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Landsberg

14.11.2018

Landsberg will seine Verkehrsprobleme auch mit dem Fahrrad lösen

Zuviel Verkehr in der Stadt? Oberbürgermeister Mathias Neuner stellte Alternativen da.
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Zuviel Verkehr in der Stadt? Oberbürgermeister Mathias Neuner stellte Alternativen da.
Bild: Thorsten Jordan

Die Entwicklung in Landsberg soll eindeutig in Richtung Verkehrsberuhigung gehen. Nicht neue Straßen sind die Lösung, sondern alternative Verkehrsmittel.

Fast 50 Prozent der Autofahrten in der Stadt Landsberg sind höchstens drei Kilometer lang. Diese Zahl, die Dirk Kopperschläger von „Brenner Bernhard“ in Landsberg bei einem Pressegespräch in Sachen Verkehrskonzept ins Gespräch brachte, ist für Oberbürgermeister Mathias Neuner ( CSU) entscheidend: „Wenn wir es schaffen, diese Autofahrer zu überzeugen, mit dem Rad oder dem Bus zu fahren, dann haben wir in Landsberg kein Verkehrsproblem mehr.“

Der Kommentar zum Thema: Verkehrsprobleme: Wir alle müssen sportlicher werden

In Landsberg gibt es in Sachen Verkehr vielleicht auch ein Bürgerbegehren. Mehr dazu lesen Sie hier: Verkehr: Kommt es in Landsberg zum Bürgerentscheid?

Intensiv an der Infrastruktur arbeiten

Neuner setzt sich bei dem Gespräch am Mittwoch im Sitzungssaal im Historischen Rathaus gemeinsam mit Stadtbaumeisterin Birgit Weber für eine Verkehrsberuhigung ein. Man müsse den Autoverkehr auf andere Verkehrsmittel verlagern. „Wir sind an diesem Thema dran und planen auch intensiv die Infrastruktur. Die Baugebiete wie in der Staufenstraße werden parallel entwickelt. Wir sind nicht hintendran.“ Neuner hat am Mittwoch nicht nur die Presse über die Verkehrsplanungen informiert, sondern in einer Sitzung danach auch die Stadträte. Für sie gibt es auch am Samstag einen eigenen Workshop zu diesem Thema.

Keine enorme Verkehrssteigerung

„Wir arbeiten aktiv daran unsere Infrastruktur zu entwickeln“, so Neuner. Der Verkehr habe sich in den vergangenen Jahren gar nicht so verstärkt. Das würden Verkehrszählungen der Stadt zeigen. 1989 gab es in Landsberg 20.500 Einwohner und an der Karolinenbrücke bemessene Fahrbewegungen von 15.600. Nun, 29 Jahre später, sind es 30.000 Einwohner und 16.100 Fahrbewegungen. Das sei keine so enorme Steigerung.

Landsberg ist bisher eine autolastige Stadt

In welche Richtung denkt nun der Verkehrsplaner Kopperschläger: „Landsberg ist bisher eine autolastige Stadt. Wir müssen attraktive Alternativen schaffen, damit die Menschen nicht mehr so oft ihr Auto nutzen.“ Kopperschläger nennt hier Carsharing, mehr fahrrad- und fußgängerfreundliche Wege und will den ÖPNV attraktiver gestalten. Landsberg soll eine Stadt der kurzen Wege werden, wo man alles zu Fuß, per Rad oder Bus erreichen kann. „Kurz: eine Modellstadt für intelligente Mobilität“, so Dirk Kopperschläger. Und die Stadt sei durch den neuen Lechsteg, der eine Schlüsselstellung einnehmen könnte, auf einem guten Weg. Man könne noch viel verbessern, vor allem wenn Eltern meinen, sie müssten ihre Kinder in weitaus höherem Maße als früher mit dem Auto zur Schule bringen oder abholen. „Auch hier gibt es Alternativen, wie Laufbusse.“ Das sei eine Art Schulbus auf Füßen, eine organisierte Laufgemeinschaft von Kindern mit einem oder mehreren Erwachsenen.

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Landsberg stehe vor keinen anderen Herausforderungen wie andere Städte auch, so Kopperschläger. Und man sei nun am Anfang eines Prozesses, der den Verkehr in eine andere Richtung lenken soll. „Wir werden vor allem die Fuß- und Radwege fördern.“ Das Pedilac, ein Elektrofahrrad, sei für eine Stadt wie Landsberg ideal.

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Die Diskussion ist geschlossen.

