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Landsberg

05.08.2019

In Landsberg beginnt das Feilschen um den Drehleiter-Zuschuss

Für die neue Drehleiter der Landsberger Feuerwehr möchte Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner einen Zuschuss des Landkreises haben. Mit dem ersten Angebot war er nicht zufrieden.
Bild: Symbolbild: Roland Furthmair (Archiv)

Die Drehleiter für die Feuerwehr Landsberg ist kostspielig. Warum Landsbergs Oberbürgermeister das Angebot des Landkreises nicht genügt.

Landsberg Eine Drehleiter für die Feuerwehr ist auch für eine Stadt wie Landsberg eine große Investition. 750000 Euro blieben bei der Stadt an Kosten hängen, berichtete Oberbürgermeister Mathias Neuner (CSU) in der jüngsten Kreisausschusssitzung, als es um einen Zuschuss des Landkreises an die Stadt ging.

Die vom Landkreis angebotene Finanzspritze enttäuschte Neuner jedoch. Eine 15-prozentige Kostenbeteiligung sei „deutlich zu wenig“, kritisierte er.

Viele Gemeinden profitieren

Die Drehleiter der Stadt komme ja in vielen Gemeinden zum Einsatz, begründete Neuner, warum er eine höhere Kostenbeteiligung des Landkreises forderte und beantragte, 50 Prozent der von der Stadt nach Abzug des staatlichen Zuschusses verbleibenden Kosten zu übernehmen. Die Einsätze außerhalb der Stadt seien ja auch kostenfrei und die Stadt komme komplett für Unterhaltung und Unterbringung des Drehleiterfahrzeugs auf, auch den Maschinisten stelle die Stadt zur Verfügung.

In Landsberg beginnt das Feilschen um den Drehleiter-Zuschuss

Schützenhilfe aus Dießen

Schützenhilfe bekam Neuner von Dießens Bürgermeister Herbert Kirsch (Freie Wähler), der darauf verwies, dass die in Dießen stationierte Drehleiter seinerzeit vom Landkreis angeschafft worden sei. Allerdings wandte Landrat Thomas Eichinger (CSU) ein, dass die höheren Gebäude ja in der Regel in Landsberg, Kaufering und Dießen und nicht in den kleineren Landgemeinden stünden. Und zuletzt habe Kaufering 2012 eine neue Drehleiter gekauft, ohne einen Zuschussantrag beim Landkreis zu stellen: „Man muss objektive Maßstäbe walten lassen und da sind 15 Prozent Zuschuss möglich und berechtigt.“ Alles andere wäre sachfremd, meinte Eichinger. Grundsätzlich sei der Brandschutz Sache der Gemeinden und man begebe sich mit dem Zuschuss „eigentlich in den Bereich der freiwilligen Leistungen“.

Auch auf dem Land wird höher gebaut

Das hielt freilich Quirin Krötz (CSU) nicht davon ab, Neuner und Kirsch „schon ein Stück weit zu unterstützen“, wie er sagte. Denn auch auf dem Land würde immer höher gebaut – zum Beispiel in der Landwirtschaft.

Krötz verwies zudem auf das Flächenspargebot: „Das wird uns zwingen, auch im ländlichen Bereich höher zu bauen.“

Allerdings spielte der Rotter Bürgermeister auch darauf an, dass Neuner und Kirsch in der Vergangenheit zu den größten Kritikern der Kreisumlagenhöhe gehört hätten. Würde man der 50-Prozent-Forderung aus Landsberg folgen, würde dies etwa einem halben Punkt Kreisumlage entsprechen, rechnete er vor.

Eine Entscheidung zu dem Zuschussbegehren aus Landsberg fasste der Kreisausschuss nicht. Auf Antrag von Josef Loy (CSU) wurde die Sache zurückgestellt, um weiterzuverhandeln. Reden könne man schon, hatte zuvor auch CSU-Fraktionschef Wilhelm Böhm gemeint, „um vielleicht noch einmal fünf Prozent draufzulegen“.

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