Newsticker

Corona-Krise: UN-Klimakonferenz wird verschoben
  1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Leonhardi: Die Reiter ehren ihren Schutzpatron

Landkreis Landsberg

10.11.2019

Leonhardi: Die Reiter ehren ihren Schutzpatron

Beim Leonhardiritt in Utting ritten die Teilnehmer dreimal drei Mal um die Kirche St. Leonhard.
Bild: Thorsten Jordan

Plus Bei den Leonhardiritten und -fahrten im Landkreis spielt das Wetter diesmal nicht besonders mit. Aber davon lassen sich die Besucher kaum abhalten. Ein Lebenstipp von Festprediger Öxler.

Gleich drei Leonhardiritte und -fahrten fanden am Wochenende statt: am Samstag in Wengen und Reichling sowie am Sonntag in Utting. Petrus sorgte am ersten Tag für Regen, am zweiten für Kälte und Nebel. Und Erzabt Wolfgang Öxler aus St. Ottilien hatte beim Leeonhardiritt in Utting ein paar praktische Weisheiten für viele Lebenslagen.

Die Straßen waren mit Zuschauern gesäumt, die Kirchenbänke besetzt beim Leonhardiritt und Leonhardsfest in der frisch renovierten Kirche St. Leonhard in Utting. Erzabt Wolfgang Öxler erklärte in seiner Predigt, dass der heilige Leonhard zumeist mit Ketten dargestellt werde. Er sei eigentlich der Schutzpatron der Gefangenen, aufgrund der Ketten, die die Bevölkerung mit dem im Stall angebundenen Vieh in Verbindung brachte, sei er auch dessen Beschützer geworden. Er gab den Rat, das Leben, wie Leonhard, auf die wahren Schätze des Lebens auszurichten: „Wer glücklich sein will, muss seine Lebensaufgaben anpacken ohne zu fragen: Was bringt mir das?“ Anstatt sich vermehrt mit Erfolg und dem Außen solle sich der Mensch vielmehr mit sich selbst beschäftigen. Drei Wege zum Glück zeigte Erzabt Öxler auf: Etwas loszulassen, auch im Herzen; heitere Gelassenheit und ein liebender Mensch sein, der immer wieder bereit ist, mit Menschen anzufangen, auch wenn sie einem etwas angetan haben.

Klicken Sie sich durch unsere Galerie vom Leonhardiritt in Utting:

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Erzabt Wolfgang Öxler aus St.Ottilien übernahm dieses Jahr die Segnung von Ross und Reiter.
42 Bilder
Nebel beim Leonhardiritt in Utting
Bild: Thorsten Jordan


Schon bei den Fürbitten hörte man draußen erstes Hufgeklapper und die Blaskapelle stimmte sich ein. Pünktlich um 10.15 Uhr betraten Erzabt Öxler und Pater Xaver Namplampara die Tribüne vor der Kirche und segneten die vorbeiziehenden Reiter, Rösser und Gespanne. Die Uttinger Malerin Angelika Böhm-Silberhorn hatte ihre Staffelei aufgebaut und hielt die Szenerie mit dem Pinsel fest. Im feschen Reiterdress waren die Reiter von Achselschwang dabei und auch die Kleinsten hielten trotz Nebel und Kälte ihre Ponys fest am Zügel.

Viele Verein beteiligen sich an der Leonhardifahrt

Festprediger beim Leonhardifest in Reichling war Abt Barnabas Bögle aus Ettal. Pfarrer Michael Vogg und Pfarrer Heiko Heyer trotzten hoch zu Ross dem beginnenden Regen und ritten durch die fahnenbeflaggten Straßen. Die Musikvereine Reichling und Hofstetten-Hagenheim begleiteten den Zug. Elf schön geschmückte Festwägen – darunter unter anderem von Trachtenverein und Landjugend – mit prächtigen Gespannen und zahlreiche Reiter erwarteten den Segen des Abtes. Davor überreichte die Leonhardsbruderschaft für jedes Pferd eine Schleife. Die Musikkapellen spielten beim Umzug, zur Segnung und bei einem Kesselfleischessen und der Kaffeetafel im Dorfgemeinschaftshaus zum Ausklang des Tages.

Klicken Sie sich durch unsere Galerie vom Leonhardiritt in Reichling:

Nach zweimaligen Umritt durchs Dorf fand die Segnung von Ross und Reiter durch Abt Barnabas Bögle auf einer Wiese an der Bruckbergstraße statt.
53 Bilder
Nass und kalt war es beim Leonhardiritt in Reichling
Bild: Thorsten Jordan


Rund 40 Reiter mit ihren Pferden, darunter starke Kaltblüter, temperamentvolle Warmblüter, bunte Schecken und hübsche Ponys versammelten sich am Samstag rund um die St. Leonhards-Kapelle auf dem Dorfplatz in Wengen. Dort fand ein Gottesdienst mit anschließender Pferdesegnung statt, um des Schutzheiligen der Huftiere zu gedenken.

Trotz kühlen Novemberwetters war es ein wundervolles Bild, das sich auch zahlreiche Gottesdienstbesucher und Zuschauer nicht entgehen lassen wollten. Zu diesem Ereignis, zu dem wie jedes Jahr die Burschenschaft Wengen eingeladen hatte, waren nicht nur die Kapelle, sondern auch viele Pferde schön geschmückt. Fleißige Hände hatten Rosensträußchen und bunte Nelken kunstvoll in Schweife und Mähnen eingeflochten. (küb/klö/una)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren