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Ursberg

25.03.2020

DRW Ursberg: „Wir benötigen dringend Schutzbekleidung“

Die aktuelle Situation stellt das Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg vor große Herausforderungen.
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Die aktuelle Situation stellt das Dominikus-Ringeisen-Werk in Ursberg vor große Herausforderungen.
Bild: Josef Reitmayer

Dominikus-Ringeisen-Werk hofft auf Unterstützung von Malerbetrieben oder auch aus der Gastronomie. Lieferservice der Klostergärtnerei. Briefe und Bilder für Bewohner.

Die aktuelle Corona-Krise stellt Einrichtungen wie das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) in Ursberg laufend vor große Herausforderungen. Unter anderem geht es auch um das Thema Schutzkleidung. „Wir benötigen dringend Schutzbekleidung gegen Corona“, teilt das DRW mit. „Welche Malereien, Lackierereien, Gastronomiebetriebe, Hotels oder ähnliche Betriebe können Schutzbekleidung abgeben, die nicht gebraucht wird?“, so richtet das Dominikus-Ringeisen-Werk (DRW) einen dringenden Hilferuf an Unternehmen und Handwerksbetriebe. Das DRW sucht, wie es in der Mitteilung heißt, Atemschutzmasken (FFP 2 und 3), flüssigkeitsdichte Einweg-Overalls, einfache Schutzbrillen sowie Nitril-Handschuhe.

Der Hilferuf richtet sich vor allem an Betriebe wie Malereien oder Lackierereien sowie an weitere Branchen, die Schutzbekleidung zurzeit nicht benötigen beziehungsweise ungenutzt auf Lager haben. „Da es immer schwieriger wird, medizinische Ausrüstung zum Infektionsschutz auf normalem Wege zu bekommen, haben wir uns zu diesem Aufruf entschlossen“, schreibt das DRW.

Die Weitergabe des Virus verhindern

Es gehe einerseits darum, die Weitergabe des Virus durch das Tragen eines Mundschutzes möglichst zu verhindern und andererseits während der Versorgung eines Patienten zum Beispiel auf einer Wohngruppe geeignete Quarantäne-Ausrüstung für Pflegekräfte zu haben. „Selbstverständlich teilen wir wenn möglich solche Schutzbekleidung mit Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen, die ebenfalls dringend auf solche Hygieneprodukte angewiesen sind. Außerdem verteilen wir die Schutzbekleidung an unsere Standorte zum Beispiel in Augsburg, im Allgäu, in Unterfranken und in Oberbayern“, sagt Josef Liebl vom DRW-Vorstand.

DRW Ursberg: „Wir benötigen dringend Schutzbekleidung“

Zur Bearbeitung von Angeboten wurde eine zentrale Koordinierungsstelle eingerichtet. Betriebe, die Schutzmaterial zur Verfügung stellen können, erreichen diese unter der E-Mail-Adresse corona-schutz@drw.de oder mobil unter 0172/2683259.

Neuer Service der Klostergärtnerei

Auch die Klostergärtnerei Ursberg reagiert auf die Corona-Krise. Die Ursberger Klostergärtnerei bietet aufgrund der Corona-Krise ab sofort an, Gemüse online zu bestellen. Die Ware kann, so das DRW, anschließend in der Klostergärtnerei in Ursberg abgeholt werden. Damit soll der Kontakt zwischen Kunden und Verkaufspersonal minimiert werden. Besonders für Menschen, die ihre Wohnung nicht verlassen können oder dürfen, bietet die Klostergärtnerei zudem einen kostenlosen Lieferservice an. Kunden, die ebenfalls beliefert werden möchten, können sich die Ware gegen einen Aufpreis ebenfalls nach Hause bringen lassen. Alle Informationen und die Bestellmöglichkeit gibt es auf www.drw.de/klostergaertnerei.

Bilder und aufmunternde Briefe für die Bewohner gewünscht

Bilder und aufmunternde Briefe für die Bewohner von Behinderteneinrichtungen: Ein Projekt „gegen den Lagerkoller auf den Gruppen, weil die tägliche Arbeit und die Kontakte zu Freunden und Verwandten wegfallen“, hat das DRW jetzt ebenfalls ins Leben gerufen. Die nötigen Ausgangsbeschränkungen gelten auch für Bewohner mit Behinderung im Dominikus-Ringeisen-Werk. Die Werkstätten, Förderstätten und Seniorenstätten sind geschlossen, alle freizeitlichen und religiösen Veranstaltungen sind abgesagt. Rund 2000 Menschen mit Behinderung sitzen jetzt in ihren Wohngruppen fest. „Es ist eine schwierige Zeit für unsere Bewohner“, sagt Religionspädagoge Martin Dietmaier-Koch. „So langsam macht sich der Lagerkoller breit, da auch keine Verwandten und Freunde mehr die Einrichtungen betreten dürfen.“ Zwar versuchten die Mitarbeiter mit viel Kreativität und Einsatz, den Tag auf den Wohngruppen anregend und abwechslungsreich zu gestalten. Trotzdem fehle es spürbar an den gewohnten Abläufen und sozialen Kontakten zur Außenwelt.

Daher hat Dietmaier-Koch eine dringende Bitte: „Bitte helfen Sie unseren Bewohnerinnen und Bewohnern an allen Standorten des DRW. Schicken Sie und Ihre Kinder uns aufmunternde Briefe oder Bilder, damit unsere Bewohner wissen, dass Sie in dieser Zeit nicht alleine sind. Herzlichen Dank!“ Die Briefe und Bilder gehen an: Dominikus-Ringeisen-Werk, Stichwort: „Ein Bild für Dich“, Klosterhof 2, 86513 Ursberg oder per Mail an webmaster@drw.de. Einen Videoaufruf zur Aktion gibt es auf den Social-Media-Kanälen des DRW sowie auf YouTube: https://youtu.be/3E-B83nSfMw

Corona-Entwicklung: der aktuelle Stand im DRW

Mit Stand 24. März gibt es, wie bereits berichtet, lediglich am DRW-Standort Ursberg zwei positiv auf das Coronavirus getestete Mitarbeiter sowie eine Bewohnerin einer Wohneinrichtung. Weitere positive Tests von Personen, die mit diesen Infizierten in Kontakt standen, lagen zuletzt nicht vor. Den betroffenen Personen gehe es den Umständen entsprechend gut, teilt das DRW abschließend mit. (zg)

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