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Kliniken im Kreis Günzburg sind fit für die Zukunft

Kliniken im Kreis Günzburg sind fit für die Zukunft
Kommentar Von Peter Bauer
07.02.2020

Es sind turbulente Zeiten im Gesundheitsbereich. Wie es dem Kreis Günzburg gelungen ist, seine Kliniken stetig und nachhaltig weiterzuentwickeln.

Mangel an Hausärzten, eine mitunter verzweifelte Suche nach Pflegekräften und Therapeuten, Kliniken, die immer mehr ins Defizit geraten: Allein diese Stichworte deuten an, wie turbulent die Zeiten im Gesundheitsbereich geworden sind. Auch im derzeit laufenden Kommunalwahlkampf wird dies immer wieder sichtbar und dabei wird deutlich, welche Dimension die Probleme haben, die es in den kommenden Jahren zu lösen gilt. Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen ist es bemerkenswert, wie positiv sich die Kliniken im heimischen Landkreis Günzburg entwickeln. Dies zeigt exemplarisch der Blick auf die Krumbacher Kreisklinik.

Erklärend, mit Nachdruck und Humor: Volker Rehbein, der Vorstand der Kreiskliniken Günzburg–Krumbach.

Moderne Medizin hat ihren Preis, meist geht es bei Investitionen um Millionenbeträge. Doch wenn Kliniken modern und auf dem neuesten Stand bleiben wollen – und nur das macht ihr „Überleben“ möglich – dann ist es wichtig, solche Investitionen entschlossen anzugehen und entsprechende finanzielle Mittel bereitzustellen. Es ist sehr erfreulich, dass der Landkreis Günzburg mit Blick auf seine Kliniken, unterstützt vom Freistaat, diesen Weg geht.

In der Krumbacher Kreisklinik wurde viel investiert

In der Krumbacher Kreisklinik werden derzeit für rund zwölf Millionen Euro neue Operationssäle und eine neue Sterilisation eingerichtet. Im Bau befindet sich derzeit auch das neue Ärztehaus, investiert werden rund 5,5 Millionen Euro. In diesem Neubau erhält das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) neue Behandlungsräume für ambulante Patienten. Hinzu kommt eine erweiterte Filialpraxis für drei Günzburger Urologen. Vorgesehen sind in dem neuen Gebäudekomplex ferner Büros für die Klinikverwaltung und Behandlungszimmer für die Physio-Therapiepraxis Scharpf und die Ergo-Therapiepraxis Schulze. Operationssäle/Sterilisation und Ärztehaus: Beide Großprojekte sollen im Sommer/Herbst 2021 abgeschlossen sein. Seit einigen Monaten in Betrieb ist ein neuer Magnetresonanztomograf (MRT). Unklar war zuletzt noch, ob der MRT auch von Kassenpatienten ambulant genutzt werden darf – was sich viele sehr wünschen.

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Die Neustrukturierung gemeistert

Bei den Chefärzten hat die Klinik die Neustrukturierung gut gemeistert. Mit Dr. Christian Vollmer wurde vor einigen Monaten im Bereich der Gastroenterologie ein kompetenter Nachfolger für den langjährigen Chefarzt Dr. Gerhard Richter gefunden. Zudem positioniert sich die Klinik in der Frauenheilkunde mit Chefarzt Dr. Sebastian Mayer und Leitender Oberärztin Dr. Julia Haager im Zusammenwirken mit der Günzburger Kreisklinik neu. Die beiden Kreiskliniken in Krumbach und Günzburg werden als Eckpfeiler für eine wohnortnahe medizinische Grundversorgung im Kreis Günzburg stetig weiterentwickelt.

Sie bauen derzeit in der Kreisklinik Krumbach die neue Hauptabteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe auf: Chefarzt Dr. Sebastian Mayer und Leitende Oberärztin Dr. Julia Haager.
Bild: Peter Bauer

Wer in andere Regionen blickt, der sieht auch, dass eine solch kontinuierliche Entwicklung keineswegs selbtverständlich ist. Mit seiner Klinikstruktur hat sich der Kreis Günzburg frühzeitig in eine stabile Position gebracht. Diese Konstruktion hat sich inzwischen lange bewährt und hat auch so manche gesundheitspolitische Turbulenz überstanden. Und mit Blick auf die jüngsten Investitionen spricht sehr viel dafür, dass auch die Weichen für das Kommende gut gestellt sind.

An den bestehenden Operationssaal Nummer sechs der Günzburger Kreisklinik werden zusätzliche Räume angebaut (hier blau markiert), um ein ambulantes OP-Zentrum für die Kreisklinik zu schaffen.
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