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Kunst
04.09.2015

Jetzt kommt Licht ins Dunkel

Zunächst vermuteten die Finder eine alte Decke auf dem Dachboden des Kinsauer Pfarrhofs. Dann stellte es sich als ein Jahrhunderte altes Deckengemälde dar.
2 Bilder
Zunächst vermuteten die Finder eine alte Decke auf dem Dachboden des Kinsauer Pfarrhofs. Dann stellte es sich als ein Jahrhunderte altes Deckengemälde dar.
Foto: Manuela Schmid

Nach dem Kinsauer Gemäldefund bestätigt sich der Anfangsverdacht. Die Historiker wollen weitere Nachforschungen anstellen.

Zu dem unerwarteten Gemälde-Fund in Kinsau gibt es Neuigkeiten: Die Vermutung, dass das Ölbild einmal die Decke der Wallfahrtskirche schmückte (LT berichtete), hat sich bestätigt. Restaurator Wolfgang Reitschuster aus Egling hat sich die Kinsauer Pfarrkirche, die ja in früheren Zeiten einmal eine beliebte Wallfahrtsstätte war, jetzt genauer angesehen und kam zu dem Schluss: „Von der Form und dem Durchmesser her ist es die einzige Möglichkeit, dass es einmal hier an der Decke hing.“ Es müsse einmal das zentrale Deckenbild im Langhaus gewesen sein.

Auch der Maler des Marienbildes ist inzwischen bekannt: Veit Benno Lederer, ein Schongauer, der bis 1745 gelebt hat. Das Gemälde stammt aus der Zeit des Neubaus der Kinsauer Pfarrkirche St. Matthäus, die in den Jahren 1712 bis 1714 neu errichtet wurde. Der Barockbau wurde damals erstellt, weil die vielen Wallfahrer in der alten Kirche (diese wurde dann abgerissen) keinen Platz mehr gefunden hatten.

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