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Peißenberg

02.03.2019

Nötigung? Auf der Bundesstraße herrscht dicke Luft

Gegen zwei Verkehrsteilnehmer, die auf der B 472 bei Peißenberg aneinandergeraten sind, ermittelt die Weilheimer Polizei. Bei einer Frau steht der Tatbestand einer Nötigung im Raum, bei einem Mann Freiheitsberaubung.
Bild: Julian Leitenstorfer/Symbolbild

Bei Peißenberg geraten ein Mann und eine Frau aneinander. Die Polizei ermittelt nun gegen beide Beteiligte.

Ziemlich dicke Luft hat am Freitag auf der Bundesstraße 472 bei Peißenberg geherrscht. Zwei Autofahrer gerieten aneinander. Die Polizei ermittelt nun gegen beide Beteiligte, eine 34-jährige Frau aus Murnau, und einen 32-jähriger Mann aus Peiting.

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Mann nimmt sein „Jedermannsrecht“ wahr

Der Peitinger war mit seinem Auto in Richtung Weilheim unterwegs, hinter ihm die Murnauerin. Diese soll mehrfach so nah auf das Fahrzeug des Peitingers aufgefahren sein, dass sich dieser genötigt fühlte. Nach dem Passieren des Guggenbergtunnels bei Peißenberg hielt der 32-jährige auf der Fahrbahn an, sodass auch die Murnauerin stehen bleiben musste, und nahm diese im Rahmen der „Jedermannsrechte“ bis zum Eintreffen der Polizei vorläufig fest.

Gegen die Frau wurde ein Strafverfahren wegen Nötigung eingeleitet. Gegen den Peitinger wird ermittelt, ob die vorläufige Festnahme tatsächlich gerechtfertigt war. Es wurde ein Verfahren wegen Freiheitsberaubung eingeleitet.

Die Polizei verweist auf den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit

Denn, so die Polizei, zwar sei jedermann befugt, jemanden, der auf frischer Tat angetroffen oder verfolgt wird, auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann. Hierbei sei jedoch die Verhältnismäßigkeit zu beachten, mahnt die Polizei. Bezugnehmend auf den geschilderten Sachverhalt sei zu prüfen, ob die Feststellung der Personalien der Murnauerin nicht auch anderweitig möglich gewesen wäre. (lt)

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