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Krumbach/Landkreis

10.04.2015

Maß, Mitte, Gelassenheit

Leidenschaftlicher Motorradfahrer: Mit seiner 1200er-BMW ist Otto Wengenmayer immer wieder gerne unterwegs.
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Leidenschaftlicher Motorradfahrer: Mit seiner 1200er-BMW ist Otto Wengenmayer immer wieder gerne unterwegs.
Bild: Sammlung Wengenmayer

Otto Wengenmayer wird 60 Jahre alt und hat die Entwicklung der Genossenschaftsbanken im Kreis mitgeprägt.

Dabei hat er in seiner langen Karriere viel erreicht, massive Veränderungen, auch Turbulenzen erlebt und gemeistert. Als der 16-jährige Otto Wengenmayer im Jahr 1971 seine Banklehre in der Raiffeisenbank Burgau antrat, war die Bankenwelt eine ganz andere als heute. Digitale Welt – das war 1971 sozusagen Science-Fiction, und die Zinsen hatten ein ganz anderes Niveau als heute. Wengenmayer erinnert sich noch gut daran, wie er am ersten Tag seiner Lehre Kontoauszüge einsortiert hat.

Seit 1993 steht Wengenmayer an der Spitze der Krumbacher Raiffeisenbank, er ist seit 2012 Vorsitzender der Genossenschaftsbanken im Landkreis. Immer wieder spricht er über das Genossenschaftsprinzip, das sich auch in schwierigen Zeiten bewährt habe. „Wenn man zurückschaut, dann denkt man aber ja zunächst nur an die guten Zeiten“, sagt Wengenmayer. Doch da gab und gibt es auch schwierige Phasen wie die Krise mit dem Zusammenbruch der Börsen nach dem Jahr 2000, die Finanzkrise 2008/2009 und nun die Probleme mit anhaltend niedrigen Zinsen, die den Banken das Leben schwer machen.

Wengenmayer hat einige Bankenfusionen erlebt und selbst gestaltet. 1993 fusionierten die Raiffeisenbanken Krumbach und Ziemetshausen; Wengenmayer, seit 1987 Vorstandsmitglied in Ziemetshausen, trat an die Spitze des Krumbacher Vorstands. 2013 scheiterte die angestrebte Fusion zwischen der Volksbank Günzburg und der Raiba Krumbach. Seitdem wird intensiver über eine Fusion Krumbach-Thannhausen diskutiert. Man befinde sich in Gesprächen, aber im Moment sei dies kein Thema, sagt Wengenmayer. Die Veränderungen auf dem Bankensektor wird er noch eine ganze Weile mitgestalten. Im Gespräch fällt wiederholt die Zahl 65. Gesundheitlich fühlt er sich nach wie vor fit. „Das sind wohl auch gute Gene. Eine Tante wurde vor Kurzem 100“, erzählt er. Ein ganz besonderer Wunsch zum Sechzigsten? „Nein, nichts Besonderes“, sagt er. Aber auf eine Motorradtour im August freut er sich so richtig. Mit seiner 1200er-BMW, irgendwo in den Bergen.

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