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Illertissen

27.11.2020

Gebaut von Azubis: Illertissen hat jetzt einen Öko-Garten-Turm

Der neue Öko-Garten-Turm auf der Jungviehweide.
Foto: Baufritz

Plus Azubis eines Unterallgäuer Bauunternehmens haben einen Aussichtsturm auf der Jungviehweide in Illertissen gebaut. Nun ist Geduld gefragt.

Ein Aussichtsturm ragt nun auf der Illertisser Jungviehweide in die Höhe, sein Name: Öko-Garten-Turm. Fertig ist er, auch Aufmerksamkeit erregt er schon. Doch bis Besucher das acht Meter hohe Bauwerk besichtigen können, dauert es noch.

Die Eröffnung wird erst im Sommer stattfinden. Das Projekt habe „ein Fest für alle Sinne“ verdient, findet Thea Zedelmeier, Vorsitzende der Förderer der Gartenkultur. Und ein solches sei heuer wegen der Corona-Maßnahmen leider nicht möglich gewesen.

Geplant und gebaut haben den Turm Nachwuchskräfte des Unternehmens Baufritz, das seinen Sitz im Unterallgäuer Erkheim hat. Genauer: dessen Azubi-Firma „Junge Generation“. Die Auszubildenden dürfen kleinere Bauprojekte eigenständig umsetzen – von der Auftragsannahme, über die Planung und Kalkulation bis zur Fertigung und Montage. So sollen sie Erfahrungen sammeln und an den Herausforderungen wachsen, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Wie ist es, der eigene Chef zu sein? Wie handelt man vorausschauend, wirtschaftlich und verantwortungsvoll? Die Ausbilder stehen den Nachwuchskräften dabei zur Seite.

Das Motto lautet Perspektivenwechsel

In Illertissen setzte die Azubi-Firma ihr bisher größtes Projekt in die Tat um. Gedanken zum Thema Bauen für die Zukunft und der Wunsch der Förderer der Gartenkultur, einen Aussichtspunkt auf dem Museumsgelände zu errichten, lieferten die Idee für den Öko-Garten-Turm. Die auszubildenden Bauzeichner kümmerten sich um Entwürfe, Industriekauf-Azubis beschäftigten sich mit der Innengestaltung und erstellten Schautafeln. Nach der Materialbestellung montierten die Zimmerer und Spengler den Turm. Die Bauzeit betrug acht Wochen.

Hermann Schädle, Ausbilder der Zimmerer, ist stolz. „Das Projekt ist nicht nur schön anzuschauen, sondern bietet auch etwas zum Nachdenken“, findet er. Thea Zedelmeier lobt die Zusammenarbeit: „Es hat richtig Spaß gemacht zu sehen, wie innovativ die jungen Menschen arbeiten.“ Sie wünsche sich mehr Firmen, die ihren Auszubildenden so viel zutrauen.

Nach seiner Eröffnung soll der Turm einen Perspektivwechsel ermöglichen. Von Stockwerk zu Stockwerk werden Schautafeln über Umweltverschmutzung und deren Auswirkungen informieren, kündigt das Bauunternehmen an. Oben angelangt, könnten die Besucher mit Blick über die Museumsgärten darüber nachdenken – vielleicht auch umdenken.

Laut Zedelmeier gibt es einen Bezug zur Aktion „Entsteint euch“. Diese wandte sich gegen Steinwüsten in Privatgärten und warb für eine Vielfalt an Pflanzen und Tieren. Die Aussichtsplattform bietet einen Rundum-Blick auf Gartenanlagen, Bäume und Büsche. Im Frühjahr soll das Umfeld des Öko-Garten-Turms noch entsprechend gestaltet werden, so Zedelmeier.

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