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Beuern/Landsberg

27.06.2017

Ramsacher Sensenschinder erfolgreich

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4 Bilder
Beim Mähen der zweiten Reihe liegt Vivat Schwabhausen (vorne) in leichter Führung zu Mähteam aus Pflaumdorf, aber bei der Bewertung des Schnittguts konnte das Mähteam punkten und landete vor Schwabhausen.
Bild: Alwin Reiter

Team des Ausrichters VR-Bank schlägt sich tapfer beim Wettbewerb – und unterliegt.

Schon beim Eintreffen zum Sensenwettbewerb hört man das leise Wetzen des Schleifstein über die Sensenklinge, die bei diesem Wettbewerb nicht länger als 95 Zentimeter betragen dürfen. Ein hoher Ton lässt eine scharfe Klinge vermuten. Sechs Gruppen treten heuer zum Mähwettbewerb in Beuern an. Anlässlich zu ihrem 130-jährigen Jubiläum rief die VR-Bank Landsberg-Ammersee  in Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft Beuern zu einem Mähfest mit kleinem Bierzelt und Unterhaltung auf. Organisator Manfred Doll freut sich über eine gelungene Veranstaltung, die Moderation des Wettbewerbs übernimmt Michael Mayrock.

Ehemalige Teilnehmer aus den früheren Jahren zu sehen, erfreut den jungen Mannschaften zu, da kommt so manche Erinnerung wieder hoch, so wie bei Erich Hohenadel aus Geltendorf, der früher für den Gesangverein und später für die Feuerwehr Geltendorf angetreten ist. „Mähen am Abend mit der Sense ist nicht gut“, so Hohenadel, „es ist eine Schinderei“. Frühmorgens gingen früher die Mäher hinaus auf die Wiese, wenn das Gras noch feucht von Tau war. Wer hier gut mäht, kann sich aber zumindest über einen feuchten Preis freuen, denn der erste Platz wird mit 50 Liter Bier belohnt, der zweite mit 30 und der dritte mit zehn Liter Bier.

Da sechs Mannschaften gemeldet sind, wird der Wettbewerb in drei Runden aufgeteilt mit jeweils zwei Vereinen, die gegeneinander kämpfen. Es muss eine Fläche von etwa 90 Quadratmetern mit zwei Mähstreifen gesenst werden. Danach muss das Schnittgut in eine gleichmäßige Reihe aufgeschwadet werden, dazu dürfen Gabel und Handrechen verwendet werden.

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Für die Zeitnahme werden vier Damen aus den Besucher ausgewählt, die Jury bilden Eresings Bürgermeister Josef Loy, Weils Gemeindechef, Christian Bolz, Georg Albrecht auf Beuern und Johannes Erhard aus Penzing. Als Erstes tritt der Goaßn-Club Beuern gegen die in orangem T-Shirt gewandeten Ramsacher Sensenschinder an – eine Herausforderung, denn die Ramsacher gelten als Favoriten. Bereits nach den ersten Metern zeigte sich die Überlegenheit des orangen Team. Die Beurer versuchen mitzuhalten- ohne Erfolg. In der zweiten Runde wetteifern Vivat Schwabhausen mit dem Mähteam Pflaumdorf – beide Mannschaften sind von der Schnelligkeit gleich auf, aber Pflaumdorf hatte den schöneren Mähschnitt.

In der Abschlussrunde treten die Mitarbeiter der VR-Bank gegen den Ramsacher Sensenmix an – zwei Teams, bei denen auch Frauen mitmähen. Der Ramsacher Sensenmix hat natürlich Vorbilder im eigenen Ort und zieht gekonnt ab, aber die VR-Bank-Mäher zeigen sich stark und benötigen nur zwei Minuten länger zum Erfolg. Auf die Frage wie lange die Banker geübt hätten, antwortet Stefan Almanstötter von der VR-Bank: „Kein einziges Mal, wir haben uns gesucht und gefunden.“ Aber Almanstötter kommt ja aus der Hochburg der Sensenschinder, Ramsach – wahrscheinlich liegt es den Ramsachern im Blut zu Mähen. Dagegen haben Vivat Schwabhausen viermal geübt und das den Berg hinauf Richtung Geretshausen. Letztendlich siegen die Ramsacher Sensenschinder vor dem Goaß Club Beuern, dem Ramsacher Sensenmix, dem Mähteam Pflaumdorf, Vivat Schwabhausen und dem VR-Bank-Team.

Für die Musik sorgen beim Sendenmähwettbewerb der Eresinger Musikverein, die VR-Bank sponsert Speis und Trank und auch ihr restaurierter Deutz-Bulldog-Oldtimer darf bei der dem bäuerlichen Wettbewerb nicht fehlen. Zum Deutz gesellt sich noch ein Lanz von Christian Winkler.

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