Basketball-Bundesliga

11.02.2019

Da kann man nur gratulieren

Gratulation zum nie wirklich gefährdeten Heimsieg und zum insgesamt 300. Spiel in der Basketball-Bundesliga: Der ehemalige Ulmer John Bryant (links) mit dem aktuellen Ulmer Ismet Akpinar.
Bild: Eibner/BEC/Jäger

Ulm liegt in Gießen schnell hinten und hat dann keine Chance mehr. Dabei hält sich John Bryant in seinem Jubiläumsspiel gegen den früheren Verein noch zurück

Wer sich gefragt hat, welche Aussagekraft die teilweise wenig überzeugenden vier Siege gegen die Kellerkinder MBC und Bremerhaven haben, der hat am Samstag eine desillusionierende Antwort bekommen: Nach fast einem Monat hatte es Ratiopharm Ulm in der Basketball-Bundesliga mal wieder mit einer Mittelklasse-Mannschaft zu tun und war im Prinzip chancenlos. Gießen machte am Samstag mit einem 12:0-Lauf zur 29:17-Führung Anfang des zweiten Viertels alles klar und wurde anschließend bis zum 99:90-Endstand von den Ulmern nicht mehr ernsthaft in Verlegenheit gebracht. Deren Trainer Thorsten Leibenath stellte fest: „Dieser erste Run hat uns sehr wehgetan.“ Aber er sagte auch deutlich: „Wir waren einfach nicht gut genug.“

Dabei war es diesmal nicht so, dass John Bryant die Mannschaft seines ehemaligen Vereins mit einer überirdischen Leistung vor unlösbare Probleme gestellt hätte. Der Koloss aus Kalifornien begnügte sich in seinem insgesamt 300. Bundesligaspiel mit 20 Punkten, neun Rebounds und vier direkten Korbvorlagen. Das ist für seine Verhältnisse solide, aber nicht überragend. Viel schlimmer für die Ulmer war die Tatsache, dass sich Ryan Thompson gleich zu Beginn des Spiels bei einem Zusammenprall mit Benjamin Lischka verletzte und in der Folge deutlich gehandicapt war. Javonte Green war früh in Foulproblemen und stand insgesamt nur 17 Minuten auf dem Feld, Patrick Miller spielte mit einer Gesichtsmaske und Isaac Fotu wegen seiner Rückenprobleme einmal mehr gar nicht. Von einer gesundheitlichen Einschränkung bei Ra‘Shaad James ist indes nichts bekannt. Der Neuzugang aus Bonn traf trotzdem nur einen einzigen seiner acht Würfe aus dem Feld.

Wirklich gut waren bei Ulm nur Bogdan Radosavljevic und Dwayne Evans, der mit 25 Punkten und elf Rebounds sogar ein Double-Double ablieferte. Aber am Ende gewann die Mannschaft, die besser verteidigte und besser zusammenspielte. Ein einziger statistischer Wert spricht Bände: Jared Jordan allein stellte auf Gießener Seite 14 Assists zu, die gesamte Ulmer Mannschaft kam auf 16. Vielleicht hätte man es aufseiten der Gäste auch mehr als anderthalb Minuten lang mit Nicolas Bretzel probieren können. Der 19-Jährige hat schließlich am Dienstag gegen NBA-Veteran Alexis Ajinca von Villeurbanne ein Riesenspiel gemacht. Stattdessen stand in Gießen mehr als zwölf Minuten lang der offensiv chronisch harmlose Gavin Schilling auf dem Feld.

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