mühevollen Sieg gegen Ichenhausen etwas Luft im Abstiegskampf verschafft und dürften mit breiter Brust in Reisensburg antreten. Kampf und Leidenschaft ist also auch von der SG gefordert.

Und der VfR Jettingen? Die Mannschaft des früheren Bundesligaspielers Sven Müller sieht sich plötzlich in der Rolle als Verfolger Nummer eins von Spitzenreiter Ziemetshausen. Mit einem 3:0 in Kötz hievte sich das Team auf den Relegationsplatz. Dass es nicht nur eine Momentaufnahme bleibt, dafür müsste nun ein Sieg über die U23 des Landesliga-Spitzenreiters FC Gundelfingen her. Doch das wird nicht einfach, schielen doch auch die Gundelfinger in dieser Saison auf einen Platz ganz oben in der Tabelle.

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