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FV Illertissen

17.07.2020

Hier sollen wieder Zuschauer sitzen

Der FV Illertissen würde von September an im Vöhlinstadion gerne wieder Zuschauer willkommen heißen. Noch aber ist unklar, ob in Bayern dann wieder Besucher zugelassen sind.
Bild: Horst Hörger

Von September an wird abwechselnd im Ligapokal und in der Regionalliga gespielt. Der grobe Zeitplan steht, aber eine wichtige Frage muss die Politik beantworten

Der Württembergische Fußball-Verband (WFV) geht in der Corona-Krise einen von Optimismus geprägten Weg: Abbruch der alten Saison, Wiederbeginn im September. Der bayerische Verband (BFV) und seine Vereine haben sich für die Sicherheits-Variante entschieden: Gar kein Fußball bis Ende August, danach keine neue Spielzeit, sondern Fortsetzung der alten – und weil dann im besten Fall noch viel Zeit übrig ist, werden Ligapokale ausgetragen. Das dürfte im Gegensatz zum württembergischen Modell auch dann funktionieren, wenn eine zweite Corona-Welle kommt. Aber es macht so eine Saison halt auch ein bisschen kompliziert und unübersichtlich. Beim FV Illertissen und bei allen anderen Regionalliga-Vereinen weiß man jetzt immerhin, wie Punktspiele und Pokal unter einen Hut gebracht werden sollen.

Los geht es demnach am Samstag, 5. September, mit drei Spielen im Ligapokal. Es folgen bis November sechs Regionalliga-Partien, dann wird wieder Pokal gespielt. Dieser Wettbewerb wird nach der Winterpause bereits Ende Februar fortgesetzt und bis Mitte April beendet. In der Regionalliga warten im kommenden Jahr noch fünf Pflichtaufgaben auf die Vereine. Die erste ist auf den 10. April angesetzt, die letzte auf den 8. Mai. Eine Woche später soll die Relegation starten und bis Ende Mai sollen alle Entscheidungen gefallen sein.

Die fünf Gruppen im Ligapokal wurden inzwischen nach regionalen Gesichtspunkten eingeteilt. Der FV Illertissen hat es in der Vorrunde mit den schwäbischen Rivalen FC Memmingen und TSV Rain zu tun. Und worum geht es eigentlich in diesem Wettbewerb? In einer Gruppenrunde mit Hin- und Rückspielen geht es um den Einzug in die Finalrunde mit zunächst drei Vierergruppen. Lediglich die fünf schlechtesten Vorrunden-Teams verpassen den Sprung in die Finalrunde, sie können aber über eine Trostrunde noch den Einzug ins Viertelfinale des Totopokal-Wettbewerbs schaffen. Dafür qualifizieren sich auch die Halbfinal- und der Finalverlierer. Der Sieger des Ligapokals nimmt am DFB-Pokal der Saison 2021/22 teil und darf auf ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten hoffen. Den Verantwortlichen und Fans des FV Illertissen sind die Fußballfeste gegen Eintracht Frankfurt und Werder Bremen in den Jahren 2013 und 2014 noch in bester Erinnerung, auch wenn man dafür nach Augsburg und Ulm ausweichen musste.

Der Verbandsspielleiter Josef Janker ist jedenfalls begeistert von diesem Modell: „Das wird ein für die bayerischen Regionalligisten und deren Fans spannender und attraktiver Wettbewerb.“ Gleichzeitig betont er, dass der Ligapokal für den BFV im Prinzip weniger wichtig ist. Janker spricht davon, dass „wir gemeinsam ein flexibles Wettbewerbsmodell entwickelt haben, um auf mögliche neue Beschränkungen reagieren zu können und die reguläre Meisterschaft nicht zu gefährden, die ja vorrangig noch zu Ende gespielt werden muss.“ Offen bleibt vorläufig noch die Frage nach der Zulassung von Zuschauern, die im Freistaat die Politik beantworten muss. Bisher sind keine Besucher erlaubt, die Austragung von Geisterspielen haben die Vereine der bayerischen Regionalliga bereits abgelehnt. (mit bfv)

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