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Krumbach

19.06.2017

Impulse für das Krumbacher Zentrum

Sie betreuen für das Fachbüro Cima das Krumbacher Projekt mit: Solveig Lüthje und Markus Jocher. Im Hintergrund ihr Büro im historischen Rathaus.
Bild: Peter Bauer

Das Fachbüro Cima möchte die Entwicklung in der Innenstadt voranbringen. Bei den weiteren Planungen spielt auch das Thema Parken eine wichtige Rolle.

Zunehmende Konkurrenz durch den Online-Handel, immer mehr leer stehende Geschäfte: In den Innenstädten ist die Stimmungslage nicht selten gedrückt. In Krumbach fällt seit einiger Zeit aber in auffallend vielen Gesprächen das Stichwort „Aufbruch“. Allein der Blick auf die Fassaden im Bereich des Marktplatzes lässt ahnen, warum dies so ist. Viele sind neu gestaltet, in manche leer stehende Räume ist neues Leben eingekehrt. Dafür stehen unter anderem Projekte wie das Reformhaus Glück oder das gerade entstehende Kachelofen-Hotel. Aber Leerstände gibt es auch in Krumbach weiterhin etliche und so entschloss sich die Stadt schließlich, die Hilfe eines Fachbüros in Anspruch zu nehmen.

Leerstände wurden systematisch erfasst

Der Entwicklungsprozess der Krumbacher Innenstadt wird seit Anfang November 2016 vom renommierten Fachbüro Cima (unter anderem mit Sitzen in München, Stuttgart, Köln und Leipzig) begleitet. Projektleiter ist Christian Hörmann. Neben ihm betreuen drei weitere Mitarbeiter, Solveig Lüthje, Markus Jocher und Christian Kramer, das Krumbacher Projekt. Im historischen Rathaus hat die Cima ein Büro eingerichtet. 14 Stunden pro Woche ist das Büro für die Stadt tätig, in der Regel sind die Mitarbeiter einmal pro Woche vor Ort.

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Natürlich sei am Anfang auch hier und da Skepsis spürbar gewesen, sagen Solveig Lüthje und Markus Jocher im Gespräch mit unserer Zeitung. Doch nach rund einem halben Jahr Arbeit und vielen zum Teil sehr intensiven Gesprächen mit Gewerbetreibenden und Eigentümern sei es gelungen, einiges voranzubringen.

Solveig Lüthje und Markus Jocher sprechen immer wieder von „Flächenmanagement“. Was verbirgt sich hinter diesem sperrigen Begriff? Cima hat unter anderem eine regelmäßige Immobilienrunde ins Leben gerufen, an der sich neben verschiedenen Immobilienbesitzern auch Vertreter der Banken, der Stadtverwaltung und Makler beteiligen. Leerstände wurden systematisch erfasst, auf der von der Cima eingerichteten Internetseite innenstadt.krumbach.de gibt es eine eigene Immobilienrubrik mit Angeboten, Gesuchen und Investorenanfragen. Die Cima sucht gezielt den Kontakt zur IHK, um eventuell externe Investoren für Krumbach zu gewinnen. Solveig Lüthje und Markus Jocher erklären aber auch, dass man in diesem Bereich Geduld aufbringen müsse. „Wir können natürlich auch nicht über Wasser gehen“, sagt Jocher. Aber Krumbach sei auf dem richtigen Weg.

Den von der Online-Konkurrenz bedrängten Einzelhandel fit für das digitale Zeitalter zu machen: Das ist ein weiteres wesentliches Ziel des Innenstadtprojektes. Angeboten werden verschiedene Fortbildungen zu diesem Thema. Eine weitere Veranstaltung mit dem Spezialisten Christian Kramer wird es am Samstag, 24. Juni, von 14 bis 18 Uhr geben (der Ort stand zuletzt noch nicht fest). Die Anmeldung ist unter anderem über die Adresse info@innenstadt.krumbach.de oder über die Telefonnummer 08282/8264371 möglich. Über diese Kanäle sind die vier Cima-Betreuer für Krumbach ständig erreichbar.

Etwa 1000 Parkplätze im Innenstadtbereich

Parkplätze – auch dieses Thema ist ein Dauerbrenner, wenn es um die Entwicklung in der Innenstadt geht. Die Cima-Mitarbeiter haben die Krumbacher Parkplätze zwischen der Jochnerstraße und der Heinrich-Sinz-Straße sowie zwischen Bahnhof und Südstraße systematisch erfasst. „Es sind ungefähr 1000 Parkplätze“, erklärt Solveig Lüthje. Denkbar sei es, ein neues Leitsystem mit zeitgemäßer Beschilderung und aufeinander abgestimmten Parkzeiten zu entwickeln und darüber auf verschiedensten Kanälen die Menschen zu informieren. Auch das Thema Parken sei für die heimische Wirtschaft und den Handel ein wichtiger Faktor. Mit einem eigenen Blog informiert die Cima derzeit ausführlich über die Arbeiten in der Karl-Mantel-Straße, die neu gestaltet wird. Die Straße soll damit auch für die Ansiedlung von Geschäften wieder attraktiver werden. „Ein Glück, dass diese Maßnahme jetzt kommt“, erklärte Projektleiter Christian Hörmann wiederholt.

Cima hat von der Stadt ein Mandat für ein Jahr erhalten. Krumbachs Bürgermeister Hubert Fischer hat erklärt, dass er sich einen dreijährigen Prozess gut vorstellen könne.

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