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Landkreis

11.01.2020

Die Linke will mindestens drei Sitze im Kreistag

Die Linke nominiert 29 Kandidaten für den Kreistag. Unser Bild zeigt (von links): Milos Ferber, Heike Benz, Xaver Merk, Karl-Martin Wöhner und Elmar Heim.
Foto: Angela Häusler

29 Kandidaten sind nominiert. Darunter ein parteiloser Neu-Ulmer Bürgermeisterkandidat. Auch für den Illertisser Stadtrat wird eine Liste verabschiedet.

Auf mindestens drei Sitze im Kreistag und damit auf Fraktionsstärke hofft die Partei Die Linke für die Kreistagswahlen am 15. März. Am Donnerstag hat sie eine Liste mit 29 Kandidaten vorgestellt.

Angeführt wird sie vom früheren Landessprecher und jetzigen Vorsitzenden des Linken-Kreisverbands Allgäu, Xaver Merk. Der Sendener kandidiert auf Platz 1, vor dem Neu-Ulmer Bürgermeisterkandidaten Karl-Martin Wöhner, der die Chance genutzt hat, ohne Parteizugehörigkeit auf der Liste zu kandidieren. „Dass sie für Nichtmitglieder offen ist, kam mir zugute“, sagte Wöhner bei der Bekanntgabe der Liste am Donnerstag. Auf Platz 3 steht Heike Benz aus Buch, stellvertretende Vorsitzende des Ortsverbands Illertissen. Der jüngste Kandidat ist der 21-Jährige Milos Ferber. „Ich spüre auch in Neu-Ulm eine wachsende soziale Kälte. Dagegen möchte ich was tun“, berichtete er über seine Kandidatur (Platz 25).

Die Linke in Neu-Ulm: Wohnorte der Kandidaten über den ganzen Landkreis verteilt

Die Wohnorte der Kandidaten sind über den ganzen Landkreis verteilt. Aus Neu-Ulm und Senden stammen jeweils sieben Kandidaten, der Süden des Landkreises ist mit vier Anwärtern aus Illertissen sowie zwei Kandidaten aus Altenstadt vertreten. Auf der Liste steht mit Brigitte Tina außerdem eine Sendenerin, die auch für einen Stadtratsposten kandidiert – allerdings für eine andere Vereinigung, nämlich für „Gemeinsam für Senden – Senden gestalten“.

Die 29 Kreistags-Kandidaten werden auf dem Wahlzettel mehrfach auftauchen, sodass am Ende alle 70 Listenplätze besetzt sind. „Wir sind stolz auf unsere Liste“, sagte Merk. Froh ist der 66-Jährige aber auch darüber, dass die Linke nun ganz ohne Unterschriften-Aktion zur Wahl antreten kann. Schließlich hatte sie zuletzt vor sechs Jahren versucht, mitzumachen, aber mangels einer ausreichenden Zahl an Unterstützer-Unterschriften bei der Kommunalwahl nicht antreten dürfen. Diese Vorschrift fällt nun weg. „Wir sind froh, dass es jetzt so geht“, sagte Merk.

Partei will Nahverkehr verbessern

Für die Arbeit im Kreistag haben sich die Kandidaten einiges vorgenommen. Zu Schwerpunkten zählt, die Folgen der Nuxit-Debatte zu überwinden. „Das hat im Kreis Gräben hinterlassen, die wieder zugeschüttet werden müssen“, sagte Merk. Auch die Krankenhäuser beschäftigen die Linken-Vertreter. Diesbezügliche Entscheidungsprozesse müssten transparenter ablaufen, fordert Merk: „Da wird viel zu viel nicht öffentlich entschieden, dabei ist das einer der größten Finanzposten.“

Verbesserungen brauche auch der Nahverkehr. So sei nicht einzusehen, warum eine Fahrt von Senden nach Ulm sieben Euro koste: „Das können sich auf Dauer viele nicht leisten“, sagte Merk dazu. In anderen Regionen würden Fahrgäste etwa mit günstigen Jahrestickets unterstützt – und zwar auch überörtlich. Dringend notwendig sei es außerdem, sich dem sozial gerechten Wohnen zu widmen. Der Druck auf den Wohnungsmarkt werde immer mehr steigen, und bezüglich des sozialen Wohnungsbaus brauche es eine Koordinierung von Maßnahmen im Landratsamt. Zumal die Region auch genügend Wohnungen für Studenten vorhalten müsse.

Die Listen der Linken:

  • Kreistag: Xaver Merk, Karl-Martin Wöhner, Heike Benz, Sylvia Mang, Stefan Hanebeck, Maria Wöhner-Hammerschmidt, Didi Österle, Monika Blaschke, Hans Peter Janßen, Andrea Aigner, Manfred Mückstein, Dagmar Saiger, Elmar Heim, Carla Janßen, Turap Özaslan, Nadja Seel, Herbert Appel, Brigitte Tina, Karl Heinz Becker, Andreas Mattner, Peter Wild, Olaf Daum, Daniel Röhrer, Lucas Jahn, Milos Ferber, Manuel Mahle, Johannes Zakouril, Christian Merk und Karl-Heinz Wozniak.
  • Stadtrat Illertissen: Sylvia Mang, Daniel Röhrer, Nadja Seel, Karl-Heinz Wozniak und Heinfried Mauderer.

Einen Bericht zum Neujahrsempfang der Kreis-SPD lesen Sie hier: Bei diesem Empfang klatscht auch die Polit-Konkurrenz

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