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Illertissen

23.11.2017

Illertissen will Läufern Beine machen – und etwas auf die Ohren geben

Illertissen könnte eine Laufveranstaltung mit Festivalatmosphäre bekommen: Im kommenden Jahr feiert „Run-Bike-Rock“ Premiere.
Bild: Dominik Berchtold

Mit „Run-Bike-Rock“ soll im kommenden Jahr ein großes Sportfestival zum ersten Mal stattfinden. Das könnte in der Vöhlinstadt zur Tradition werden. Was vorgesehen ist.

Erst rennen und radeln, dann rocken: Darum geht es, knapp zusammengefasst, bei der Veranstaltung „Run-Bike-Rock“. Sie soll im kommenden Jahr zum ersten Mal in Illertissen stattfinden und Hunderte Sportler anlocken. Veranstalter ist der Rotary-Club Illertissen-Iller-Günz, der damit Geld für soziale Projekte und für die Jugendarbeit hiesiger Vereine sammeln will. Die Chancen, dass das gelingt, stehen gut, sagt Ansgar Batzner, der die Mischung aus Lauf, Radrennen und Konzert als begeisterter Sportler gemeinsam mit mehreren Gleichgesinnten organisiert: „So etwas gibt es in ganz Deutschland nicht.“ Stattfinden soll „Run-Bike-Rock“ am Samstag, 9. Juni, 2018. Das bedeutet: nach den Pfingstferien und vor der Fußball-Weltmeisterschaft. Und damit zu einem nahezu perfekten Zeitpunkt, wie Batzner sagt. Da sei es nicht mehr kalt aber auch noch nicht zu heiß. Wer dabei sein will, kann sich demnächst anmelden: Eine Website geht am Freitag, 1. Dezember, in Betrieb. Hier ein Überblick.

Idee: Was sportlichen Ehrgeiz angeht, hat die Vöhlinstadt Tradition: Alteingesessene erinnern sich etwa an den Senator-Forster-Lauf, der ab den 1970ern ausgetragen wurde. „Irgendwann ist das eingeschlafen“, sagt Batzner. Geht es nach ihm, soll der Brauch wiederbelebt werden. Immerhin seien die Stadt und ihre Umgebung sportbegeistert. Dementsprechend selbstbewusst ist das Motto gewählt: „Da läuft was“, lautet es. Das soll für das ganze Programm gelten.

Disziplinen: Geboten wird so manches, was das Sportlerherz begehrt: Gelaufen wird über drei, fünf und zehn Kilometer und über die Halbmarathon-Distanz (21,1 Kilometer). Die Radfahrer absolvieren 50 Kilometer, die Duathlon-Teilnehmer radeln 50 Kilometer und laufen dann zehn. Außerdem gibt es Nordic Walking (fünf und zehn Kilometer) und Radrundfahrten für Familien (25 und 50 Kilometer). Gestartet wird zwischen 9.30 Uhr (Halbmarathon) und 11.30 Uhr (Familienradeln) auf dem Marktplatz. Dort befindet sich auch das Ziel, wo ab 13.30 Uhr die Sieger geehrt werden.

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„Schöne Strecken“ wolle man anbieten, sagt Batzner. Die kleinen führen durch Illertissen, die größeren Richtung Altenstadt. Nur wenige Höhenmeter seien zu bewältigen: „Das wird ein schneller Lauf.“

Organisation: Vor etwa fünf Monaten haben die Vorbereitungen begonnen, momentan laufen sie auf Hochtouren. Denn es gibt viel zu tun, schließlich soll „Run-Bike-Rock“ eine große Veranstaltung werden. Geht es nach Batzner, sollen mindestens 1000 Sportler teilnehmen. „Über 1500 würden wir uns auch freuen.“ An vieles muss gedacht werden: Sponsoren und Helfer wollen gewonnen, die Laufstrecken abgesteckt und Versicherungsfragen geklärt werden. Zusammen mit Batzner sind engagierte Planer im Team, dazu gehören Andreas Lazarek vom Hospiz, Max Oberdorfer (Berg- und Radfreunde), Irene Drescher vom TSV Illertissen, Klaus Butterhof von der Feuerwehr, Thomas Ertle (Deutscher Alpenverein) und Wilfried Hiebl vom Roten Kreuz – unter ihnen sind passionierte Sportler und ehemalige Triathleten. Die geteilte sportliche Leidenschaft zeige sich nun am gemeinsamen Engagement, freut sich Batzner. Der Lauf werde auch den Zusammenhalt der Vereine in Illertissen stärken, glaubt er.

Preise: Moderat wollen die Organisatoren die Gebühren gestalten: Elf Euro soll die Teilnahme am Zehn-Kilometer-Lauf für Frühbucher (bis 31. März) kosten, danach 13 und kurz vor der Veranstaltung dann 15 Euro. Der Halbmarathon kostet 15, 18 und 24 Euro. Inbegriffen sind Verpflegung und der Eintritt zum Rockkonzert abends. Zudem gibt es für die Sportler entweder freien Eintritt in das Freizeitbad Nautilla (am Lauf-Wochenende) oder ein Freigetränk bei der Musikveranstaltung. Die Preise seien niedrig gehalten, betont Batzner: Andere Läufe seien wesentlich teurer. Und zudem selten für einen guten Zweck. Die Rotarier wollen die Gewinne aus der Veranstaltung voll und ganz spenden. Batzner ist guter Dinge, dass eine stattliche Summe zusammenkommen könnte. Immerhin haben schon über 20 Sponsoren zugesagt, den Lauf mit Geld oder Gütern zu unterstützen. „Eine fantastische Resonanz“, sagt Batzner.

Die Gebühren staffeln sich nach Zeiträumen: Bis Ende März sind sie besonders niedrig, danach bis Mitte Mai etwas höher und liegen dann bis Donnerstag, 7. Juni, noch etwas darüber. Nachmeldungen sind am Tag des Laufs bis 90 Minuten vor dem Start möglich, gegen einen Aufpreis von drei Euro.

Zeitmessung: Damit der sportliche Ehrgeiz nicht zu kurz kommt, wollen die Organisatoren die Zeiten der Teilnehmer professionell messen lassen. Einige Tausend Euro koste das zwar, gehöre aber bei solchen Veranstaltungen zum Standard.

Konzert: Tagsüber wird gelaufen, abends gefeiert: Vor (oder in) der Schranne sollen drei Bands aus der Region spielen. Neben Vantablack sind das die Välscher und Scrapheap. Beginn ist um 18.30 Uhr.

Vorbereitung: Einige Wochen vor dem Lauf startet im März ein Vorbereitungsprogramm für Läufer, im Fokus steht die Teilnahme am Halbmarathon. Das Training soll wöchentlich stattfinden. Experten werden es leiten. "Kommentar

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