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Landsberg

05.07.2019

Oberbürgermeister: Die CSU nominiert Mathias Neuner als Kandidaten

Nach der Wahl: (von links) Kreisvorsitzender Michael Kießling, Renate und Mathias Neuner sowie stellvertretender Ortsvorsitzender Ralph Berger.
Bild: Thorsten Jordan

Mathias Neuner will weitere sechs Jahre an der Spitze der Stadt Landsberg bleiben. Wie er seine erste Amtszeit sieht.

„Ich würd’s gerne wieder machen.“ Landsbergs Oberbürgermeister Mathias Neuner will bei der Kommunalwahl 2020 erneut antreten und der CSU-Ortsverband Landsberg stimmte dem in der Nominierungsversammlung fast einstimmig zu. Altlandrat Walter Eichner hatte Neuner vorgeschlagen und mit Eichner äußerten auch Kreisvorsitzender Bundestagsabgeordneter Michael Kießling und Landtagsabgeordneter Alex Dorow als „einfaches Ortsverbandsmitglied“ ihre Unterstützung für den Kandidaten.

„Er macht es super in dem Haifischbecken Stadtrat“, sagte CSU-Fraktionsvorsitzender Harry Reitmeir. Die Fraktion habe sich einstimmig für Neuner als Kandidaten ausgesprochen. Einen Gegenkandidaten gab es nicht. Neuner rekapitulierte die 7,5 Jahre seiner bisherigen Amtszeit. 2012 hatte er sich in einer knappen Stichwahl gegen den Grünen Ludwig Hartmann durchgesetzt und war für acht Jahre gewählt worden.

Ein "schwieriger Anfang"

Er bekannte sich zu einem „schwierigen Anfang“: „Ohne politische Erfahrung und Verwaltungserfahrung“ stand er damals großen Herausforderungen gegenüber, vor allem den finanziellen Folgen der Derivataffäre für die Stadt und dem Hauptplatzumbau. Die Stadt sei zahlungsunfähig, das Limit des Kassenkredits mit 18 Millionen Euro ausgeschöpft gewesen. „Die ersten drei Jahre waren die schwierigsten meines Lebens. Ich hatte eine 70-Stunden-Woche.“ Und es seien unpopuläre Entscheidungen getroffen worden: „Steuern und Gebühren rauf und alle freiwilligen Zuschüsse gestrichen.“ Der Stadtrat sei bei den Entscheidungen mitgegangen.

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"Heute schaut's anders aus"

„Heute schaut’s anders aus.“ Die Stadt habe eine Liquidität von 35 Millionen Euro, und für 15 Millionen Grundstücke gekauft, bei einer Schuldenlast von 23 Millionen Euro. An Investitionen, die getätigt wurden – „ohne neue Kreditaufnahme“ – zählte Neuner unter anderem den Bau der Mittelschule, die Sanierung von Rathaus und Bayertor sowie den Hauptplatzumbau: „Und es wurden auch Zukunftspläne geschmiedet“, wies er auf das Baugebiet „Urbanes Leben am Papierbach“ (ULP), das derzeit entsteht, hin. Stolz sei er darauf, dass hier alle Parteien zusammengearbeitet hätten: „Die Entscheidungen zu ULP waren durchgehend einstimmig.“

Er machte deutlich, dass es ihm wichtig sei, ein Gemeinschaft zusammenzubringen und ihn habe durchaus „der ein oder andere Querschläger“ aus einer anderen Gruppierung zum Nachdenken gebracht. Ihm sei wichtig, lieber noch einmal über ein Thema zu reden, damit andere auch überzeugt würden. „Was mir liegt, ist es Leute zusammenzubringen.“ Dies hält er auch für eine wichtige Aufgabe eines Oberbürgermeisters.

Neuner wünscht sich eine starke CSU im Stadtrat

Gleichwohl hatte er schon zu Beginn seiner Rede deutlich gemacht, was er an der Zusammenarbeit mit der eigenen Fraktion schätzt, nämlich dass man dasselbe Wertegerüst habe. „Wir haben in etwas dieselbe Denkweise“. Neuner wünscht sich für die nächste Wahlperiode „eine starke Stadtratsfraktion“. Derzeit stellt die CSU-Fraktion neun von 31 Stadträten. „Wir haben ein bestelltes Haus, aber auf uns kommen Probleme zu“, so Neuner. Als größte Herausforderungen nannte er die Themen Wohnraum und Verkehr.

Neuner erhielt 34 von 36 Stimmen der Ortsverbandsmitglieder bei einer ungültigen und einer NeinStimme. Die Nominierung der Stadtratskandidaten wird am 22. Oktober und für den Kreistag am 12. Oktober stattfinden. Wen die CSU als Landratskandidaten ins Rennen schickt, wird am 13. Juli bestimmt.

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