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Verkehr

12.02.2015

Sind die Fußgänger auf dem Gehweg sicher?

Sicherheitsbedenken haben einige Anlieger für diesen Kurvenbereich der Römerkesselstraße, wo der Gehweg unmittelbar entlang dieser Hausecke (rechts im Bild) verlaufen wird.
Bild: Andreas Hoehne

Ab Mai soll die Ortsdurchfahrt ausgebaut werden. Bei der Bürgeranhörung wurde vor allem eine Sorge geäußert

Bereits seit dem Jahr 2000 besteht die Planung für den Ausbau der als Römerkesselstraße benannten Staatsstraße durch Asch. Wie im LT berichtet, stehen dem Staatlichen Bauamt Weilheim jedoch erst heuer die Mittel dafür zur Verfügung. Rund 60 Anlieger und andere Interessierte waren nun zu der Bürgeranhörung im Haus der Begegnung erschienen und diskutierten rege über die Maßnahme. Bei dieser Gelegenheit teilte Katrin Neumayr vom Bauamt unter anderem mit, dass die Maßnahmen vom Mai bis Oktober dieses Jahres abgewickelt werden sollen.

Betroffen ist jedoch nicht nur die Römerkesselstraße selbst. Für die weiter westlich und östlich gelegenen insgesamt drei Kilometer langen Abschnitte der Staatsstraße 2055 zwischen der B17 und der Einmündung der Kreisstraße Richtung Leeder ist eine Erneuerung der Deckschicht vorgesehen. Auf die bestehende Fahrbahndecke wird hierzu eine vier Zentimeter starke Teerschicht aufgebracht.

Verändert und vollständig ausgebaut wird hingegen der etwa 400 Meter lange Abschnitt von der Einmündung der Freybergstraße bis zur Ascher Bahnhofstraße. Auf der ersten Hälfte bis zum Schlossweg wird die bestehende Fahrbahn dazu zunächst um vier Zentimeter abgefräst. Dann werden insgesamt zwölf Zentimeter Asphalttrag- und Deckschicht aufgebracht. Der undichte Kanal wird hier mit einem Inliner saniert, erläuterte Planer Wolfgang Buchner aus Dießen. Dies könne ohne Aufreißen der Straße erfolgen. Im weiteren Verlauf würden die Straße und die Abwasserrohre hingegen komplett erneuert.

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Um unter anderem die Schulwegsicherheit zu erhöhen, wird auf der Südseite der Straße ein Gehweg gebaut. Allerdings ist dieser westlich vom Schlossweg entlang eines unbebauten Grundstücks auf 70 Meter unterbrochen. Hier seien die Verhandlungen gescheitert, informierte Bürgermeister Erwin Karg, eine Enteignung käme aber nicht infrage. Der Eigentümer gestatte jedoch, dass auf seinem Privatgrund der bislang schon vorhandene unbefestigte Weg weiter bestehe. Auch am östlichen Ortsausgang bis zur Johann-Einslin-Straße werde man auf den früher einmal angedachten Gehweg verzichten, da die Anwohner keine Notwendigkeit dafür sehen, sagte der Bürgermeister.

Im Ortskern wird der Gehweg zum Schutz der Fußgänger möglichst von der Straße abgerückt, in den anderen Fällen durch einen acht Zentimeter hohen Bordstein von der Fahrbahn abgetrennt. Speziell zu diesem Punkt entbrannte eine lebhafte Diskussion. Befürchtet wurde von einigen anwesenden Bürgern, dass Lastkraftwagen im Begegnungsverkehr auf den Gehweg ausweichen. Besonders kritisch sei die Situation im Kurvenbereich zwischen Schlossweg und Molkereiweg. Hier wird die Fahrbahn zwar von sechs auf sieben Meter verbreitert, doch insbesondere bei der Begegnung von Langholztransportern könnte es nach Meinung der Anwohner Probleme geben. Der Gehweg befindet sich an dieser Stelle unmittelbar an einer Hauskante. Man habe deshalb keinen Spielraum für eine Verlegung der Straße, informierte Neumayr.

Bürgermeister Karg wies darauf hin, dass man auf der Ortsdurchfahrt von Asch ein eher geringes Verkehrsaufkommen habe, gezählt wurden 1600 Fahrzeuge in 24 Stunden. Zum Vergleich nannte er die Durchfahrt durch Utting mit 14000 Fahrzeugen. Auf die finanzielle Belastung für die Anlieger angesprochen, stellte Karg fest, die Lage an einer Staatsstraße bedeute Nachteil und Vorteil zugleich: Man habe zwar unter dem Verkehr zu leiden, werde aber für die Erneuerung der Fahrbahn nicht herangezogen. Lediglich die Kosten für Gehwege und die Straßenbeleuchtung würden zum Teil umgelegt.

Dafür seien etwa zwei bis drei Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche aufzubringen, schätzte Karg. Hinzu kämen aber noch bei einigen Grundstücken die Erneuerung der Kontrollschächte. Beruhigen konnte Katrin Neumayr eine Anliegerin, die befürchtete, dass bei ihrer Heimkehr am Abend plötzlich vor ihrer Einfahrt ein Loch klaffe. Man spreche alle Arbeiten ab, meinte sie, und man versuche, die Zufahrt zu den Anwesen während der ganzen Bauphase zu gewährleisten.

Notfalls stelle er Betroffenen auch ein Zimmer in seinem Wohnhaus zur Verfügung, versprach Bürgermeister Karg außerdem scherzhaft am Ende der Diskussion, die recht sachlich zugegangen war. Nur in einem Fall mussten sich der Bürgermeister und die Verwaltung sogar den Vorwurf „mafiöser Strukturen“ gefallen lassen.

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