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Plastikflut in Illertissen: Nachhaltiges Leben beginnt im Kleinen

Plastikflut in Illertissen: Nachhaltiges Leben beginnt im Kleinen
Kommentar Von Jens Carsten
28.01.2019

Was kann der Einzelne schon gegen Umweltzerstörung und Ressourcenknappheit tun? Für sich betrachtet, eine ganze Menge!  

Die knapper werdenden Erdölvorkommen sind ein weltweites Problem – genauso wie Klimawandel und Umweltzerstörung: Was kann ein kleines Städtchen wie Illertissen schon dagegen ausrichten? So betrachtet wahrscheinlich nicht viel. Ansatzpunkte gibt es trotzdem: Da ist zunächst mal die Überzeugung, etwas bewirken zu wollen – und die ist in Illertissen durchaus spürbar. Zumindest politisch: Ausgleichsflächen werden verzeichnet, Blumenwiesen angelegt und es gibt bald ein Energiesparfestival. Das sind beachtenswerte Aspekte: Ein Handeln im Kleinen ist die Voraussetzung für einen Wandel im großen Stil. Irgendwo muss der Anfang gemacht werden. Und das sollte er auch (Lesen Sie dazu auch: Verpackungs-Wahnsinn: Wie die Region gegen die Plastikflut kämpft ).

Das zeigt nach der Mittagspause der Blick in den Abfalleimer im Büro. Salatschale, Suppenschüssel, Tragetasche, alles aus Plastik. Und nach einmaliger Benutzung nicht mehr benötigt. Wenn das jeder jeden Tag so machen würde, das Resultat wäre ein riesiger Berg Müll. Sollten wir ein schlechtes Gewissem haben? Wahrscheinlich. Produktion und Entsorgung von Einmal-Verpackungen verbrauchen viele Ressourcen. Ein „weiter so“ wird nicht ewig funktionieren.

Jeder sollte sich diese Frage stellen

Wer daran denkt, sollte sich die Frage stellen, ob er im Alltag nicht etwas anders machen könnte. Mehrweg statt Einweg, zum Beispiel. Das funktioniert auch in der Region: Entsprechende To-Go-Kaffeebecher gibt’s überall im Landkreis, der verpackungsfreie Supermarkt in Weißenhorn macht vor, wie es geht und auch die Aktion plastikfreies Altenstadt verdient Unterstützung. Spätestens zum EU-Verbot müssen sich Anbieter und Käufer von Mitnahmespeisen auf ökologische Alternativen zur Einmal-Plastik-Verpackung einlassen. Der Verbraucher kann schon jetzt aktiv werden: Gleich im Lokal essen, zum Beispiel. Oder prüfen, ob sich eine Speise wirklich nicht auch in die heimische Mehrwegschüssel abfüllen ließe. Das Ganze kommt dann in eine (mitgebrachte) Stofftasche. Je mehr ein nachhaltiger Lebensstil zur Normalität wird, desto größer die Wirkung.

Plastikflut in Illertissen: Nachhaltiges Leben beginnt im Kleinen

Was der verpackungsfreie Supermarkt bietet: Lesen Sie dazu auch: Dieser plastikfreie Markt lockt Kunden aus der ganzen Region an


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