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Krumbach/Eschers

17.10.2017

Mit dem Rennrad den Alpen entgegen

Grandioser Bergblick: Die Aussicht vom Hochplateau bei Eschers (auf rund 900 Metern Höhe) in Richtung Alpen ist jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderer Hochgenuss.
8 Bilder
Grandioser Bergblick: Die Aussicht vom Hochplateau bei Eschers (auf rund 900 Metern Höhe) in Richtung Alpen ist jedes Mal aufs Neue ein ganz besonderer Hochgenuss.
Bild: Peter Bauer

Warum eine Fahrt von Krumbach auf das Hochplateau bei Eschers so lohnend ist. 124 Kilometer durch einsame Allgäuer Landschaften.

Tourensteckbrief

Kategorie: Rennradtour.

Streckenlänge: 124 Kilometer.

Höhenmeter: 1361 Meter.

Belag: Wir sind meist auf wenig befahrenen Nebenstraßen oder auch Radwegen unterwegs.

Start/Ziel: Krumbacher Innenstadt.

Zeit: Ambitionierte Rennradler können die Strecke in weniger als vier Stunden schaffen. Wir empfehlen: deutlich mehr Zeit einkalkulieren. Ottobeuren ist ein kultureller Höhepunkt und es gibt gute Einkehrmöglichkeiten sowie exzellente Fernblicke auf die Alpen.

Das Hochplateau bei Eschers ist ein Aussichtsbalkon der Extraklasse. Und hier ist es auch an strahlend schönen Tagen meist ruhig. Das 900 Meter hohe Plateau bei Eschers rund 20 Kilometer nördlich von Kempten gilt bei Radlern als erste Adresse. Von Krumbach ist es mit rund 60 Kilometern ein durchaus langer Weg dorthin. Aber mit einem leichten Rennrad ist das gut zu schaffen. Auch, weil die Anstiege meist nicht hochprozentig, sondern eher sanft sind. Auf dem Weg gibt es in Ottobeuren kulturelle Klasse der besonderen Art und es folgt eine Fahrt durch eine der wohl einsamsten Landschaften des Allgäus. Und dann: Einfach hinauf auf das Aussichtsplateau und den Blick auf die Berge genießen. Dieser Blick ist – das wagen wir zu versprechen – eindringlicher und besser als von bekannten Destinationen wie etwa dem Peißenberg.

Trainierte Rennradler werden für die Tour wohl keine vier Stunden brauchen. Aber wer hier zu schnell fährt, dem entgeht viel. Denn es gibt auch jede Menge gute Einkehrmöglichkeiten am Wegesrand, wie etwa das Gasthaus Gfällmühle. Die Tour, die wir heute vorstellen, ist bei mehreren Fahrten des Autors dieser Zeilen gereift. Wir ergänzen sie im Nordosten um eine Variante Richtung Gfällmühle, die der Krumbacher Arzt und „Radtourentüftler“ Hans-Peter Hadry ausgekundschaftet hat. Welche Variante auch immer: Radler finden im Ober- und Ostallgäu – und das ist von Mittelschwaben gar nicht so weit weg – jede Menge einsamer schmaler Straßen in einer sanft gewellten Landschaft, die Auge und Gedanken ruhen lassen.

Wenn beispielsweise bei Föhn der Himmel noch regelrecht gläsern wird, dann wird diese Tour zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Die GPS-Daten der Tour können hier heruntergeladen werden.

Der Weg in Kürze

Die Orientierung ist auf einsamen Straßen nicht immer einfach. Daher ist es zu empfehlen, sich die GPS-Datei auf einen Fahrradcomputer zu laden und den „Track“ nachzufahren. Eine gute Wanderkarte (1:50 000) sollte man im Gepäck haben.

Wir beginnen die Tour in Krumbach und fahren über Kirchhaslach, Günz, Westerheim, das malerische Hundsmoor, Klosterwald nach Ottobeuren, Böhen, Hopferbach, Simmerberg/Eschers-Plateau. Von unserem „Aussichtsbalkon“ hinab nach Obergünzburg.

Dann nach Norden hinauf nach Willofs (nochmals herrliche Bergblicke). Von Willofs radeln wir über Heißen zur Gfällmühle. Schließlich wieder hinauf nach Heißen und weiter Richtung Eggenthal, Warmisried, Dirlewang und Unterauerbach. Über Oberrieden, Unterrieden und Weilbach erreichen wir Breitenbrunn und über den Kammeltalradweg Krumbach.

Tipps für unterwegs

Kultur:

Basilika Ottobeuren: Die Geschichte der Benediktinerabtei reicht bis 764 zurück. Ab 1711 Neugestaltung. Baumeister wie P. Christoph Vogt oder der auch in Mittelschwaben bekannte Simpert Kraemer waren beteiligt. Im Zuge der Säkularisation 1802 wurde die Reichsabtei durch den bayerischen Staat enteignet. 1834 verfügte König Ludwig I. aber, dass Ottobeuren abhängiges Priorat der von Ludwig neu ins Leben gerufenen Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg wurde.

Einkehr:

Gasthof Mohren: Am Marktplatz von Ottobeuren. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 7 bis 22 Uhr. Telefon: 08332/92130. Internet: gasthof-mohren.de.

Akzent Brauerei Hotel Hirsch: Ebenfalls im Ottobeurer Zentrum. Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag 11 Uhr bis 23 Uhr Telefon 08332/79677-0. Internet: www.hirsch-ottobeuren.de.

Gasthof Gfällmühle: Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 11.30 Uhr bis 24 Uhr, Dienstag Ruhetag. Telefon: 08372/92060, Internet: www.gfaellmuehle.de.

Krumbacher Zentrum: Zum Start und zum Finale der Tour gibt es hier jede Menge Einkehrmöglichkeiten.

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