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Zehnkampf

25.05.2019

Ein Stabbruch ist bekanntlich kein Beinbruch

Vor einem Jahr konnte Mathias Brugger über den gebrochenen Stab lachen. Er wurde trotzdem Fünfter.
Bild: Imago/Eibner Europa

Vor einem Jahr ist Mathias Brugger dieses Missgeschick in Götzis passiert und jetzt im Training schon wieder

Drei Ulmer im österreichischen Zehnkampf-Mekka Götzis – das gab es noch nie. Mathias Brugger, Tim Nowak und Debütant Manuel Eitel wollen sich am Wochenende in der Weltspitze behaupten und die Normen für die Weltmeisterschaft und die U23-Europameisterschaft abhaken.

Europameister Arthur Abele musste seine Teilnahme aufgrund von Fußbeschwerden absagen. Dass dennoch drei Zehnkämpfer vom SSV Ulm 1846 beim hochkarätigsten Meeting der Welt am Start sind, spricht für die außergewöhnliche Qualität der Trainingsgruppe von Christopher Hallmann. Insgesamt 32 Athleten mit einer Bestleistung von mehr als 8000 Punkten messen sich im Möslestadion.

Als Jüngster des Ulmer Trios kämpft Manuel Eitel sowohl um den Titel „Rookie of the year“, mit dem jährlich der beste Neuling in Götzis ausgezeichnet wird, als auch um die Qualifikation für die U23-EM im Juli in Schweden. Die Norm von 7600 Punkten sollte dabei für ihn weniger ein Hindernis darstellen, als die starke nationale Konkurrenz: Der EM-Vierte Niklas Kaul aus Mainz ist beispielsweise in Götzis ebenfalls am Start.

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Für Brugger und Nowak gilt es, die starken Trainingsleistungen in Götzis auf die Bahn zu bringen. Dann fallen ganz sicher auch wieder die 8000 Punkte, und die Norm für die Weltmeisterschaften in Doha von 8200 Zählern ist ein realistisches Ziel. Um jedoch Vize-Weltmeister Rico Freimuth aus Halle an der Saale und den WM-Dritten Kai Kazmirek aus Koblenz bei ihren Zehnkampf-Comebacks nach Auszeit und Verletzung herausfordern zu können und sich für eines der drei deutschen WM-Tickets zu empfehlen, müssen die Ulmer wohl über sich hinauswachsen. Wer schließlich nach Doha fährt, das entscheidet sich erst Ende Juni nach dem deutschen Mehrkampf-Meeting in Ratingen.

Die Vorfreude der drei Ulmer Athleten ist groß. Familie, Freunde und Wegbegleiter vom SSV Ulm 1846 haben ihre Reise ins rund eine Stunde entfernte Götzis in Vorarlberg längst geplant. Sie werden als Teil des fachkundigen und begeisterungsfähigen Publikums für lautstarke Unterstützung sorgen, wenn am Samstag um 11.45 Uhr der Startschuss über 100 Meter fällt. „Götzis ist jedes Jahr ein Höhepunkt für uns“, sagt Trainer Christopher Hallmann: „Ich freue mich, dass wir als starkes Team dort auftreten können.“

Manuel Eitel überzeugte zuletzt mit vielen Bestleistungen im Training. Nowak legte in den anspruchsvollen technischen Disziplinen an Stabilität und Sicherheit zu. Als Fünfter des Vorjahres und nach zwei Bestleistungen in Götzis schätzt Brugger die Atmosphäre im Möslestadion ganz besonders. Damals war ihm im Wettkampf ein Stab gebrochen, das selbe Missgeschick ist Brugger am vergangenen Wochenende im Training erneut passiert. Auf die Leistung in Götzis sollte das aber keinen Einfluss haben.

„Wir haben uns intensiv vorbereitet und können selbstbewusst an den Start gehen“, sagt Hallmann, der seit April auch als Bundestrainer die Geschicke im deutschen Zehnkampf bestimmt: „Dasselbe gilt für die anderen deutschen Teilnehmer.“ (sibe)

Das Meeting beginnt am Samstag um 10.30 Uhr mit der Vorstellung der Athleten. Am Sonntag geht es um 10.05 Uhr mit den 110 Meter Hürden weiter.

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