1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Der Weg zum Landsberger Wildpark bleibt länger gesperrt

Landsberg

12.02.2020

Der Weg zum Landsberger Wildpark bleibt länger gesperrt

Der Lechpark Pössinger Au bleibt länger gesperrt - wahrscheinlich bis Juni.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Bei der Sanierung der Ufermauer in Landsberg gibt es einige Überraschungen. Die Baustelle wird deshalb länger dauern als geplant. Das hat Folgen für Spaziergänger.

Der Weg von der Landsberger Altstadt zum Lechpark Pössinger Au wird wegen der Baustelle an der ostseitigen Lechufermauer länger gesperrt bleiben, als zunächst geplant. Das berichtete Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) am Dienstagabend in der Bürgerversammlung in Pitzling.

Er sprach davon, dass sich die Fertigstellung von Ende März bis Juni verzögern dürfte. Auf der Baustelle hat es in den vergangenen Monaten einige Überraschungen gegeben, berichtete auf LT-Nachfrage der beim Wasserwirtschaftsamt Weilheim zuständige Projektleiter Johannes Haas.

Ein Starkregen setzte die Baugrube unter Wasser

Um mehrere Tage zurückgeworfen wurden die Bauarbeiten beispielsweise nach dem 3. Februar. An diesem Tag regnete es so stark, dass die Baugrube zwischen der alten Ufermauer und der Spundwand unter Wasser stand – just dann, als alles für die Fundamentierung vorbereitet gewesen sei, wie Haas sagt. Bis das Wasser abgepumpt, das hineingeschwemmte Material weggeräumt und die Sauberkeitsschicht wiederhergestellt war, habe es einige Tage gedauert.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Auch in den Wochen zuvor hatte es Überraschungen gegeben. „Bei der Spundwandachse hatten wir ein Rammhindernis“, berichtet Haas. Es habe sich um einen bisher unbekannten Nagelfluhfelsen gehandelt, der sich auf einer Länge von fast 50 Metern im Bereich der 90 Meter langen Mauer erstreckte. Als der Fels dann durch den Baggereinsatz auseinander bröckelte, konnte das Hindernis stückweise entfernt werden, was aber wiederum mehr als eine Woche Zeit gekostet habe. Bei den Ankerbohrungen habe eine feste Mergelschicht ein Hindernis gebildet, das ebenfalls beseitigt werden musste.

Die Sanierung der Mauer am Ostufer des Lechs entlang des Biergartens kann nicht wie zunächst geplant bis Ende März abgeschlossen werden.
Bild: Thorsten Jordan

Mehr Arbeit gab es an der mit Holzpfählen erfolgten Gründung der alten Mauer. Zwischen den Pfählen sei man auf wenig standfestes Material gestoßen, die Zwischenräume mussten abschnittsweise mit Beton verfüllt werden, erklärt Haas. In diesen Tagen beginnen die Arbeiten zur Herstellung der neuen, vorgesetzten Stahlbetonmauer.

Haas betont weiter, dass der zunächst an der Ostseite anvisierte Fertigstellungstermin Ende März ohnehin schon „sehr sportlich“ gewesen sei. Jetzt gehe man von einer um eineinhalb bis zwei Monate längeren Bauzeit aus, an deren Ende dann auch die Baustraße im Wildpark zurückgebaut sein wird. Der Kies, der für die Baustellenplattform in den Lech eingebracht wurde, soll im Fluss bleiben – für Fische, die Kies benötigen, um ihren Laich abzusetzen. Die Sanierung der Mauer am Englischen Garten sei im Zeitrahmen und solle bis Sommer abgeschlossen sein.

Was am Lechufer oberhalb Karolinenbrücke gemacht wird, lesen Sie hier: Wildpark: Vom Klösterl her bald gesperrt

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren