1. Startseite
  2. Lokales (Landsberg)
  3. Neue Baustelle: Ab März wird es auf der A96 eng

Landkreis Landsberg

14.01.2020

Neue Baustelle: Ab März wird es auf der A96 eng

Das größte Bauvorhaben des Staatlichen Bauamts im Straßenbau ist die Neuerrichtung der Amperbrücke, auf der die Staatsstraße zwischen Eching und Inning verläuft.
Bild: Julian Leitenstorfer

Plus Die alte B12-Brücke über die Amper bei Stegen wird neu gebaut. Der Verkehr wird dazu über die Autobahn umgeleitet. Welche Straßen dieses Jahr im Landkreis Landsberg erneuert werden.

Deutlich mehr Geld als im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr für das Staatsstraßennetz im Landkreis Landsberg verbaut. Denn neben den üblichen Fahrbahninstandsetzungen steht auch ein Brückenneubau an: Im März soll mit der Neuerrichtung der Amperbrücke an der Landkreisgrenze bei Stegen begonnen werden. Das kündigt die für den Landkreis Landsberg zuständige Abteilungsleiterin im Staatlichen Bauamt in Weilheim, Julia Haider, an. Der Neubau beschert den Autofahrern eine weitere Engstelle auf der A96.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

  • Zugriff auf mehr als 200 neue Plus+Artikel pro Woche
  • Zugang zu lokalen Inhalten, die älter als 30 Tage sind
  • Artikel kommentieren und Newsletter verwalten
  • Jederzeit monatlich kündbar
Jetzt für nur 0,99 € testen

Die Brücke, über die bis zum Bau der Autobahn die frühere Bundesstraße 12 führte, wurde laut Haider 1958 errichtet. Eine Instandsetzung wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen, deshalb habe man sich zu Abbruch und Neubau entschlossen. Die neue Stabbogenbrücke werde neben der Fahrbahn für die Staatsstraße auch einen drei Meter breiten Geh- und Radweg erhalten, der die bisherige Engstelle auf dem Ammersee-Rundweg beseitigen werde, so Haider. Die Baukosten beziffert sie auf rund 8,5 Millionen Euro.

Der Platz reicht für vier Fahrstreifen

Während der Bauarbeiten („Die Brückenbauer haben einen ambitionierten Zeitplan und wollen noch in diesem Jahr fertig werden“, sagt Haider) wird es auf den beiden Autobahnbrücken eng. Denn der Staatsstraßenverkehr mit rund 7500 Fahrzeugen täglich (Stand 2015) sowie Fußgängern und Radfahrern werde dann auf die südliche Autobahnbrücke verlegt. Der Autobahnverkehr mit täglich rund 59.000 Kraftfahrzeugen werde auf das nördliche Bauwerk verschwenkt. Es können aber die vorhandenen vier Fahrstreifen verengt aufrechterhalten bleiben, betont die Abteilungsleiterin.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Panzerstraße: Ansonsten stehen im Landkreis wieder mehrere Fahrbahnsanierungen an. Weitergehen soll es beispielsweise auf der Staatsstraße 2027 („Panzerstraße“). Dort wurde im vergangenen Jahr die Straßendecke zwischen Kaltenberg und Pestenacker auf einer Länge von 4,5 Kilometern für rund 840.000 Euro erneuert, heuer soll es Richtung B17 weitergehen. Wie weit, ist noch offen: Das hänge von den Geldern ab, die im März zugeteilt werden. Für einen oder zwei Abschnitte werde es reichen, eine Fertigstellung bis zur B17 sei eher unwahrscheinlich, so Haider.

Unterfinning/Schwifting: Sollte das Geld auch noch dafür ausreichen, könnte auch die Fahrbahnerneuerung auf der Staatsstraße 2346 zwischen Unterfinning und Schwifting weitergeführt werden. In den vergangenen Jahren wurde von Schondorf her saniert. 2019 war ein rund 1,5 Kilometer langer Abschnitt östlich von Unterfinning an der Reihe, dabei wurde auch eine neue Einmündung zur Kreisstraße LL3 in Richtung Dießen/Entraching errichtet. Die Kosten hierfür beliefen sich auf rund 350.000 Euro.

Der Ausbau der Staatsstraße 2052 zwischen Epfenhausen und Weil bleibt auch 2020 noch im Planungsstadium.
Bild: Julian Leitenstorfer

Dießen: In Dießen war im vergangenen Jahr für rund 350.000 Euro der Belag der Lachener Straße (Staatsstraße 2055) auf einer Länge von 1,4 Kilometern erneuert worden. Wann die ebenfalls sanierungsbedürftige Herrenstraße/Hofmark erneuert wird, ist laut Haider offen. Der Zeitpunkt dafür hänge davon ab, wann dort Wasserleitung und Kanalisation erneuert werden. „Wir kommen da erst zum Schluss, um den Deckel draufzumachen“, erklärt Haider. „Wir sind abhängig vom Markt Dießen und den Ammerseewerken. Wir hätten das am liebsten schon gestern gemacht.“

Epfenhausen/Weil/Pestenacker: In der Warteschleife bleibt auch die Staatsstraße 2052. Ein schwieriges Straßenstück ist dabei der Abschnitt zwischen Epfenhausen und Weil. Dort war es im Oktober 2017 zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen: Eine Frau starb, als ein entgegenkommender Wagen ins Schleudern geriet und mit ihrem Auto zusammenstieß. „Wir sind planerisch dran, mal sehen, wie schnell man das realisieren kann“, schildert Haider die Situation. Bei dem ebenfalls sehr schmalen Abschnitt zwischen der Kreuzung mit der Panzerstraße und Pestenacker verweist Haider darauf, dass ihre Behörde abhängig von der Planung des Landkreises für ein Besucherzentrum für die Welterbestätte sei.

Ludenhausen/Rott: Gleichfalls im Planungsstadium ist laut Haider der Ausbau der Staatsstraße 2057 zwischen Ludenhausen und Rott. Ziel sei ein Ausbau, der konform mit den heutigen Anforderungen an Staatsstraßen im Hinblick auf Linienführung und Fahrbahnbreite sei.

Lengenfeld: Mit dem Neubau der Umfahrung in Lengenfeld wird das Staatliche Bauamt nicht unmittelbar zu tun haben. Diese Straße werde von der Gemeinde Pürgen in „kommunaler Sonderbaulast“ gebaut, erklärt die Abteilungsleiterin. Wie berichtet, soll das 2021 geschehen.

Auch Radwege sind ein Thema

Radwege: Im Blick hat das Staatliche Bauamt aber auch zwei Radwegprojekte: und zwar im Bereich der B17 zwischen Hohenfurch und Denklingen und der Staatsstraße 2054 zwischen Schwabhausen und Geltendorf. „An beiden sind wir dran, aber es liegt an der Verfügbarkeit“, erläutert Julia Haider, und meint damit die Verfügbarkeit der dafür nötigen Flächen.

Das Staatliche Bauamt ist im Landkreis Landsberg für 32 Kilometer Bundesstraße und 156 Kilometer Staatsstraße sowie über 100 Ingenieurbauwerke zuständig.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren