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CSU und UBV in Landsberg: So nah und doch so fern

CSU und UBV in Landsberg: So nah und doch so fern
Kommentar Von Thomas Wunder
07.05.2020

Die Landsberger UBV-Oberbürgermeisterin möchte nicht mit der CSU zusammenarbeiten. Die Gründe dafür nennt LT-Redakteur Thomas Wunder.

Die Wahl des Zweiten und Dritten Bürgermeisters im Landsberger Stadtrat war keine Überraschung mehr. Unsere Zeitung hatte ja schon im Vorfeld darüber berichtet, dass Oberbürgermeisterin Doris Baumgartl (UBV) auf das Duo Moritz Hartmann (Grüne) und Felix Bredschneijder ( SPD) setzt. So ist das in einer Demokratie. Wer an der Macht ist, sucht sich Mehrheiten. Am besten solche, die wenig Ärger machen.

Nun ist CSU-Stadtrat Christian Hettmer – zumindest nach außen hin – nicht als Stänkerer bekannt. Im Gegenteil, viele seiner Stadtratskollegen schätzen seine ehrliche Art und seinen fleißigen Arbeitsstil. Dennoch hatte er mit seiner Bewerbung um einen Stellvertreterposten keine Chance. Der Grund dafür liegt viele Jahre zurück.

Einst spaltete sich die UBV von der CSU ab

Max Doll, Ludwig Schilling und Georg Eschenlohr, die Gründer der UBV, saßen einst für die CSU im Stadtrat. Die geplante Ansiedelung des Chemiebetriebs Eli Lilly im Gewerbegebiet führte zum Bruch mit der CSU und hatte den Aufstieg der UBV zur Folge, der 1988 in der Wahl von Franz Xaver Rößle zum Oberbürgermeister gipfelte. Seit Ende der 1970er-Jahre gilt das Verhältnis zwischen CSU und UBV als gespalten. Sie sind sich so nah und doch so fern.

CSU und UBV in Landsberg: So nah und doch so fern

CSU und UBV besetzen nicht nur die gleichen Themen, sie haben auch die gleichen Wähler. Konservativ sind beide. Dass in den vergangenen Jahren so mancher CSU-Stadtrat dem Beispiel von Doll, Schilling und Eschenlohr folgte, bestätigt diese Nähe. Doch die politische Nähe bedingt eben auch eine deutliche Abgrenzung, damit der Wähler noch einen Unterschied erkennt. In den vergangenen acht Jahren wurde die Stadt von einem CSUler regiert, eine UBVlerin war sechs Jahre seine Stellvertreterin. Den umgekehrten Weg wollte Doris Baumgartl im Jahr 2020 nicht gehen. Stattdessen schiebt sie die CSU mit ihrem Bündnis aus UBV, Grünen und SPD aufs Abstellgleis – und damit wieder ein gutes Stück weit von der UBV weg.

Mehr zum Thema: Bürgermeisterwahl: Hat Doris Baumgartl eine Chance verpasst?

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