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Feuerwehr

13.01.2013

„Der Digitalfunk ist nicht aufzuhalten“

Der Digitalfunk kommt.
Bild: Ralf Lienert

Endgeräte sollen über Sammelbestellung beschafft werden

Alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben sollen künftig in ganz Bayern mithilfe des modernen, abhörsicheren Digitalfunks kommunizieren. Doch der Weg dahin ist lang. Seit November herrscht mehr Klarheit darüber, wie die Beschaffung der Endgeräte finanziert werden soll. Der sechsmonatige Probebetrieb soll Anfang Oktober starten. „Der Digitalfunk ist nicht aufzuhalten“, sagte Kreisbrandrat Johann Koller bei der Jahresversammlung der Landsberger Feuerwehr.

Im November teilte das Bayerische Innenministerium mit, dass das Sonderförderprogramm zur Beschaffung der Endgeräte in Kraft ist. Das Programm sieht laut Innenstaatssekretär Gerhard Eck eine Förderung mit Festbeträgen vor. Die Erstausstattung der Feuerwehren soll mit 80 Prozent aus staatlichen Mitteln gefördert werden. Der Landesfeuerwehrverband Bayern hofft, dass durch Sammelbeschaffungen bei den Kommunen wirklich nur 20 Prozent der Beschaffungskosten und die Einbaukosten verbleiben werden.

Im Landkreis wird eine Sammelbestellung angestrebt, wie Ernst Schilcher vom Landratsamt sagt. Auf Ebene des Landkreises oder des für Landsberg zuständigen Zweckverbands für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung (ZRF) Fürstenfeldbruck seien aufgrund der zu geringen Stückzahlen keine großen Preisnachlässe zu erwarten. Daher sei man eine Ebene höher angelangt. Jetzt werde für den Bereich Oberbayern Nord (Erding, Freising, Ingolstadt und Fürstenfeldbruck) ein Rahmenvertrag über die Beschaffung digitaler Endgeräte ausgeschrieben. Für die Kommunen besteht keine Verpflichtung, die Endgeräte über diesen Vertrag zu beschaffen, so Schilcher. Das Landratsamt empfiehlt, mindestens die Anzahl an Endgeräten zu bestellen, die derzeit schon im Einsatz sind.

Nachdem aus Sicht des Landratsamtes die Kostenfrage im Wesentlichen geklärt ist, hat der Landkreis Ende des vergangenen Jahres die Teilnahmeerklärung zum Probebetrieb abgegeben. Bislang haben dies laut Schilcher 26 von 31 Gemeinden getan. Die fehlenden würden wohl nachziehen. Denn erst mit der Erklärung der Teilnahme bestehe die Berechtigung, Endgeräte zu beschaffen. Dass der Probebetrieb Anfang Oktober startet, glaubt Johann Koller nicht. Für den Landkreis rechnet der Kreisbrandrat mit einem Beginn Anfang des nächsten Jahres. Wie Koller bei der Versammlung in Landsberg sagte, wird es im Landkreis bis 2020 einen parallelen Betrieb von digitalem und analogem Funk geben. Vor allem in den Randbereichen des Kreises im Westen und im Süden bestehe die Gefahr von digitalen Funklöchern. Denn in den Nachbarlandkreisen in Schwaben und im Landkreis Weilheim-Schongau startet der Digitalfunk deutlich später. Zwei Funkmasten, die auch Gebiete im Landkreis abdecken sollen, seien bis dahin nicht in Betrieb.

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