14.11.2018

Schon wieder ein neuer Verkehrsplaner...
Der Landsberger Infrastruktur sieht man an wie sich gekümmert wird. Da helfen schöne Worte wenig.

Den Stadtbus hat man so entwickelt das er bei den Passagierzahlen von einem Anfang mit knapp 400.000 Fahrgästen über eine Hochphase von ca 600.000 auf die 400.000 zurückgefallen ist. Erreicht mit Verkehrsplanung.! Das schafft Vertrauen in die Vekehrspolitik. Oder?

Dafür drehen wir jetzt am Rad..am Fahr-rad. Bekanntes Fortbewegungsmittel seit langer Zeit. Und auch kein Problemlöser erwiesenermaßen. Aber nach Workshops sind bestimmt alle schlauer...

Wo findet der Workshop für die 30.000 Einwohner und die vielen Tausend Besucher aus dem Umland und der Ferne gleich wieder statt?

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15.11.2018

Das Fahrrad soll kein Problemlöser sein? Haben Sie schon mal über den Tellerrand gesehen? Koppenhagen, Wien, Amsterdam, und zukünftig London, Paris.....
Was meinen Sie mit "erwiesenermaßen"? Für Ihre persönliche Studie erwiesen? Aufgrund Ihrer jahrelangen Forschungsarbeiten erwiesen? Ihre praktischen Feldversuche über mehrere Jahre haben das erwiesen?
Fakt ist und bleibt: In Innenstädten ist das Auto das Problem und das Fahrrad die Lösung.

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15.11.2018

Lieber Herr Tambour
Und ihre persönliche Ansicht beruht auf?

Erwiesenermaßen ist das Fahrrad schon sehr sehr lange zur fortbewegung verfügbar.
Man sollte halt erkennen wann und wo eine Fortbewegungshilfe seinen Platz hat. Radl sind eine Option in einem gesamtpaket aber kein Komplettersatz. Dafür braucht es keine Feldversuche. Ist offensichtlich.

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16.11.2018

Lieber Herr Guldner,

natürlich weiß man unter verantwortlichen Verkehrsplanern, dass der Modal Split für eine vernünftige Mobilität entscheidend ist.
Vergessen Sie nicht, dass jahrzehnte lang nur dem Auto Bahn gebrochen wurde und alle anderen Verkehrsmittel an den Rand gedrängt wurden oder kompl. aussen vor blieben. Wir haben in Deutschland, und da vor allem in den Städten, mit den Auswirkungen einer autozentrierten Infrastruktur zu tun.
Die negativen Auswirkungen sollten jedem inzwischen bekannt sein.
Eine verantwortliche Mobilität muß das Auto auf ein vernünftiges Maß zurückstutzen und den PROBLEMLÖSENDEN Verkehrsmitteln mehr Platz einräumen. Dazu gehören: Öffentliche wie Bus und Bahn, Fahrrad, Sharingangebote, Fußgänger.
Ausser den damit zu lösenden Problemen wie Luftverschmutzung, Lärm, direkte Gefährdung, würde den Menschen in der Stadt mehr Platz zur Verfügung stehen!
Vorausgesetzt die Stadtverwaltung handelt klug und die Bürger verantwortlich....

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14.11.2018

Ich kann mich noch gut erinnern, als unser Management - vor vielen Jahren - aus China zurückkam und von den "Mengen gelassener Radfahrer" schwärmte.
Kurz darauf wurde die Fahrradständer der Firma verdoppelt! :-) - Klar zufriedene, ruhige Fahrradfahrer brauchen auch weniger Lohn.
Klar - anstatt die Elektromobilität voran zu bringen - betrügt man bei den Dieselabgasen!
Anstatt gute Konzepte für den öffentlichen Verkehr - bis hin zu kostenlosem Transport zu schaffen - lässt man lieber die Betrüger - ob Abgas oder Milliarden Steuern - agieren und schickt das blöde Volk bei Wind und Wetter mit dem Fahrrad los!
Da kann man auch die Löhne niedrig halten und für Milliardäre Steuererleichterung schaffen!
Nur zur Beruhigung: Jeder, der will und kann soll Fahrrad fahren - aber das Volk sanft zu Verzicht einschwören und zurück ins Mittelalter zu schicken - die Richtung ist verdächtig.
Während natürlich die Krone der menschlichen Entwicklung - unsere Management- und Polit-Eliten sich die noch größeren - mit Steuer-Abschreibung subventionierten Edelfahrzeuge leisten dürfen und evtl. gütig aus dem Fenster - den gelassenen Radfahrern zuwinken ...

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