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Kontra-Kommentar

06.03.2021

Jetzt Bildschirmzeit kürzen? Aber nein!

Bildschirm aus? Lasst die Kinder doch im Lockdown ruhig mal daddeln, meint unser Autor.
Foto: Adobe.Stock

Im Lockdown sitzen Kinder mehr vor dem Rechner. Sollte sich das nun angesichts der Lockerungen ändern? Weiter mit der Ausnahmetoleranz, findet unser Autor.

Hoffentlich sind Sie gut mit Ihrem Nachwuchs durch diese schwierigen Monate gekommen. Denn das ist ja bei den von allen einzeln und dann auch gemeinsam zu meisternden Herausforderungen die Hauptsache. Darum waren manche zuvor mitunter mühsam ausgefochtenen Regelungen wie etwa zu genehmigten Bildschirmzeiten plötzlich nicht mehr ganz so wichtig. Und? Hat sich daran jetzt schon Entscheidendes geändert?

Corona-Lockerungen - und was hat sich groß geändert?

Außer dass es sich vielleicht so anfühlt, als wäre es endlich an der Zeit, wieder zur familiären Normalität zurückzukehren? Dürfen, können, sollen die Kinder: sich einander in ihren Freundesgruppen rumtreiben, ins Fußballtraining gehen, sich im Schwimmbad austoben? Sie können in Baumärkte gehen und zum Friseur. Wow, wie geil!

Aber ja, klar, das Wetter ist besser jetzt. Draußen rumradeln kann man also viel länger und viel weiter – bei noch geltenden Kontaktbeschränkungen! Das chillt die Lage natürlich beträchtlich …

Die Kinder werden vom mehr Daddeln keinen bleibenden Schaden davontragen

Also mal im Ernst: Halten Sie durch! Heißt: Halten Sie es einfach noch ein bisschen aus, dass die Kinder mehr glotzen und daddeln als sonst. Die werden keinen bleibenden Schaden davontragen. Also machen Sie ruhig mehr Angebote, wieder was gemeinsam zu unternehmen – wenn Sie auch selbst die Kraft und die Zeit dazu haben. Und seien Sie in der Umsetzung dabei gegebenenfalls auch nachdrücklich.

Aber zu denken und also zu verordnen, es sei jetzt mal gut mit den Ausnahmetoleranzen? Das sollte man doch an die dafür entscheidenden Lockerungen in der ganzen Gesellschaft koppeln. Das hilft der Akzeptanz der jetzigen Beschränkungen, der Argumentation dann bei der Rückkehr zur normalen Regelung – und also dem wichtigsten Ansinnen: weiter gut gemeinsam durch diese schwierigen Monate zu kommen.

Lesen Sie dazu auch den Pro-Kommentar von Doris Wegner.

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