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Utting

20.08.2020

Florian Zarbo arbeitet jetzt auch in Windach

Florian Zarbo ist Gemeinderat in Dießen, arbeitet als Verwaltungschef in Utting und hat nun einen weiteren Job.
Bild: Julian Leitenstorfer (Archiv)

Plus Der Uttinger Verwaltungschef und Dießener Gemeinderat Florian Zarbo hat einen weiteren Job. So bekommt er es unter einen Hut.

Mit einem neuen Job an der Spitze des Dießener Rathauses wurde es für Florian Zarbo bei der Wahl im März zwar nichts: In der Stichwahl musste der Kandidat der Freien Wähler Sandra Perzul (Dießener Bürger) den Vortritt lassen. Neben seinen Tätigkeiten im Uttinger Rathaus (Geschäftsstellenleiter und Kämmerer sowie Vorstand des Kommunalunternehmens für das Schmucker-Projekt) hat der 26-Jährige seit einigen Wochen nun auch noch einen Job in einer weiteren Kommune.

Nicht nur die Stadt Landsberg hatte die Fühler nach Zarbo ausgestreckt, als sich der erst vor wenigen Monaten neu eingestellte Kämmerer im Frühjahr schon wieder verabschiedete. Während Zarbo damals nur bestätigte, sich nicht selbst um die Stelle beworben zu haben, war er bereits mit einer anderen Gemeinde in Kontakt: Der Windacher Bürgermeister Richard Michl hatte Zarbo gefragt, ob er Vorstand der Gemeindewerke werden wolle. Die Position war frei geworden, als der bisherige Vorstand Sven-Michael Sautter Gemeinderat wurde.

So hoch ist der Stundenaufwand im Zusatzjob

Seit 1. Juni ist Zarbo nun auch Vorstand der Windacher Gemeindewerke – in einer Nebenbeschäftigung. Die Tätigkeit für Windach ist überschaubar: 20 bis 30 Stunden im Monat seien es ungefähr, die er für die Gemeindewerke tätig sei, sagt Zarbo. „Ich habe noch Zeit für die Familie, vielleicht kommt aber der Sport etwas kurz“, sagt der Vater eines sechsjährigen Sohnes. In verschiedenen Kommunen tätig zu sein, bedeute für ihn, Synergien zu schaffen. Außerdem arbeite er gerne am Wochenende oder abends. „Mit dem Laptop am See zu sitzen, ist für mich keine Strafe“, so Zarbo.

Überschaubar ist momentan auch noch das Tätigkeitsfeld der Gemeindewerke: Über das Kommunalunternehmen wurde der Neubau der Sportgaststätte abgewickelt, die Verwaltung und Verpachtung des Gasthofs am Schloss ist ebenfalls Sache der Gemeindewerke, erklärt Zarbo. Aber das soll nicht alles bleiben: Ob der Wohnungsbau in der Schützenstraße ebenfalls über die Gemeindewerke getätigt werden soll, werde derzeit geklärt, aktuell stehe auch die Frage im Raum, mit dem Bau einer Fotovoltaikanlage bei Schöffelding in die Erzeugung regenerativer Energien einzusteigen. Der Energiebereich sei auch der Grund gewesen, warum 2012 die Gemeindewerke gegründet worden seien, blickt Zarbo zurück. Das solle jetzt vorangetrieben werden. Hinter den Gemeindewerken steckt im Prinzip das Geld, das sich in der Rücklage der Gemeinde Windach angesammelt hat, erklärt Zarbo. Dieses werde in wirtschaftliche Unternehmungen investiert.

Zarbo will für Transparenz sorgen

Was ihn an dem Job gereizt hat? „Dass ich da mein Wissen und meine Ideen einbringen und meinen Horizont erweitern kann“, sagt Florian Zarbo. Der Vorteil eines Kommunalunternehmens sei, dass man aufgrund der privatrechtlichen Organisation schneller und flexibler arbeiten könne. Zwar müsse man sich bei Ausschreibungen auch an den Vergabebedingungen für öffentliche Bauvorhaben und Lieferungen (VOB und VOL) orientieren, aber man könne eben durchaus mit den Bietern auch nachverhandeln.

Demgegenüber steht jedoch, dass Entscheidungen etwa im Verwaltungsrat (der sich aus Mitgliedern des Gemeinderats zusammensetzt) hinter verschlossenen Türen getroffen werden und die Tätigkeit eines Kommunalunternehmens einer unmittelbaren demokratischen Kontrolle stärker entzogen ist. „Unser Credo ist größtmögliche Transparenz“, verspricht Zarbo jedoch, „wir arbeiten ja mit gemeindlichem Steuergeld.“ Die Bilanzen etwa würden ja öffentlich bekannt gemacht.

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