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Die Illertisser SPD macht sich interessant

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Kommentar Von Jens Carsten
05.03.2018

Auch wenn es der ganz große Wurf nicht geworden ist: Einen Teilerfolg kann die Illertisser SPD bei ihrem Kampf für sozialen Wohnraum durchaus verbuchen

Auch wenn es der ganz große Wurf nicht geworden ist: Einen Teilerfolg kann die Illertisser SPD bei ihrem Kampf für sozialen Wohnraum durchaus verbuchen. Ihr Anliegen, bei Neubaugebieten einen festen Prozentsatz für Sozialwohnungen zu reservieren, hat im Stadtrat zwar keine Mehrheit gefunden. Aber immerhin gab es ein Bekenntnis, dass man hier in Illertissen noch mehr tun will. Die SPD hat das Thema ins Gespräch gebracht. Und aus Sicht der Parteimitglieder vielleicht noch wichtiger: auch sich selbst. Damit könnte man im anstehenden Landtagswahlkampf am hiesigen Infostand punkten.

Auch solche kleinen Erfolgserlebnisse hat die SPD bitter nötig. Nach dem miesen Ergebnis der Bundestagswahl mussten die Genossen eine ernüchternde Bilanz ziehen: Die Ziele der Partei hätten Bürgern nicht deutlich genug gemacht werden können. In vielen Ortsvereinen war die Frustration zu spüren gewesen, der in Illertissen war keine Ausnahme. Der Ruf nach einer schärferen Profilierung wurde laut – und es gab eine deutliche ablehnende Haltung gegenüber einer erneuten Großen Koalition. Man schrieb sogar einen Brief an den damaligen Parteivorsitzenden Martin Schulz. „No-Groko“, lautete die Botschaft aus Illertissen. Für die Mitglieder, die bis heute bei dieser Haltung geblieben sind, heißt es nun aber: Mund abwischen und weitermachen. Das will man auch tun. Ohne Groll oder Enttäuschung blickt der Ortsvereinsvorsitzende Kasim Kocakaplan auf das bundesweite Abstimmungsergebnis Pro-Groko. Man werde die Partei und ihre Politik im anstehenden Landtagswahlkampf vor Ort engagiert vertreten. Und hoffe, so ins Bewusstsein der Wähler zurückzukehren. Ein Schritt in diese Richtung ist der Einsatz für mehr sozialen Wohnraum in Illertissen: Damit ist die SPD auf die lokale politische Bühne getreten. Es dürfte spannend sein, ob sie es schafft, dort thematisch weiter eine Hauptrolle zu spielen. Dann könnte das Illertisser Beispiel Schule machen.

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