Newsticker

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Madrid und ins Baskenland
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Eissporthalle in mehreren Kapiteln

Landsberg

11.05.2015

Eissporthalle in mehreren Kapiteln

Um die Kostenverteilung für die Eissporthalle ist eine Diskussion zwischen Stadt und Landkreis Landsberg entstanden.
Bild: Thorsten Jordan

Arbeitsgruppe erarbeitet Optimierungsvorschläge. Betonboden wird nicht saniert

 Der Antrag ist formuliert und wird noch in dieser, spätestens in der kommenden Woche im Landratsamt eingehen. Darin fragt die Stadt Landsberg beim Landkreis nach, inwieweit eine Kostenbeteiligung, auch eine nachträgliche, an der Sanierung der Eissporthalle (2010) möglich ist und wie man künftig die Nutzung der Halle durch Landkreisbürger regeln könnte.

 I: Das Schriftstück ans Landratsamt ist bereits seit einiger Zeit in der Vorbereitung, zusätzliche Bewegung kam nun durch eine Anfrage von ÖDP-Stadtrat Stefan Meiser an den Oberbürgermeister in die Geschichte. Darin erinnert er an eine im Jahr 1979 geschlossene Zuwendungsvereinbarung für die Nutzung der Eissporthalle durch Schulen und Vereine des Landkreises. Anton Sirch, Leiter des Raum- und Veranstaltungsmanagements, hat sich das Vertragswerk herausgesucht, die Sache sei eindeutig: „Der Landkreis hatte seine Zuwendung damals an bestimmte Forderungen geknüpft.“ Eine Laufzeit des Vertrages sei jedoch nicht vereinbart worden. Weshalb dann 2010 nicht erneut das Gespräch gesucht wurde, als die große Sanierung mit 3,5 Millionen Euro durchgeführt wurde? Darüber habe er keine Kenntnis.

Das zu klären möchte er nun nachholen, da seinen Erfahrungen nach ähnliche Vereinbarungen über Zuschüsse normalerweise meist nach 25 bis 30 Jahren erlöschen oder neu überarbeitet werden. Stefan Meiser hatte ausgerechnet, dass unter Anwendung des 79er-Vertrags der Stadt 2010 eine Summe von 700000 Euro zugekommen wäre.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Im Landratsamt weiß man noch nichts von einem entsprechenden Schreiben. Pressesprecher Wolfgang Müller: „Wir haben für die Nutzung der Turnhalle eine Vereinbarung, nicht aber für die Eishalle.“ Da es sich dabei nicht um eine Breitensportanlage handle, so Müller gegenüber dem LT, sehe man sich für die Eishalle auch nicht zuständig. Allerdings baut er eine erste Brücke: „Wenn die Stadt mit einem Antrag auf uns zukommt, werden wir uns natürlich darüber unterhalten.“

II: 105000 Euro, die bereits im Haushalt für die Reparatur des Betonbodens der Eishalle eingeplant waren, werden nun doch nicht benötigt. Ein zweites Gutachten, so hatte Stefan Meiser erfahren, habe bestätigt, dass eine Reparatur doch nicht notwendig sei. Was die Stadt nun in einer Stellungnahme gestern bestätigte. Bevor die Maßnahme durchgeführt wurde, so heißt es in einem Schreiben von Pressesprecher Andreas Létang, habe man den Beton-Sachverständigen mit einem Gutachten beauftragt, dass seit Montag vergangener Woche vorliege. Dieses sieht eine Sanierung der Pistenfläche als nicht erforderlich an. Der Verwaltungs- und Finanzausschuss, so Létang, werde sich in einer der nächsten Sitzungen über den Einsatz der nicht verwendeten Mittel beraten. LT-Informationen zufolge könnte die Summe in die Reparatur der Heizung der Sing- und Musikschule fließen, was Létang nicht bestätigen wollte.

III: Auch in das Thema Nutzungsgebühren der Eishalle kommt deutlich Bewegung. Anton Sirch hatte die Problematik schon vor Längerem zu seiner Sache gemacht und eine Arbeitsgruppe zusammengestellt. Mitglieder sind neben ihm der Technische Leiter des Zentrums, Eismeister, kaufmännische Sachbearbeiterin und der Umweltingenieur der Stadt, Rolf Mergler-Völkl sowie je nach Themenbereich auch die Nutzer der Halle wie zum Beispiel der HC Landsberg.

Insgesamt 13 Komplexe zur Betriebskostenoptimierung setzte er auf die Agenda, der erste zum Beispiel betrifft „Energie und Ressourcen“. Bis Juni, spätestens aber am 15. Juli, so sein straffer Zeitplan, möchte er die Lösungsvorschläge im Stadtrat präsentieren und abstimmen lassen. Eine Tariferhöhung, selbst eine gemäßigte, sollte seiner Meinung nach die letzte Möglichkeit sein, wenn sich alles andere als nicht zielführend erweise.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren