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Krumbach

22.11.2018

Warum die Krumbacher CSU einen Bürgermeisterkandidaten sucht

Was plant die Krumbacher CSU in Sachen Bürgermeisterwahl 2020? Darüber berichteten die Ortsvorsitzende Sabine Turek und der stellvertretende Ortsvorsitzende Sebastian Kaida.
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Was plant die Krumbacher CSU in Sachen Bürgermeisterwahl 2020? Darüber berichteten die Ortsvorsitzende Sabine Turek und der stellvertretende Ortsvorsitzende Sebastian Kaida.
Bild: Peter Bauer

Anders als 2014 soll der amtierende Bürgermeister Hubert Fischer nicht mehr Alleinkandidat sein. Warum Gerhard Weiß nicht für die CSU kandidiert.

„Herzlich willkommen bei der CSU Krumbach. Bewerben Sie sich als Bürgermeisterkandidat“, heißt es auf der Internetstartseite der CSU Krumbach. Und in der Bayerischen Staatszeitung gab es bereits vor einigen Tagen eine Anzeige mit der Überschrift „CSU-Bürgermeisterkandidat (m/w) für 2020 gesucht“. Kurz gesagt: Anders als 2014 wird der amtierende Bürgermeister Hubert Fischer (52, Junge Wähler/Offene Liste) nicht mehr der einzige Kandidat für das Krumbacher Bürgermeisteramt sein. Die Krumbacher CSU, die 2014 keinen eigenen Kandidaten ins Rennen geschickt hatte, hat es sich fest vorgenommen, dass dies 2020 anders aussieht. „Demokratie lebt davon, dass die Bürgerinnen und Bürger auch eine Wahlmöglichkeit, eine echte Alternative haben“, betont die Krumbacher CSU-Ortsvorsitzende Sabine Turek im Gespräch mit unserer Redaktion.

Welche Qualifikation soll der Wunschkandidat der CSU mitbringen? Allein ein Blick auf die Anzeige in der Bayerischen Staatszeitung deutet an, wo im Wahlkampf bei der CSU der Schwerpunkt liegen könnte. Die Bewerberin oder der Bewerber sollte „betriebswirtschaftliche Kenntnisse“ mitbringen und ein „ausgeprägtes Gespür für wirtschaftliche Zusammenhänge“ haben. Sabine Turek und der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Sebastian Kaida sehen in Krumbach ein wirtschaftliches Entwicklungspotenzial, das es verstärkt zu nutzen gelte. Die CSU wolle dem Wähler eine Alternative bieten, aber in der Kommunalpolitik spiele die Parteipolitik eine untergeordnete Rolle, wichtig sei es, sachorientiert und nahe am Bürger zu sein.

Beide betonen, dass eine Anzeige in der Bayerischen Staatszeitung nicht bedeute, dass kein Bewerber aus der Region infrage komme. Selbstverständlich könnten sich auch Interessenten aus der Heimat bewerben. Ist es denkbar, dass Gerhard Weiß, derzeit 2. Bürgermeister und CSU-Fraktionsvorsitzender, als Bürgermeisterkandidat antritt? Als wir Gerhard Weiß am Telefon erreichen, reagiert er mit einem bemerkenswerten Schuss entspannter Selbstironie: „Ich bin ja etwa so alt wie der amtierende Bürgermeister Fischer und schon seit 28 Jahren im Stadtrat. Ich denke, die Leute wollen jetzt wohl als Kandidat einfach mal was Jüngeres, eine wirkliche Alternative.“ Weiß erinnert sich an die Bürgermeisterwahl 2008, als der langjährige 2. Bürgermeister und damals amtierende 61-jährige Bürgermeister Willy Rothermel überraschend die Wahl gegen den damals 41-jährigen Hubert Fischer verlor. Auch mit Blick auf diese Wahl sollte der CSU-Bürgermeisterkandidat eine wirkliche Alternative zu Fischer sein, erklärt Weiß.

Die Erfahrung der Wahl von 2014

Sabine Turek und Sebastian Kaida betonen, dass sowohl eine Kandidatin als auch ein Kandidat denkbar wären, es gebe da keine Präferenzen. Ein Grund für die CSU, einen eigenen Kandidaten für die Wahl zu suchen, sei auch die Erfahrung der letzten Kommunalwahl 2014. Damals gab es keinen CSU-Bürgermeisterkandidaten. „Aber viele haben uns angesprochen, wieso wir denn keinen eigenen Kandidaten haben“, sagt Sabine Turek. Sie und Sebastian Kaida sehen einen eigenen CSU-Kandidaten auch als Bürgerauftrag. Die Bewerbungsfrist endet am 31. Dezember. Ist eine Bewerbung als Bürgermeisterkandidat auch für Sabine Turek und Sebastian Kaida selbst denkbar? Beide sagen, dass das für sie derzeit kein Thema sei. Man müsse sehen, welche Bewerbungen eingehen. Beide sind zuversichtlich, dass es gelingt, über das laufende Verfahren einen geeigneten Kandidaten zu finden.

Dieser soll, so steht es wörtlich in der Anzeige, ein „sympathisches Auftreten und Offenheit in der Kommunikation mit den Menschen“ mitbringen. Sabine Turek und Sebastian Kaida sagen, dass sie in Sachen Bürgerbeteiligung in Krumbach noch ein beachtliches Entwicklungspotenzial sehen. Beide heben hervor, dass es in einem Wahlkampf um „Konzepte und Inhalte“ gehe. Ziel sei ein fairer, an Sachargumenten orientierter Wahlkampf.

Lesen Sie dazu auch unseren Kommentar: Krumbach und die Wahl

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