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Krumbach

13.08.2019

Krumbach wird zur Hochburg der Tuner

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Ausgefeilte Technik auch im kleinen Detail: Nicht zuletzt das ist der Reiz des Tunings. Am Sonntag findet in Krumbach ein großes Treffen statt.
Bild: Laura Bästlein

Plus Am kommenden Sonntag werden Teilnehmer aus dem ganzen deutschsprachigen Raum erwartet. Was den Reiz des Tunings ausmacht.

Mit einem Opel Astra ist Daniel Dreher im Alltag unterwegs. Und wer ihm dabei begegnet, der ahnt wohl kaum, dass Tuning zu den Leidenschaften seines Lebens gehört. Der 33-jährige Zollbeamte aus Oberbleichen ist seit vielen Jahren im Team Vmax aktiv, das bei der Organisation des Krumbacher Tuning-Treffens federführend ist. Am kommenden Sonntag, 18. August, findet es wieder auf dem Lingl-Parkplatz im Bereich der Nordstraße statt. Dreher geht davon aus, dass heuer wieder rund 400 bis 450 Tuner teilnehmen, Einfahrt zur Veranstaltung ist ab 8 Uhr. „Weniger ist mehr“: Vielleicht könnte man den Trend beim Tuning in den letzten Jahren so umschreiben. Das bisweilen überdreht, bombastisch Wirkende sei nicht mehr so gefragt wie in früheren Jahren, berichtet Dreher. Dinge wie etwa vergoldete Radschrauben sehe man nur noch selten. Die meisten Tuner stehen wie Dreher selbst (in der Freizeit mit einem BMW Z4 Cabrio unterwegs) beim Tuning eher auf dezente Veränderungen.

So wird beim Tuning-Treffen am kommenden Sonntag wohl auch maßgeblich die Liebe zum kleinen, aber feinen Detail im Vordergrund stehen. Dieses Thema greift das Team Vmax auch auf seiner Internetseite auf: Das Team Vmax habe sich „aus Gründen der Fairness einstimmig gegen eine sogenannte Einfahrtskontrolle entschieden“. Jeder Tuner soll beim Krumbacher Treffen die Chance bekommen, sein Fahrzeug präsentieren zu können. „Egal ob es nun ein 200-Euro-Auto ist, mit 50-Euro- Tuningteilen verbaut oder ein 150000 Euro teurer Supersportwagen, der für etliche Zehntausende Euro weiter veredelt wurde.“ Es ist das elfte Treffen dieser Art in Krumbach. Federführend waren und sind die Tuning-Freunde des Krumbacher Teams Vmax. Maßgeblich organisiert wird das Treffen von Michael Sunke und Michael Bulcun, Dreher ist für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig.

Einzelne haben sich auf Oldtimer spezialisiert

Gut 30 Mitglieder gehören dem Team Vmax an. Wie Dreher berichtet, haben sich die Interessenschwerpunkte bei den einzelnen Mitgliedern im Lauf der Jahre stark verändert. Einige hätten sich auf Oldtimer spezialisiert. Bei anderen würde mittlerweile das Familienleben stärker im Vordergrund stehen wie bei Dreher selbst, inzwischen verheiratet und „Papa“, wie er berichtet. Doch die Freude am Tuning ist allen geblieben und das Krumbacher Treffen genießt in Tuner-Kreisen seit Jahren einen regelrechten Kultstatus. Nach Auskunft von Dreher kommen Teilnehmer aus dem gesamten deutschsprachigen Raum nach Krumbach, darunter auch etliche aus Österreich. Es gibt am Sonntag auch eine Auszeichnung für die weiteste Anfahrt. Der Lingl-Parklatz ist seit Langem gewissermaßen der Dreh- und Angelpunkt des Treffens. Phasenweise fand das Treffen aber auch auf dem Baywa-Gelände statt. Damals seien es, so Dreher, über 1000 Fahrzeuge gewesen. Die Dimension sei schließlich zu groß gewesen. Die Fläche, die für das Treffen zur Verfügung steht, war in den vergangenen Jahren unterschiedlich groß, auch von den jeweiligen Besitzverhältnissen abhängig, wie Dreher erklärt. Er rechnet auch in diesem Jahr, in dem sich das Treffen auf den Bereich des Lingl-Parkplatzes/Nordstraße konzentriert, wieder mit rund 1500 bis 2000 Besuchern.

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Intensive Gespräche mit Besuchern

Bei verschiedenen Wettbewerben und Spielen können sich die Teilnehmer dann auf eine ganz besondere Weise präsentieren. Dreher freut sich, dass auch immer wieder Besucher kommen, für die das Thema Tuning zunächst fremd sei. Aber gerade in solchen Fällen ergeben sich oft gute Gespräche mit den teilnehmenden Tunern.

Tuning? Das bringt der eine oder andere wohl auch mit lautstark röhrenden Motoren und rücksichtslosem Fahren in der Verbindung. „Es gibt sicherlich unter den Tunern wenige schwarze Schafe“, sagt Daniel Dreher dazu. Doch das sei ganz klar die Ausnahme. Tuning – das sei die Freude an Technik und raffinierter Ausstattung, bei der der Fantasie keine Grenzen gesetzt sind.

Für 17 Uhr ist beim Krumbacher Tuning-Treffen ein Bühnenprogramm vorgesehen. Die Pokalvergabe erfolgt gegen 18 Uhr. Die Veranstaltung endet um 19 Uhr. Aber nach dem offiziellen Ende werden die angeregten Gespräche über das Gesehene und Erlebte sicherlich noch lange weitergehen.

Weitere Informationen gibt es auf der Internetseite der Organisatoren.

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