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Neubau Landratsamt: Raus aus der Warteschleife

Neubau Landratsamt: Raus aus der Warteschleife
Kommentar Von Alexandra Lutzenberger
08.11.2019

LT-Redaktionsleiterin Alexandra Lutzenberger meint, es ist Zeit, dass der Landsberger Stadtrat zum Penzinger Feld eine Entscheidung trifft.

Was ist eigentlich los mit den Landsberger Stadträten? Wollen sie, wie einige schon befürchten, vor der Kommunalwahl im März nichts mehr entscheiden, um auch nichts mehr falsch machen zu können? Dann wären sie falsch beraten. Denn nur weil man etwas nicht macht, heißt es noch lange nicht, dass man alles richtig macht.

Was die Stadträte entscheiden, ist dabei sicher für die Interessensgruppen und Antragssteller sehr interessant, noch wichtiger wäre es aber, überhaupt etwas bei den wichtigen Themen zu entscheiden.

In der Warteschleife stehen (neben der Verkehrsproblematik!) der Fortbestand des Stadtmuseum und die Standortentscheidung in Sachen Landratsamt. Beides wegweisende Entscheidungen für die Zukunft Landsbergs, die schon viel zu lange immer wieder vor sich hergeschoben werden.

Neubau Landratsamt: Raus aus der Warteschleife

Die Bossewiese dürfte keine Alternative sein

Der Landrat hofft nun mit Recht darauf, dass Stadträte und Oberbürgermeister ihn nicht länger hinhalten, sondern ihre Meinung offen sagen. Viele Fakten liegen doch auf dem Tisch. Man könnte sich generell für einen Standort Penzinger Feld aussprechen und die Details später regeln. Das ist doch auch bei anderen Bauprojekten Realität. Denn in Sachen Urbanes Leben am Papierbach ist man derzeit ja auch immer wieder bereit, Abweichungen zu dulden. Doch wenn der Oberbürgermeister und die Stadträte das Landratsamt lieber woanders ansiedeln wollen, dann müssen sie den Landsberger Standort Penzinger Feld für dieses Projekt ablehnen. Dass der Landrat dann noch einen Alternativvorschlag in Landsberg an der Bossewiese annimmt, ist eher unwahrscheinlich. Er wird dann wohl eher Richtung Penzing, Schwifting gehen. Vor vielen Jahren wurde das kreiseigene Lechtalbad nicht in Landsberg gebaut, sondern in Kaufering. Später wanderte ein großer Betrieb nach Schöffelding ab. Waren das kluge und zukunftsweisende Entscheidungen von Seiten der Stadt? Das sollten die Stadträte in der Sitzung am Mittwoch bedenken und abwägen.

Was noch hoffen lässt: Verwaltung, OB und Stadtrat sind nicht in allen Entscheidungen so zögerlich. Die Brücke über den Lech konnte man – trotz Personalmangels in der Bauverwaltung – sehr schnell verwirklichen. Es geht also, wenn man will. Warum also bei den anderen Projekten nicht?

Lesen Sie dazu auch: Landratsamt: Eichinger will von Landsberg jetzt eine Entscheidung haben

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