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08.07.2010

Hochwasserschutz: Gemeinden wollen nochmals beraten

Wolfgang Schilling, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Donauwörth, stellte das neue Konzept für einen Hochwasserschutz im oberen Zusamtal vor und versuchte die Gemeinderäte von Ziemetshausen und Aichen von dessen Notwendigkeit zu überzeugen.

Aichen/Ziemetshausen Bei einer gemeinsamen Sitzung der Markträte aus Ziemetshausen und des Gemeinderates Aichen im Unterrichtsraum des Aichener Feuerwehrhauses stellte Wolfgang Schilling, Chef des Wasserwirtschaftsamtes (WWA) Donauwörth, das neue Konzept für den Hochwasserschutz für die obere Zusam vor. Nach ausgiebiger Diskussion einigten sich beide Gemeinderäte, in ihren nächsten Sitzungen erneut zu beraten und dann eine Entscheidung über das weitere Vorgehen zu fällen.

Nachdem der Gemeinderat Aichen im Dezember 2009 einstimmig den vom Staat geplanten Hochwasserschutz für die Gesamtgemeinde Aichen abgelehnt hat (wir berichteten), ging es kaum weiter, erläuterte eingangs Ziemetshausens Bürgermeister Anton Birle. Auf Bemühen des Landtagsabgeordneten Alfred Sauter aus Ichenhausen kam im Frühjahr 2010 das Thema "Hochwasserschutz obere Zusam" wieder ins Rollen.

WWA-Chef Schilling erläuterte dazu, dass es Probleme in der Planung gab, da der "Hochwasserschutz Zusam" neben dem Landkreis Günzburg auch die Kreise Augsburg und Donau-Ries betreffe. Zudem bestanden bereits seit 1999 in Dinkelscherben Probleme mit Landwirten bei der Beschaffung von Flächen für Rückhaltebecken. Diese sind inzwischen ausgeräumt und das Planfeststellungsverfahren sei dort angelaufen.

Nun wurden die bisherigen Planungen in den Gemeindebereichen Aichen und Ziemetshausen gezeigt. Bis 2002 hätten Hochwasserereignisse in Obergessertshausen und Aichen keine Probleme gemacht. In Memmenhausen hielten sie sich in Grenzen. Dies habe sich in letzter Zeit aber geändert. In Ziemetshausen kommt es immer wieder oberhalb und unterhalb der B 300-Brücke zu Überflutungen. Auch Uttenhofen sei meistens betroffen.

Das neue Konzept für Ziemetshausen und Aichen wird etwa 430 000 Euro billiger und kommt auf geschätzte 1,2 Millionen Euro, wobei der Staat die Hälfte trägt. Es sieht für Memmenhausen kein Rückhaltebecken mehr vor. Dafür sollen im südlichen Dorfbereich östlich der Zusam eine Mauer, ein Damm und Deich entstehen, für die rund 100 000 Euro eingeplant sind. Sollte die Gemeinde Aichen ein Rückhaltebecken wollen, so könne dies nur südlich von Obergessertshausen entstehen, ist nun auch die Meinung des WWA. Für das Rückhaltebecken in Ziemetshausen werden 528 000 Euro veranschlagt. Die Kosten für den örtlichen Hochwasserschutz belaufen sich auf geschätzte 478 500 Euro. In diesen Beträgen sind noch keine Grundstückskosten enthalten. Geplant und gebaut wird vom Freistaat Bayern. Schilling weiter: "Wenn der Staat baut, dann nur den Vollschutz. Deshalb muss der Hochwasserschutz für Dinkelscherben bereits im oberen Zusamtal beginnen. Ob das neue Konzept den betroffenen Kommunen gefällt, entscheiden sie selbst. Wenn ja, fängt das Wasserwirtschaftsamt sofort an zu planen."

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