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Polizei

13.12.2018

Brand bricht in Kinderheim aus

In einer Einrichtung in Herretshofen hat ein Wäschekorb Feuer gefangen. Verletzt wurde niemand. Die Kripo ermittelt zur Brandursache

In einem Kinder- und Jugendheim im Kirchhaslacher Ortsteil Herretshofen ist es am späten Dienstagabend zu einem Brand gekommen. Verletzt wurde niemand. Eine Person musste wegen einer möglichen Rauchgasvergiftung untersucht werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf mehrere tausend Euro.

Allem Anschein nach begann ein Wäschekorb an einer Heizung in einem der Kinderzimmer zu brennen, teilte die Polizei mit. Daraufhin entwickelte sich ein Feuer im Zimmer, was zur starken Verrußung führte. Die genaue Brandursache muss noch geklärt werden, die Kriminalpolizei Memmingen hat die Ermittlungen übernommen. Wegen des Zimmerbrands waren mehrere Polizeistreifen, Kräfte der Feuerwehr und der Rettungsdienst im Einsatz.

Einrichtungsleiter Heinz Kiechle sagt: „Wir sind sehr erleichtert, dass alles so glimpflich ausgegangen ist. Das haben wir vor allem dem umsichtigen und professionellen Handeln unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken.“ Nach Angaben des Dominikus-Ringeisen-Werks (DRW), das Träger der Einrichtung ist, meldete ein 15-jähriger Bewohner gegen 22.30 Uhr den Brand des Wäschekorbes in seinem Zimmer. Die diensthabende Erzieherin habe daraufhin das gesamte Gebäude evakuiert, in dem sich weitere sieben Kinder befanden, und die Feuerwehr alarmiert.

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Die Einsatzkräfte fuhren zu dem Kinderheim an der Rechbergstraße. Laut DRW mussten sie die Eingangstür aufbrechen, um ins Innere des Gebäudes zu gelangen. Danach brachte die Feuerwehr den Zimmerbrand rasch unter Kontrolle.

Die Kinder und Jugendlichen wurden wegen der Rauchentwicklung bei verschiedenen Erziehern in der Umgebung des Kinderheims untergebracht und am Mittwochmorgen in ihre jeweiligen Schulen gebracht, so das DRW. Mit Ausnahme des betroffenen Raumes können die Kinder ihre Zimmer heute wieder benutzen. „Eltern, Sorgeberechtige sowie zuständige Behörden wurden von der Einrichtungsleitung umgehend informiert.“

Das Kinderhaus St. Therese, das ehemals Kinderheim Bentheimer hieß, befindet sich seit 2017 in der Trägerschaft des DRW. Der Stammsitz der kirchlichen Stiftung befindet sich in Ursberg. In dem Wohnheim leben zurzeit acht Jungen und Mädchen im Alter zwischen sieben und 16 Jahren. Es bietet heilpädagogische Unterstützung an, wenn die Kinder und Jugendlichen Probleme im Sozialverhalten haben, an Bindungs- und Beziehungsstörungen leiden oder einen erhöhten Erziehungsbedarf aufweisen. (az)

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