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Ulm

01.07.2016

So bunt wird das Donaufest

Die Farben Europas: Hobbyläufer aus Ulm und Umgebung brachten die von dem serbischen Künstler Dragan Matic gestalteten Flaggen zum Donaufest-Gelände.
Bild: Andreas Brücken

Musik, Kunsthandwerk, Speisen und Getränke: In den kommenden zehn Tagen gibt es an den Ufern in Ulm und Neu-Ulm viel zu erleben.

Da kommen sie – die Farben Europas: Rund 170 Hobbyläufer, Jung und Alt, bringen die erste Fuhre der neuen Donaufest-Fahnen zum Festgelände. Vom Schwarz-Rot-Gold der Bundesrepublik bis zur blau-gelb-roten Trikolore Rumäniens reicht das Spektrum der Farben auf den Stoffbahnen, die den Beginn des alle zwei Jahre stattfindenden Festivals verkünden: Am gestrigen Freitag ist in Ulm und Neu-Ulm die zehnte Ausgabe des Internationalen Donaufestes gestartet.

Riechen, schmecken, sehen, fühlen – die Veranstaltung soll mit allen Sinnen erfahrbar sein, sagt Pressesprecherin Carmen Mark. Das ermöglicht der Markt der Donauländer mit seinen zahlreichen Ständen auf beiden Seiten der Donau: 68 Kunsthandwerker bieten ihre Waren auf der Ulmer Donauwiese und am Neu-Ulmer Jahnufer feil, 38 Gastronomen bereiten Köstlichkeiten und Exotisches aus ihrer Heimat zu.

Neben Cevapcici, Rotwein und hochprozentigem Zwetschgenwasser gibt es in den kommenden zwei Wochen viel zu sehen und zu hören: Das Programm zum Fest umfasst insgesamt 150 Punkte und lädt mit reichlich Tanz, Theater und Musik zu manchem Streifzug durch die kunterbunte Mischung aus Kulturkreisen ein.

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Der Höhepunkt? Carmen Mark atmet hörbar durch. „Den gibt es so eigentlich nicht.“ Denn beim Donaufest stehe wie alle zwei Jahre das Gesamtkonzept im Vordergrund. So biete das Fest die Gelegenheit, mit Menschen aus allen neun Donauländern (neben Deutschland) ins Gespräch zu kommen und in sonst fremde Lebenswelten einzutauchen.

Doch so ganz wie immer ist das Donaufest nicht: Dieses Jahr warten neu gestaltete Stände auf die Besucher. Sie haben mit einer Farbkombination aus Blau und Beige ein einheitliches Aussehen erhalten, sagt Mark. Ausnahmen gebe es trotzdem, etwa bei einem ungarischen Stand, der einer Holzhütte nachempfunden ist.

Kulinarisch habe der Markt der Donauländer wie gewohnt für nahezu jeden Geschmack etwas zu bieten: Fleisch, Fisch, vegane Kost, Slowfood und auch schwäbische Küche, zählt Pressesprecherin Mark auf. Kredenzt wird auch wieder ein Klassiker für hartgesottene Feinschmecker: das ungarische Hahnhoden-Gulasch.

Alle Donauländer werden bei dem Markt vertreten sein, sagt Mark. „Wir versuchen das ausgewogen zu gestalten.“ Auch wenn der Vorsatz sich nicht voll und ganz umsetzen lasse: Je weiter der jeweilige Wohnort von Ulm und Neu-Ulm entfernt, desto weniger Künstler und Köche reisten zum Donaufest an. „Sie tragen ja auch das finanzielle Risiko“, erklärt Mark. Anbieter aus Ungarn, Serbien, Kroatien und Rumänien seien etwas in der Überzahl.

Sie alle hoffen in den kommenden Tagen auf sommerliches Wetter und tausende Besucher, die von Stand zu Stand flanieren – und natürlich stehen bleiben, probieren und kaufen. Geöffnet ist das Fest montags bis donnerstags von 11 bis 23 Uhr, am Wochenende bis 24 Uhr.

Auch wenn Pressesprecherin Mark keine Attraktion hervorheben will – einen Tipp für Donaufest-Gäste hat sie allemal: „Am besten selbst vorbei schauen und sich einen eigenen Höhepunkt heraus picken.“

Über den Köpfen der Besucher werden dann die 660 Fahnen flattern. Die hat dieses Mal der serbische Künstler Dragan Matic gestaltet. Die Idee mit den ineinander übergehenden Länderfarben hat er von dem Kroaten Vladimir Frelih übernommen, der 2014 die Flaggen gestaltete. Die Farbflächen sind diesmal aber in einem Fischgrätmuster angeordnet, das mal streng und kantig, mal eher weich und wellenförmig ist. Damit wolle er zeigen, wie eng die Donauländer miteinander verzahnt sind. Vor allem gehe es ihm aber um eines: „Es soll den Menschen gefallen.“ So wie auch das Donaufest. Auf das freut sich auch Matic.

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