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Illertissen

22.05.2018

Insolvenz der „Krone“ berührt viele Menschen

In der „Krone“ hat ein Insolvenzverwalter die Geschäfte übernommen.
Bild: Jens Carsten

Auf unserer Facebook-Seite wurde über das Aus des Lokals diskutiert. Und das durchaus kontrovers.

Mit dem Aus des Gasthofs „Krone“ geht in Illertissen ein Stück Gastronomiegeschichte zu Ende: Da sind sich mehrere Leser einig, die auf der Facebook-Seite unserer Zeitung davon erfahren haben. Der Bericht über die Insolvenz des bekannten Lokals hat Tausende Menschen erreicht. Sie wurde durchaus kontrovers diskutiert.

So schilderte eine Frau ihre Enttäuschung nach dem Besuch des Gasthofs: Es sei viel schief gelaufen, die Rechnung für drei Personen dann mit über 100 Euro ziemlich hoch ausgefallen. Sie könne daher verstehen, dass das Lokal „nicht mehr so ,in’ war“. Eine Leserin stimmt zu: Spezielle Gäste seien „hofiert“ worden, andere einfach „abgehakt“. Eine dritte Frau notiert dazu: „Ja, kein Wunder, so wie dort mit einem gesprochen wurde.“ Eine nähere Erläuterung dazu fehlt.

Bedauern äußert dagegen Robert Neumaier, der Küchenchef des Gasthofs „Hirsch“ in Attenhofen und der Weißenhorner Schlossgaststätte: „Sehr schade für Illertissen“, kommentiert er. „Krone“-Pächter Jürgen Willer habe mit seinem Team lange Zeit Maßstäbe in der Region gesetzt.

Ähnlich sieht das ein weiblicher Stammgast, dem es in der „Krone“ immer gut gefallen und der dort immer gerne gegessen habe. Die von Koch Willer zubereiteten Kutteln seien mit die einzigen gewesen, die sie gemocht habe, so die Frau. Ein Leser schreibt: „Sehr, sehr schade, ein toller Koch, ein tolles Lokal.“ Ein weiterer Nutzer stimmt zu: Er sei in seiner Zeit in Illertissen immer gerne zum Essen in die „Krone“ gegangen. Er kann die von Pächter Willer für die Insolvenz angegebenen Gründe (etwa Personalmangel) nachvollziehen: „Gastro ist ein hartes Pflaster – leider!“ Das liege an der Bürokratie und den Löhnen, so der Mann auf unserer Facebook-Seite. Dazu postet ein Nutzer ein Foto, das offenbar in einer Gaststätte gemacht wurde. Es zeigt eine Tafel, auf der zu lesen ist: „Bitte seien sie nett zu unserer Bedienung! Noch immer sind Kellner schwerer zu bekommen als Gäste.“ (caj)

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