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Landkreis Neu-Ulm
10.09.2021

Neue Betrugsmasche: 21-Jähriger verliert Tausende Euro

Ein Mann aus dem Landkreis Neu-Ulm ist das Opfer einer Betrugsmasche über das Internet geworden.
Foto: Silas Stein/dpa

Ein 21 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Neu-Ulm ist das Opfer von Betrügern geworden. Dabei wollte er eigentlich nur helfen. Jetzt ermittelt die Polizei.

Gleich mehrfach ist ein Mann aus dem Landkreis Neu-Ulm das Opfer eines Betrügers geworden. Die Taten zogen sich über das ganze bisherige Jahr hin und kosteten den 21-Jährigen Tausende Euro.

Begonnen hatte der Betrug, als es im Januar zum Kontakt zwischen dem Opfer und einer unbekannten Frau über die sozialen Medien kam. Kurze Zeit nach dem Erstkontakt mit der Frau wurde der 21-Jährige von einem bisher unbekannten Täter kontaktiert. Dieser gab dem 21-Jährigen gegenüber an, dass er die Frau kenne und sie den Chat in den sozialen Medien gegen ihn verwenden wolle. Um dies zu verhindern, würde er sie persönlich darauf ansprechen.

Wenig später meldete sich der Unbekannte erneut bei dem Opfer: Er sagte ihm, dass er aufgrund des Ansprechens der Frau zusammengeschlagen worden sei und nun im Krankenhaus liege. Daraufhin bat der Mann den 21-Jährigen mehrere Male, ihm einen finanziellen Ausgleich für seine Bemühungen und die erlittenen Folgen zukommen zu lassen. Der 21-Mann glaubte die Geschichte und überwies über mehrere Monate hinweg insgesamt einen unteren fünfstelligen Eurobetrag an die Betrüger. Die Kriminalpolizei Neu-Ulm hat die Ermittlungen aufgenommen.

Lovescamming: Polizei warnt vor der Betrugsmasche im Internet

Die Masche ähnelt dem "Lovescamming", vor dem die Polizei bereits des Öfteren gewarnt hat. Die Angesprochenen werden mit Liebesbekundungen und Aufmerksamkeit überhäuft. Es entsteht im Verlauf der Zeit eine emotionale Abhängigkeit beziehungsweise eine Beziehung zum oder zur Unbekannten – auf einmal kommt ein vermeintlicher Notfall oder eine finanzielle Notlage hinzu. Helfen kann nur das Opfer – mit dem eigenen Geld. Die Opfer trauen sich aufgrund der intimen Details aus der Kommunikation oft nicht, eine Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Die Kripo empfiehlt daher, Namen und Identität von Bekanntschaften online in Suchmaschinen zu überprüfen. Vor allem aber sollten Betroffene niemals Geld an Personen überweisen, die sie nicht kennen oder die sie noch nie gesehen haben. Der Rat der Ermittler: "Brechen Sie den Kontakt ab und zeigen Sie den Fall bei der Polizei an." (AZ)

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