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14.06.2017

Wie es nach den Flugunfällen weitergeht

Ermittlungen dauern an

Die beiden Unfälle auf dem Illertisser Flugplatz am Samstag beschäftigen die Behörden weiter: Wie berichtet, ermittelt die Polizei, um die Ursachen herauszufinden. Die Erkenntnisse werden an mehrere mit dem Luftverkehr betraute, staatliche Einrichtungen gehen. Neben dem Luftamt Südbayern ist auch die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung (BfU) eingebunden.

Rückblick: Zunächst war ein Fallschirmspringer am Samstagvormittag bei der Landung abgedriftet und gestürzt, der Mann zog sich schwere Verletzungen zu. Später missglückte der Start eines Segelflugzeugs, das daraufhin am Boden mit einem anderen zusammenstieß. Verletzt wurde dabei niemand.

Bislang geht der speziell für Luftunfälle geschulte Sachbearbeiter der Illertisser Polizei davon aus, dass dem Fallschirmspringer ein Bedienungsfehler seines Schirms unterlaufen ist. Im zweiten Fall müsse der 89-jährige Pilot des Segelflugzeugs noch vernommen werden, hieß es gestern. Die Ergebnisse wird die Polizei der Staatsanwaltschaft vorlegen. Zudem gehen die Ermittlungsbefunde an mehrere Stellen, die mit dem Luftverkehr befasst sind, sagte Franz Mayr, der Leiter der Illertisser Polizei.

Eine davon ist das Luftamt Südbayern. In der Behörde verwies man auf die BfU in Braunschweig, die grundsätzlich für Flugunfälle zuständig sei. Ob die Untersuchungen einleite, sei jedoch deren Sache.

Dazu wird es wohl nicht kommen, sagte ein Sprecher der BfU gestern. Nach geltender Rechtslage gehörten Fallschirmsprung-Unfälle nicht zum Zuständigkeitsbereich: Letztmalig sei man hier beim Tod des FDP-Politikers Jürgen Möllemann im Jahr 2003 tätig gewesen. Unfälle mit Segelflugzeugen würden nur dann von der BfU untersucht, wenn dabei ein Mensch getötet oder schwer verletzt werde. „Ansonsten hätten wir viel zu tun“, sagte der Sprecher. (caj)

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