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Narrensprung

03.02.2014

Fröhlicher Ausnahmezustand

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Tausende Hästräger, Guggamusiker und Narren haben gestern die Straßen der Ulmer Innenstadt erobert. Auch der Schalmeien-Express Illertal aus Senden haute ordentlich auf die Pauke.

2000 Hästräger machen Ulmer Innenstadt unsicher

Ulm Die Sonne war gerade untergegangen, die Dunkelheit über den Münsterplatz hereingebrochen, als rund 2000 Hästräger und Schaulustige den Narrenbaum aufrichteten. Zunftmeister Georg „Gegge“ Wies grüßte das fröhliche Volk mit den Worten „Zong raus“ und erklärte: „Ein sichtbares Zeichen der Narretei, mit der Stadtgewalt ist es jetzt vorbei!“ Damit gab er gleichzeitig den Auftakt zum Gugga-Monster-Konzert. 700 Musiker aus Deutschland, Liechtenstein und der Schweiz ließen sich die Gelegenheit nicht nehmen und bliesen und trommelten, was ihre Instrumente hergaben. Doch vergebens: Der Versuch des großen Musikspektakels endete in einem lautstarken Chaos. Doch das störte die Musiker kaum. Vielmehr feierten sich die internationalen Teilnehmer selbst bis in die Nacht hinein. Mit dem Narrensprung als Freundschaftstreffen des Alemannischen Narrenrings unterstrich das bunte Volk am Tag darauf seine Vorherrschaft auf den Straßen rund um das Münster.

Tausende Schaulustige verfolgen den bunten Umzug

Insgesamt 88 Kapellen, Zünfte und Vereine zogen durch die Stadt. Angeführt vom Trommlerkorps D’Landsknecht Mittelbiberbach, bahnten sich die Teilnehmer an Tausenden Schaulustigen vorbei ihren Weg durch die Innenstadt. Vom Judenhof zum Kornhaus über die Herrenkellergasse hin zum Münsterplatz führte der traditionelle Gaudiwurm.

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Auch in diesem Jahr schienen sich die teilnehmenden Gruppen gegenseitig übertreffen zu wollen. Bunte Kostüme waren zu sehen, wie die der Ulmer Gloggabender oder die tierischen Verkleidungen der Affenfamilie aus Ankenreute, die vom Festwagen herunter mit ihrem Ruf „D’Affa S’schteiget – s’ wird schee Wetter“ grüßten. „Volles Horn“ und „hau drauf“ hieß es für die 36 Kapellen: Festlich und feierlich, wie mit dem Fanfarenzug St. Florian aus Ravensburg, oder modern und voller Spielfreude, wie bei den Musikern der Lumpenkapelle Berg.

Dabei feierte die Narrenzunft in der fünften Jahreszeit ihren 22. Geburtstag. Und bis zum Aschermittwoch stehen noch zahlreiche Termine im Kalender der Hästräger. Am Freitag, 7. Februar, ab 17 Uhr treffen sich verkleidete Faschingsfreunde zum Eislaufen in Neu-Ulm. Mit dem Sturm auf das Rathaus übernehmen dann am Gumpigen Donnerstag die Narren die Macht.

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