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Eishalle

29.04.2015

Eine Sondergebühr für alle

Eine Eishalle zu unterhalten, erfordert einen hohen und damit teuren technischen Aufwand. Daher soll sich auch unter anderem der Landkreis beteiligen.
Bild: Jordan

ÖDP-Stadtrat fordert Betriebskostenzuschuss und eine Beteiligung des Landkreises

Der Auftrag des Stadtrats an die Verwaltung war eindeutig: Sie solle ein Gebührenmodell für die Benutzung der Eishalle erarbeiten, und zwar so, dass künftig kein Defizit mehr erzielt wird. Jetzt hat Antragssteller Stefan Meiser (ÖDP) nachgelegt. In einem Schreiben an den OB, das er auch an das Landsberger Tagblatt weitergeleitet hat, bittet er darum, die Überprüfung noch um zwei weitere Punkte zu ergänzen: zum einen eine Kostenbeteiligung des Landkreises und zum anderen eine Betriebskostenabgabe, die mit dem Kauf einer Eintrittskarte erhoben werden könnte.

So hat Stefan Meiser festgestellt, dass im Bereich des Publikumslaufes für Zuschauer, die etwa Kinder oder andere Personen lediglich begleiten, ein gesonderter Eintritt in Höhe von einem Euro erhoben wird. Dieser Betrag wird dann zum Beispiel für den Betrieb der Toilettenanlagen, die Reinigung der Zuschauerränge und Ähnlichem verwendet. Zuschauer jedoch, die Spiele des HC Landsberg besuchen oder Eltern, die ihre Kinder zum Eishockeytraining oder zum Eiskunstlauf begleiten, müssten diesen Euro dafür nicht bezahlen. Stefan Meiser sieht dadurch die Zuschauer des Publikumslaufes schlechter gestellt, außerdem verzichte die Stadt auf notwendige Einnahmen, die sich laut Meiser „im deutlichen fünfstelligen Bereich bewegen“.

Mit diesem ergänzenden Vorstoß stößt Meiser erneut auf den Widerstand von Sportreferent Felix Bredschneijder. Für den SPD-Stadtrat macht es keinen Sinn, eine entsprechende Umlage auf die Eishalle zu beschränken. Die Begründung, so fordert Bredschneijder in einem Erwiderungsschreiben auf den Antrag, wäre bei sämtlichen Veranstaltungen im Sportzentrum oder in sonstigen städtischen Einrichtungen dieselbe. Betroffen wären durch die Abgabe aber außer dem HCL auch die Sportarten Basketball, Handball oder Football und zusätzlich sämtliche Veranstaltungen, ob kommerziell oder nicht.

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Seine Meinung zu dem Thema, und da spreche er auch für seine SPD-Fraktion, sei eindeutig und unverändert. Die Vereine zahlten durchaus relevante Beiträge für die Nutzung der Hallen und Plätze an die Stadt, die ohnehin durch den Zuschaueraufwand höher seien als die ohne. Eine zusätzliche Abgabe wirke dagegen eher wie eine Eintrittserhöhung und habe daher das Potenzial, Zuschauer abzuhalten. Daher solle sie nicht eingeführt werden. Damit bleibe er bei seiner bereits in der zurückliegenden Stadtratssitzung geäußerten Meinung, dass eine Überprüfung der Tarifordnung aus Sicht der SPD unnötig sei und man sich den Aufwand sparen könne.

Den Vorstoß Meisers, eine Betriebskostenbeteiligung durch den Landkreis zu prüfen, hält er dagegen für einen wichtigen Aspekt. Meiser begründet dies damit, dass sich der Landkreis an den Sanierungskosten des Jahres 2011 in Höhe von 4,5 Millionen Euro nicht beteiligt hatte.

Im Jahr 1979, beim Bau des Stadions, sei die Situation eine andere gewesen. Damals habe der Landkreis einen Baukostenzuschuss geleistet und dafür im Gegenzug die Zusage erhalten, dass Landkreisbürger den gleichen Eintritt bezahlen wie städtische Nutzer. Sein Vorschlag: Entweder der Landkreis beteiligt sich rückwirkend an den Kosten von 2011 und die Regel bleibt bestehen, oder aber er beteiligt sich jährlich prozentual an den Kosten des Eisstadions. (hön)

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