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Kaufering

05.08.2020

Corona: Kauferinger Feriencamp unter ganz besonderen Umständen

Lea (mit Reifen) und ihre Freundin Amelie (oranges Shirt) und Lucy haben Spaß beim Zirkusprojekt.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Seit vielen Jahren bieten Kaufering und die Firma Hilti ein Feriencamp an. Heuer war lange unklar, ob es stattfinden kann. Es müssen diverse Regeln eingehalten werden.

Lange war ungewiss, ob dieses Jahr das Feriencamp der Marktgemeinde und des Unternehmens Hilti in der Mittelschule Kaufering stattfinden kann. Erst vor acht Wochen fiel die Entscheidung, dass es das Angebot auch heuer geben wird. Damit die 120 teilnehmenden Kinder nun die Ferien genießen können, musste coronabedingt im Vorfeld deutlich mehr geregelt werden als in den 13 vorherigen Auflagen.

Es wurde ein Hygiene-Konzept erarbeitet, um die geltenden Regeln des Infektionsschutzgesetzes einhalten zu können. Was heuer nicht geht, ist, dass die Kinder sich einfach ein Freizeitangebot für den kommenden Tag aussuchen. Sie sind in feste Gruppen eingeteilt, mit denen sie die einzelnen Stationen durchlaufen. Und je Gruppe dürfen es maximal 15 Kinder sein. Bis sie in den jeweiligen Räumen angekommen sind, müssen die Kinder eine Maske tragen. Es gibt drei Bereiche, in denen laut Organisator Eduard Sokolowski die Eltern die Kinder bringen und holen dürfen. Gegessen wird in drei Schichten in der Schulmensa.

„Wir haben Freunde und Geschwister, so weit machbar, in derselben Gruppe untergebracht“, sagt Bürgermeister Thomas Salzberger. Er betont die besondere Wichtigkeit des zweiwöchigen Angebots für Eltern in der aktuellen Situation. „Viele mussten einen Teil oder ihren ganzen Urlaub schon nehmen, weil die Kindergärten und Schulen während des Corona-Lockdowns geschlossen waren. Der Bedarf ist groß an Betreuungsangeboten in den Ferien.“

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Die Kinder haben Spaß im Feriencamp in Kaufering

Drinnen ist auf den ersten Blick nichts anders. Die Kinder sind begeistert beim Basteln oder den Sport- und Spielangeboten. Corona und seine Einschränkungen scheinen weit weg. Betreuerin Ramona Wagner sagt, sie habe Sorge gehabt, dass das Camp heuer ausfallen müsse. Sie hat gerade ihren Abschluss als Sonderpädagogin gemacht und ist zum vierten Mal dabei. Bei ihr können sich die Kinder austoben. Ein Parcours ist aufgebaut, den die Kinder schnell überwinden sollen. Angeboten wird zudem Sanitäterball, eine abgewandelte Form des Völkerballs.

Einmal in der Stunde verlassen sie die Turnhalle für eine Trinkpause, dann wird gelüftet. Spielgeräte und Türklinken werden zwischendurch desinfiziert. Turbulent geht es auch beim Zirkusprojekt zu. Die Artisten schwingen an den Ringen durch die Lüfte, und andere Teilnehmer üben Kunststücke ein. Mit dabei sind auch die Freundinnen Lucy, Amelie und Lea. „Es macht viel Spaß und unsere Betreuer sind total lustig, vor allem Alisa“, lobt Amelie.

Begeistert ist auch die neunjährige Hannah. Ihr haben es aber mehr die kreativen Angebote wie der Theaterworkshop angetan. Den leiten Thomas Metschl und Sonja Schnieringer vom Improtheater Lafalott aus Fuchstal. Obwohl Theater von Interaktion und Nähe lebt, klappe es gut, sagt Metschl. „Da es keine Vermischung der Gruppen gibt, können die Kinder die Masken im Raum abnehmen, das erleichtert es. Das Einzige, was heuer ausfallen muss, ist der Auftritt vor den anderen Kindern, der sonst immer am letzten Tag stattfindet.“ Am Abend desinfizieren er und Schnieringer Pinsel und Stifte.

Beim Theater-Workshop basteln Mathilda (rechts) und Hannah Deko.
Bild: Julian Leitenstorfer

Noch besser als der Theater-Workshop hat Hannah die Schnitzeljagd durchs Schulhaus gefallen. Dabei müssen die Kinder Zahlen finden, die sie zuvor gewürfelt haben und es gibt Ereignisfelder. Dort geht es darum zu erraten, um welches Märchen es sich handelt, dass von den Betreuern erzählt wird. „Wir haben in dem Kurs auch aus Butterkeksen ein Hexenhaus gebaut. Zusammengehalten wird es von Lebensmittelfarbe. Das durften wir danach essen“, freut sich Hannah.

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