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Landkreis Neu-Ulm

26.04.2020

Corona: Vereine im Landkreis Neu-Ulm sollen Soforthilfe bekommen

Die Sportstätten in der Region sind weiterhin gesperrt. Vereine haben durch die Corona-Krise auch finanzielle Einbußen zu verkraften.
Bild: Karl Aumiller

Plus Während der Corona-Krise haben auch viele Vereine finanzielle Probleme. Was Landrat Thorsten Freudenberger und Bürgermeister aus dem Landkreis dagegen tun wollen.

Während einige Vereine wegen der Coronakrise wenig Einbußen haben, stehen andere vor großen finanziellen Schwierigkeiten. So trifft es vor allem die ehrenamtlichen Organisationen, die regelmäßige Ausgaben haben, derzeit aber keine Einnahmen erzielen. Auch Feste und sonstige Veranstaltungen, die oft wichtige Einnahmequellen sind, fallen derzeit coronabedingt flach. Daher unterbreiten Landrat Thorsten Freudenberger, Neu-Ulms Oberbürgermeister Gerold Noerenberg und die Spitze des Gemeindetages im Landkreis Neu-Um, Bürgermeister Josef Walz und Bürgermeister Erich Winkler, nun einen Vorschlag, um den betroffenen Vereinen und Institutionen schnell und unbürokratisch zu helfen. Sie alle gehören der erweiterten Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) an, die sich täglich mit den aktuellen Herausforderungen der Corona-Krise beschäftigt.

Corona-Soforthilfe für Vereine: So soll sie funktionieren

So wird Landrat Freudenberger dem Kreistag vorschlagen, kurzfristig einen Euro pro Einwohner zur Verfügung zu stellen. Die Kommunen werden darum gebeten, um jeweils einen Euro aufzustocken, sodass im Landkreis insgesamt rund 350.000 Euro als Soforthilfe für Vereine zur Verfügung stehen. Die Gelder sollen dann auf einfachen Antrag hin in den Städten und Gemeinden an die Organisationen verteilt werden, die krisenbedingte Schwierigkeiten haben.

Landrat und Bürgermeister wollen "wenigstens die größten Probleme abfedern"

Landrat Freudenberger, OB Noerenberg und Gemeindetagschef Walz sind sich einig: „Unsere ehrenamtlich geführten Vereine sind unser gesellschaftliches Rückgrat. Sie nun zu stützen und nicht im Stich zu lassen, ist uns sehr wichtig. Daher die kurzfristige Finanzspritze, um wenigstens die größten Probleme abzufedern.“

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Auch die Vereinspauschale soll verdoppelt werden

Bürgermeister Erich Winkler, der Stellvertreter von Josef Walz im Gemeindetag ist, begrüßt das Vorgehen und freut sich überdies in seiner Funktion als Kreisvorsitzender des BLSV (Bayerischen Landessport-Verbandes) über die Verdoppelung der Vereinspauschale, die Ministerpräsident Söder angekündigt hat. Dies bedeutet für 88 Sport- und Schützenvereine im Landkreis Neu-Ulm ein Plus von etwa 285.500 Euro (Stand 2019) in diesem Jahr. Diese Verdoppelung, kombiniert mit der kommunalen Soforthilfe von Landkreis und Kommunen, ist ein wirksames Mittel, um bedürftigen Vereinen aus allen Bereichen ohne komplizierte Verwaltungsverfahren unter die Arme zu greifen. Auch der Chef des DOSB, Alfons Hörmann, hatte Hilfen für den Sport gefordert: DOSB-Chef Hörmann mahnt Hilfe für den Sport an

Landrat, OB und Gemeindetag werben dafür, die Soforthilfe nun schnellstmöglich in die politischen Gremien einzubringen, sodass zeitnah eine Auszahlung der Mittel erfolgen kann. (az)

Wie der Sport in der Region mit dem Thema Corona umgeht, lesen Sie hier:

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