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Handball-Landesliga

18.11.2019

Wenn die Spannung sich entlädt

Grenzenloser Jubel nach dem Abpfiff: Die Raunauer feiern zwei hart erkämpfte Punkte.
Foto: Ernst Mayer

In einer schwachen Partie muss der TSV Niederraunau bis zum Ende zittern. Wo es in der Mannschaft derzeit fehlt und wer den Sieg rettete

Die Sporthalle am Krumbacher Schulzentrum, sie wurde am Samstagabend zu einem beinahe explodierenden Tollhaus. Das lag aber nicht unbedingt daran, dass die Landesliga-Begegnung zwischen den Handballern des TSV Niederraunau und dem SC Unterpfaffenhofen/Germering so unterhaltsam war. Im Gegenteil: Das Spiel selbst war schwach, erschreckend schwach. Die Spannung und viele tolle Szenen zum Ende hin ließen die Stimmung aber überkochen. Die Krönung war, dass die Raunauer am Ende mit 22:21 (12:11) beide Punkte behielten.

Der bereits operierte Mannschaftsführer Michael Thalhofer fehlte auch in diesem Spiel im Rückraum an allen Ecken und Enden. Zeigten die Spiele gegen Ismaning und in Haunstetten, dass sich die junge Formation langsam findet und der Umbruch gelingt, so war gegen Unterpfaffenhofen nichts mehr davon zu spüren. Die neuen Konzepte, die sich Coach Mihaly More nach dem Ausfall Thalhofers ausgedacht hatte, gingen nicht auf.

Die Anfangsphase verlief enttäuschend. Raunau war bald mit 1:4 in Rückstand. Die Gäste, die in der ersten Hälfte ohne ihren Topscorer Pascal Knoller spielten, erwiesen sich als zäher und mehr als unbequemer Gegner. Unter den 450 Zuschauern im Schulzentrum freute sich nur der beachtliche Fanblock der Gäste. Bei der Heimmannschaft sah man aber schnell ein: So kann es nicht weitergehen. Die einzig verbliebenen erfahrenen Feldspieler im Team mussten nun ihre Routine ausspielen. Lukas Konkel und Mathias Waldmann schafften so den Anschluss zum 3:4, nachdem die Rückraumspieler der Anfangsformation zunächst kaum ins Spiel fanden. Danach zeigte auch Johannes Rosenberger Lichtblicke und auch Moritz Kornegger kam zu seinem ersten Tor. Zur Halbzeit führte Raunau mit 12:11, was auch Keeper Maxi Jekle zu verdanken war, dessen Showtime aber erst noch kommen sollte.

Die zweite Hälfte begann wieder mit Fehlwürfen aus dem Rückraum. Quittung war ein 13:15. SC-Torjäger Knoller war nachgereist und jetzt im Team der Gäste.

Man konnte Böses erahnen. Also musste wieder Waldmann ran und zum 14:15. Rosenberger stellte auf Ausgleich. Dann die erste spektakuläre Szene. Adrian Thalhofer fing einen Pass ab und seinen tollen Konter schloss Kornegger zum 16:15 ab. Auf der Gegenseite begann die Jekle-Show. Er zeigte sensationelle Paraden, Knoller hatte am meisten darunter zu leiden. Selbst ein Siebenmeter wurde ihm weggenommen.

Aber es blieb eng. Beim 18:16, einem Siebenmetertor von Waldmann, hatte Raunau seinen Zwei-Tore-Vorsprung. Danach wieder Ausgleich und Wahnsinnstreffer von Waldmann in Zeitspielgefahr sowie ein Kracher von Kornegger. Es stand 20:19, Jekle parierte wie ein Wahnsinniger einen Konter und Raunau geriet wieder in Zeitspielanzeige. Nur noch ein Pass und Björn Egger warf aus dem Freiwurf heraus das 21:19. Dann traf Kornegger souverän nach Konter, doch die Gäste kamen sofort auf 22:21 heran. Im letzten Angriff der Raunauer Jungs wurde Egger gar ein Schrittfehler abgepfiffen. Den Gästen blieb eine halbe Minute, doch die Raunau-Abwehr hielt und die Fans tobten. (walp)

TSV Niederraunau Hessheimer, Jekle; Kiebler (1), Rothermel (2/1), A. Thalhofer, Konkel (2/1), Sadlo, Waldmann (6/1), Hegenbart, Egger (2), Blösch, Kornegger (5), Rosenberger (4)

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