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Illertissen

04.04.2017

Elektromobiler Bauhof: Es kann umgerüstet werden

„Benzin“ aus der Steckdose: Der Bauhof in Illertissen wird mit Elektroautos ausgestattet.
Bild: Ulrich Wagner (Symbolfoto)

Mit einer Förderzusagen des Bunds kann das Vorhaben starten. Bis Ende 2018 sollen sechs E-Autos durch die Straßen Illertissens fahren.

Es ist ein einmaliges Projekt im Landkreis Neu-Ulm – dementsprechend groß war die Freude bei Simon Ziegler, dem Klimaschutzbeauftragten der Stadt Illertissen. Im Stadtrat konnte Ziegler die Nachricht verkünden, dass das Bundesumweltministerium das Projekt „CO2-neutraler Bauhof“ finanziell unterstützen wird. Damit kann der Bauhof der Stadt energetisch auf Vordermann gebracht werden. „Einfach genial“, sagte SPD-Fraktionsvorsitzender Andreas Fleischer.

Wie berichtet, soll der Fuhrpark des Bauhofs auf Elektrofahrzeuge umgestellt werden. Den Strom dazu liefert die vorhandene Photovoltaikanlage auf dem Bauhofdach, die erweitert werden soll. Denn bislang besteht der städtische Bauhof ausschließlich aus Diesel- und Benzinfahrzeugen. 35270 Liter Diesel und 6515 Liter Benzin wurden im Jahr 2015 verbraucht. Mit der Umstellung auf Elektrofahrzeuge soll nicht nur der Kraftstoffverbrauch, sondern auch die Erzeugung von umweltschädlichem CO2 reduziert werden. Zum Vorhaben gehört aber auch, den Bauhof mit LED-Leuchten auszustatten und Wasser künftig mit Hilfe der Sonne zu erwärmen.

Um das umzusetzen, muss unter anderem ein Batteriespeichersystem samt nötiger Ladeinfrastruktur installiert werden. Sechs E-Autos und drei Elektrofahrräder sollen angeschafft werden. Ziegler rechnet dabei mit Investitionen von rund 318000 Euro – die allerdings zu 50 Prozent vom Umweltministerium bezuschusst werden. Für die Stadt bleiben also Kosten in Höhe von rund 159000 Euro.

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Nicht bezuschusst werden laut Ziegler die Erweiterung der Photovoltaikanlage und die Umstellung auf LED-Leuchten. Für Letztere gebe es laut Klimaschutzmanager die Möglichkeit, einen Förderantrag bei der Nationalen Klimaschutzinitiative zu beantragen. Dort betrage die Förderquote immerhin 30 Prozent. Allerdings sei für die Maßnahme 2017 ohnehin kein Geld im städtischen Haushalt vorgesehen. Der Förderbescheid soll deshalb abgewartet und die nötige Summe für das Jahr 2018 eingeplant werden.

Umgesetzt werden soll das Projekt „CO2-neutraler Bauhof“ bis zum 31. Oktober 2018. Eine lange Laufzeit, die aber bewusst so gewählt worden sei, so Ziegler. Damit sei ein gewisser Spielraum bei der Anschaffung der Elektrofahrzeuge vorhanden. Gerade in diesem Bereich seien in näherer Zukunft noch einige Neuheiten zu erwarten.

Zeitnah umgesetzt werden soll die Installation des Batteriespeichersystems samt Ladeinfrastruktur. Außerdem könnten die Bauhofmitarbeiter bereits 2017 mit drei E-Autos und drei E-Fahrrädern durch die Straßen fahren. Auch die Umstellung der Warmwasserbereitung sei 2017 geplant. Der Stadtrat stimmte der Umsetzung des Projekts einstimmig zu.

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