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Tischtennis

17.12.2020

Ein Duell der Nationalspieler

Der Neu-Ulmer Franzose Emmanuel Lebesson darf sich am Freitag auf ein Duell mit einem Kollegen aus der französischen Nationalmannschaft freuen.
Bild: Willi Baur

Der Neu-Ulmer Franzose Lebesson wird wohl auf Landsmann Gauzy treffen

„Der Papierform nach ist sicher Ochsenhausen der Favorit“, sagt Trainer Dimitrij Mazunov vor dem letzten Vorrunden-Heimspiel seines TTC Neu-Ulm in der Tischtennis-Bundesliga. Der Tabellenzweite aus Oberschwaben kommt am Freitag (18 Uhr) zum Derby in die Pfaffenhofener Sporthalle. Nach dem Gastspiel beim unberechenbaren TTC Fulda-Maberzell am Sonntag (15 Uhr) geht es für die Neu-Ulmer dann in die kurze Weihnachtspause.

Ochsenhausen ist Tabellenzweiter, nach Verlustpunkten gleichauf mit Spitzenreiter Borussia Düsseldorf, Fulda liegt mit 8:12 Zählern nur einen Platz vor den Abstiegsrängen – aber Ranglisten, Bilanzen und Statistiken interessieren Mazunov nur am Rande. „Man muss in dieser Liga in jedem Spiel auf die Minute topfit sein“, beschreibt er seine Philosophie: „Dann hat man auch gegen jeden Gegner seine Chance.“

Auch gegen die TTF Ochsenhausen, die übrigens am Sonntag noch zum absoluten Spitzenspiel in Düsseldorf antreten. Naheliegend ist insofern die Annahme, dass der Ochsenhausener Trainer Yong Fu und sein Team diese Ausgangslage beim aktuellen Tabellenvierten Neu-Ulm nicht vermasseln wollen. „Deshalb nehme ich schon an, dass sie bei uns mit ihrer Bestbesetzung antreten werden“, sagt der TTC-Coach, den mit dem Klub aus Oberschwaben eine lange gemeinsame Vergangenheit als Spieler und später als erfolgreicher Trainer verbindet.

Aber auch „Dima“ Mazunov kann am Wochenende auf seinen kompletten Kader setzen, er konnte zudem zuletzt mit allen Spielern täglich gemeinsam trainieren, vom Chinesen Hao Shuai einmal abgesehen. Durchaus möglich also, dass der Neu-Ulmer Franzose Emmanuel Lebesson in einem attraktiven Derby nicht nur auf seinen Nationalmannschaftskollegen Simon Gauzy treffen wird, sondern auch auf Ochsenhausens nominellen Spitzenmann Hugo Calderano. Der durfte nach seiner anstrengenden China-Tour mit drei hochkarätig besetzten Turnieren zuletzt mehrfach pausieren. Gleichwohl haben die TTF in der Vorrunde bislang eine beeindruckende Serie hingelegt. Lediglich das knappe 2:3 zu Hause gegen Bad Königshofen trübt die Bilanz.

„Schade nur, dass keine Zuschauer zugelassen sind“, bedauert Trainer Mazunov: „Vor allem Tiago und Emmanuel mögen es, wenn die Halle brennt.“ Aber auch ohne Publikum ging es zuletzt gegen Grünwettersbach bergauf für die Neu-Ulmer. „Der Sieg war wichtig für die Köpfe“, hat ihr Trainer festgestellt.

Den mentalen Rückenwind wollen seine Schützlinge unabhängig vom Derby-Ergebnis gegen Ochsenhausen auch in Fulda nutzen. „Wir dürfen diesen Gegner jedoch keinesfalls unterschätzen“, warnt Mazunov: „Gerade zu Hause ist Fulda enorm gefährlich.“ So hat das Trio um den Abwehrhünen Ruwen Filus unter anderem Saarbrücken in Bestbesetzung besiegt. Andererseits stehen Niederlagen gegen mehrere Mittelfeld-Teams zu Buche. „Fulda ist in gewisser Weise eine Wundertüte“, sagt der 49-jährige Russe und rechnet vorsichtig: „Schon mit einem Sieg aus den beiden Spielen wäre es für uns eine sehr gute Vor

runde.“ (pth)

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