1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Knall am Ammersee: Kein Fall für die Polizei

Landkreis Landsberg

07.11.2019

Knall am Ammersee: Kein Fall für die Polizei

Die Polizei hat jetzt erklärt, was es mit dem lauten Knall am Dienstagnachmittag auf sich hatte, der rund um den Ammersee zu hören war.
Bild: Wolfgang  Widemann (Symbolbild)

Plus Im Landkreis Landsberg und der weiteren Region am Ammersee war am Dienstag ein lauter Knall zu hören. Was die Polizei darüber jetzt weiß.

Das Rätselraten nach dem lauten Knall am Ammersee am Dienstagnachmittag war groß: Meteoriteneinschlag, Böllerschießen oder doch ein Überschallknall durch ein Kampfflugzeug? Wir haben nochmals bei der Polizei nachgefragt.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Mehrere Leser erklärten sich diesen damit, dass ein Flugzeug die Schallmauer durchbrochen und den Knall ausgelöst habe. Jürgen Stegmann beschrieb dies sogar ziemlich konkret: „Es war einfach ein Militär-Jet in rund sieben Kilometern Höhe, vermutlich ein Eurofighter. Man konnte nach dem Schallmauer-Knall deutlich die Triebwerke hören. Außerdem konnte man den Raser sogar zwischen den Wolken sehen.“

Ein Anrufer berichtet von wackelnden Fensterscheiben

Die Polizei wollte diese Darstellung auf Nachfrage des LT in der Gesamtheit nicht bestätigen. Feststeht laut dem Sprecher des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord, Jürgen Weigert, nur, dass der Knall von einem Überschallflug ausgelöst wurde. Andere Ereignisse, die einen solchen Knall erzeugten, seien nicht bekannt geworden. „Nach dem Knall ist kein polizeilicher Einsatz erfolgt“, hieß es vom Präsidium weiter. Ebenso sei nirgendwo ein Sachschaden gemeldet worden, der auf eine Explosion schließen lassen könnte. Ein Anrufer bei der Einsatzzentrale in Ingolstadt habe von wackelnden Fensterscheiben als Folge der Überschallknalls berichtet.

ecsImgBannerNewsletter250x370@2x-1315723864673274678.jpg

War es wegen des kalt-feuchten Wetters so laut?

Verantwortlich für den Überschallknall war ein Trainingsflug eines Eurofighters vom taktischen Luftwaffengeschwader 74 in Neuburg an der Donau. Das erklärte auf LT-Nachfrage der dortige Presseoffizier Harald Graf. Der Überschallflug sei nach den bestehenden Vorschriften vorab genehmigt gewesen und vorschriftsmäßig auf einer Flughöhe von 36.000 Fuß (das sind rund 11.000 Meter) durchgeführt worden, sodass es zu keinen Schäden kommen könne. Dass der Schall besonders deutlich wahrgenommen wurde, könnte mit der kalt-feuchten Witterung zusammenhängen, die zum Zeitpunkt des Flugs herrschte.

Zumeist, so Graf weiter, würden solche Flüge im Ausland oder über dem Meer durchgeführt. Ein gänzlicher Verzicht auf Flüge im Inland sei jedoch nicht möglich. Die Range für Flüge des Neuburger Geschwaders reiche im Alpenvorland vom Starnberger See im Osten bis zur Schwäbischen Alb.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren